Früher waren die Familien darauf angewiesen, was sie im Meer finden konnten, weil in dem kühlen, feuchten und windigen Klima nicht viele Getreide und Gemüsearten gediehen. Damals war das Leben hart. Die meisten Familien im ländlichen Shetland verließen sich auf den eigenen Landbau und auf den Fischfang mit einem kleinen eigenen Boot. Hafer, Gerste und Kartoffeln waren die Hauptnahrungsmittel, Kohl oder Grünkohl und Rüben die häufigsten Gemüsearten. Milch und Butter kam auch vom eigenen Hof, und gelegentlich gab es Schaf- oder Schweinefleisch für die Familie.
Natürlich gab es jede Menge Fisch, vor allem Seelachs, aber man aß auch Möwen- und Eissturmvogeleier, und mancherorts fing man in den Klippen nistende Vögel. Die Haltbarmachung von Lebensmitteln war wichtig, um das ganze Jahr über genug zu essen zu haben. Fleisch und Fisch wurde zumeist getrocknet, oft in einem Skeo – einem gut durchlüfteten Steinbau, aber Fisch wurde auch auf Leinen vor dem Haus getrocknet, oder gesalzen und an steinigen Stränden getrocknet. Fleisch wurde windgetrocknet (und nannte sich dann Vivda) oder gepökelt. Reestit Mutton, ein klassisches Shetland-Gericht, besteht aus in Salzlake getunktem Schaffleisch, das in der Küche zum Trocknen aufgehängt wurde.















