Wer hat eine solche Situation im Job nicht schon einmal erlebt: Während einer Präsentation, in einem Meeting oder bei einem Gespräch unter vier Augen entpuppt sich ein Kollege oder Geschäftspartner als echter Verbal-Choleriker. Die Folge: Vortrag, Diskussion oder Gespräch drohen auf eine unsachliche und vor allem unkonstruktive Ebene zu rutschen. Wie sich solche Situationen entschärfen und Gesprächs-‚Gegner’ entwaffnen lassen, weiß Rhetorik-Coach René Borbonus.
„Das ist doch völliger Unsinn, den Sie da erzählen.“ „Das funktioniert doch niemals.“ „Sie haben wohl Ihre Hausaufgaben nicht gemacht?“ Diese und ähnliche Einwände sind im Rahmen beruflicher Kommunikation keine Seltenheit und führen meist zum gleichen Ergebnis: Das ‚Opfer’ eines Verbal-Cholerikers fühlt sich angegriffen, ‚schießt’ vielleicht sogar in gleicher Weise zurück und die Fronten verhärten sich immer mehr. Ein konstruktiver Austausch ist dann nicht mehr möglich. „Wer in einem Gespräch angegriffen wird, konzentriert sich in aller Regel erstmal auf sein verletztes Ego und reagiert deshalb meist nicht sehr souverän“, erklärt Kommunikations-Experte René Borbonus. Gerade ein souveränes Verhalten könnte jedoch in so einem Fall das Gespräch retten und auf eine sachliche und effiziente Basis zurückholen. „Egal ob man es in einem schwierigen Gespräch mit einem ‚Ja-Aber’-Sager, einem Besserwisser, einem Streitsüchtigen, einem Ausfrager oder einer Quasselstrippe zu tun hat – entscheidend ist immer, das Ruder selbst in der Hand zu behalten, um das Gespräch zielgerichtet an Widerständen vorbei manövrieren zu können“, betont der langjährige Rhetorik-Coach.
















