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Aufgespießt: Tattoomania

(Helmut Harff / Chefredakteur) Gehören Sie auch schon zu den für das Leben gezeichneten? Sie tragen Körperschmuck für das Leben? Dann ist bei Ihnen auch schon die Tattoomania ausgebrochen. Das tut mir leid. Ich muss nämlich bekennen, mir geht die grassierende Tattoo-Welle auf die Nerven. Vor allem im Urlaub am Stand stolperte man förmlich über tätowierte Männer und Frauen. Was da an kruder Symbolik und sonstigem Schnickschnack auf den Körpern zu sehen war, grenzte schon an Beleidigung. Was machen die Menschen eigentlich, wenn in 20 Jahren Tattoos so out sind, wie nicht vorhandene Körperpflege heute?

Zugegeben, es gibt einige wenige Tätowierungen, die ganz ansprechend aussehen - auf junger Haut. Wer sich ein Bild seines Kindes auf den Oberarm stechen lässt, muss schon sehr hinterher sein, dass nicht das Bild einmal mehr Falten als das Original hat. Doch warum man sich irgendwelche dämlichen und vor allem häufig auch noch schlecht gemachten Symbole für alle Ewigkeit in die Haut ritzen lässt, ist für mich völlig unverständlich.

Völlig daneben ist für mich, wer sich solcherart an Stellen verziert, die selbst mit viel gutem Willen nur noch mit einer Burka zu verhüllen sind. Nein, ich glaube nicht, dass muslimische Frauen deshalb ihren Körper verhüllen.

Neu ist das nachrennen von Modetrends allerdings nicht. So lautet eine Zeile aus Erich Kästners Gedicht "Sogenannte Klassefrauen" von 1930:

Wenn es Mode wird, die Brust zu färben
oder - falls man die nicht hat - den Bauch...
... tun sie's auch.

Brust färben kann man wohl getrost mit tätowieren gleich setzen. Heute wird allerdings fast jede Körperstelle mit Nadel und Tinte "geschmückt" - und das völlig unabhängig vom Geschlecht und (fast) in jedem Alter.

Ich höre schon die Protestrufe: "Das ist doch Privatsache, da hat sich niemand einzumischen". Stimmt! Meinen Unmut über Tattos darf ich aber genauso laut äußern, wie den über die ungepflegten nackte Füße in Latschen meins Gegenüber beim Nobel-Italiener.

Mein Tipp: Nicht jede Mode (siehe Kästner) sollte jeder unreflektiert mitmachen. Manchmal ist weniger (ein kleines Tattoo auf der Po-Backe oder dem Schulterblatt) mehr. Allen nicht dauerhaft geschmückten wünsche ich, dass sie lange Freude an ihrem Körperschmuck haben. Ich werde dessen Anblick nur in Ausnahmefällen genießen.

 


Veröffentlicht am: 21.08.2011

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