Alle reden über einen Wechsel zu einem günstigeren Stromanbieter, nachdem einige Versorger Preiserhöhungen von zehn und mehr Prozent angekündigt haben. „Am meisten können Mieter und Hausbesitzer aber durch umsichtiges Verhalten und moderne Geräte sparen“, sagt Robert Fuchs, der in Projekten der Dresdner Bank zehntausende von Euros an Energiekosten eingespart hat. Als Beauftragter für den betrieblichen Umweltschutz der Bank in Berlin kennt er sich mit Energiesparen bestens aus, beruflich wie privat.
Der wichtigste Tipp fürs Stromsparen: Kühl- und Gefriergeräte machen laut Stiftung Warentest bis zu 20 Prozent des Jahresenergieverbrauchs eines Privathaushalts aus. Daher wäre es eine sinnvolle Sparmaßnahme, Weihnachtsgeld oder Geldgeschenke zum Fest in ein modernes Modell mit Energieeffizienzklasse A+ oder A++ zu investieren. Ein Standort weit weg von Herd, Heizung oder sonnenbeschienenem Fenster und regelmäßiges Abtauen senken den Verbrauch zusätzlich.
Zweiter Stromfresser: Die Waschmaschine, die rund 15 Prozent des Strombudgets wegspült. Wer die Trommel stets füllt, bei Normalverschmutzung das 40-Grad-Programm wählt und bei Leinentrockung nur bis 1000 Umdrehungen schleudert, macht’s richtig. Ohnehin sind Wäscheleinen dem Stromfresser Wäschetrockner vorzuziehen. Falls man doch einen will: Auch hier sollte es ein Gerät der Klassen A, A+ oder A++ sein. Gleiches gilt für Geschirrspüler, die ebenfalls nur vollgefüllt und bei Normalverschmutzung per Sparprogramm betrieben werden sollten. Waschmaschine und Geschirrspüler verbrauchen auch unnötig Strom, wenn sie spätabends laufen und über Nacht angeschaltet stehen bleiben.
Beim Kochen gibt es ebenfalls zahlreiche Sparmöglichkeiten: Topf passend zur Platte wählen, mit gut schließendem Deckel kochen, Schnellkochtöpfe einsetzen und Nachwärme der Platte durch rechtzeitiges Ausschalten nutzen.

















