Tilman Rammstedt (Foto oben) ist der Gewinner des Ingeborg-Bachmann-Preises 2008. Der Berliner Autor erhielt ebenfalls den Publikumspreise. Der Telekom-Preis ging an Markus Orths, der 3sat-Preis an Patrick Findeis. Der Österreicher Clemens J. Setz gewann den Willner-Preis.
Erstmals schnelle elektronische Preisermittlung
"Jetzt drücken" hieß es 2008 erstmals bei der Preisermittlung via Touchscreen, die das Verfahren merklich beschleunigte, auch wenn so mancher Juror noch seine Schwierigkeiten mit dem neuen System hatte.
Nach drei Wahlgängen: Ramstedt ist Sieger
Für die Vergabe des mit 25.000 Euro dotierten Ingeborg Bachmann Preises brauchte es drei Wahlgänge. Patrick Findeis erhielt im ersten Anlauf drei Stimmen, Orths und Rammstedt je zwei. Nach der Stichwahl zwischen den beiden Zweitplatzierten konnte sich schließlich Tilaman Rammstedt über den diesjährigen Bachmannpreis freuen.
Ursula März, die den Autor nach Klagenfurt eingeladen hatte, begründetet ihre Wahl für eine "sehr komische Totenklage" Rammstedts so: "Ich stimme für eine Geschichte, in der sich ein Enkel und ein Großvater nicht über ein Reiseziel einigen können. Am Ende reist der Großvater viel weiter, als der Enkel es gewünscht und befürchtet hat.
Markus Orths gewann der Telekom-Preis
Der Telekom-Austria-Preis ging nach einer Stichwahl zwischen Markus Orths und Patrick Findeis an "Das Zimmermädchen" von Markus Orths. Dessen Jurorin Strigl stimmte damit für eine "aufregende Geschichte", dessen Autor "furios" aus der Perspektive in Wadenhöhe erzähle und doch "den ganzen Menschen ins Auge fasse.
"Kein Schöner Land" gewann den 3sat-Preis
Patrick Findeis erhielt dann im Stechen gegen Clemens Setz für seinen Text "Kein schöner Land" den mit 7.500 Euro dotierten 3sat Preis. Sein Juror Burkhard Spinnen meinte, damit für einen Text gestimmt zu haben, für den der Autor für sein Anliegen "eine vollkommen stimmige Sprache gefunden habe, in der die zeitgenössischen Probleme der Figuren und die alten tragischen Motive des Untergangs perfekt zusammen.
Der Ernst- Willner-Preis ging nach Österreich
Der Ernst Willner-Preis ging schließlich an den zweiten von Daniela Strigl nominierten Autor: Clemens J. Setz. Sie meinte, damit eine "höchst hintersinnige Geschichte über das Wägen und Abwägen" gewählt zu haben, die zeige, "was übermäßiger Fleischgenuss aus Männern machen" könne.

















