Harald zu Hausen, geboren am 11. März 1936 in Gelsenkirchen-Buer, erhält den Medizin-Nobelpreis für seine Erforschung der Ursachen des Gebärmutterhalskrebses und dessen Bekämpfung. Bereits 1976 veröffentlichte der Dr. med seine Hypothese, wonach humane Papillomviren (Warzenviren) eine Rolle bei der Entstehung von Gebärmutterhalskrebs spielen. Nach dem es dem Wissenschaftler und seinem Team Anfang der 80er Jahre gelang die Virentypen HPV 16 und HPV 18 aus an Gebärmutterhalskrebs erkranktem Gewebe isolieren, konnte 2006 erstmals ein Impfstoff gegen die dritthäufigste Krebserkrankung bei Frauen auf den Markt gebracht werden.
Der Professor teilt sich den Medizin-Nobelpreis 2008 mit den Franzosen Françoise Barré-Sinoussi und Luc Montagnier für die Entdeckung des HI-Virus, der die AIDS-Erkrankung auslöst.
Zur Hausens studierte an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn, der Universität Hamburg und der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf Medizin und promovierte 1960 zum Doktor der Medizin. Berufliche Stationen waren die „Virus Laboratories“ des Children's Hospital of Philadelphia in Philadelphia und University of Pennsylvania. 1969 habilitiert, arbeitete der Wissenschaftler am Institut für Virologie der Julius-Maximilians-Universität Würzburg. 1972 erfolgte die Berufung zum Professor auf den neu gegründeten Lehrstuhl für Klinische Virologie der Universität Erlangen-Nürnberg. 1977 folgte er einem Ruf auf den Lehrstuhl für Virologie und Hygiene an die Albert-Ludwigs-Universität Freiburg.
Quelle: Deutsches Krebsforschungszentrum
















