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Harff trifft: Tanja Ritter von "Rach-getestet"

Der Koch und Buchautor Christian Rach (53), bekannt durch seine TV-Sendung „Rach – der Restauranttester“, vergibt seit Anfang des Jahres Qualitäts-Siegel "Rach-getestet" für ausgewählte Lebensmittel, die durch Geschmack und Qualität überzeugen. Ziel des gebürtigen Saarländers ist es, die Verbraucher beim Einkauf gesunder Lebensmittel zu unterstützen. Die wissenschaftliche Analyse hat das SGS Institut Fresenius übernommen.

genussmaenner.de-Chefredakteur Helmut Harff sprach mit Tanja Ritter. Sie ist Geschäftspartnerin von Christian Rach.

Wie viele Produkte wurden bisher getestet und wie viele sind durchgefallen? Wieso werden die durchgefallenen Produkte nicht auch genannt?
Tanja Ritter:
Alle unserer "Rach-getestet"-Produkte finden Sie auf unserer Internetseite www.christianrach.de. Natürlich wurden im Geschmackstest durch  Herrn Rach und sein Team und auch bei SGS Institut Fresenius um ein Vielfaches mehr an Produkten getestet, aber viele hielten 1. dem Geschmackstest oder aber 2. dem Labortest nicht stand. Christian Rach geht es um das positive Herausstellen von Produkten, nicht ums Anprangern.

Kann jeder Bürger Produkte zum Test vorschlagen?
Tanja Ritter:
Gern, wir haben auch schon auf unserer "Rach-getestet"-Facebookseite dazu aufgerufen, uns Testprodukte zu nennen, und wir bekommen auch per Email regelmäßig Vorschläge von den Verbrauchern.

Nach welchen Kriterien werden Produkte für einen Test ausgewählt?
Tanja Ritter:
Tatsächlich entstand die Idee zu „Rach-getestet“, weil Herr Rach bemerkt hat, dass immer, wenn er einkauft, die Menschen ganz genau hinschauen, was in seinem Einkaufskorb landet. Parallel wissen wir alle um die Verunsicherung der Verbraucher bei Lebensmittelprodukten. Hier will er mit seinem Siegel eine Hilfestellung/Orientierung  geben. Die „Rach-getestet“-Produkte sind Produkte des Alltags, die eine Lebenswirklichkeit der meisten Menschen widerspiegelt. Christian Rach und sein Team aus Freunden wählen Produkte derselben Kategorie aus den Verbrauchermärkten aus, die von den Inhaltsstoffen her vergleichbar sind (z.B. Tomatensaucen). Voraussetzung ist, dass sie für alle Verbraucher leicht erhältlich sind. Zuallererst ist für Herrn Rach wichtig: der Geschmack. Das allein reicht ihm nicht als Kriterium, wichtig ist auch, ob Konservierungsstoffe, chemische Zusätze, Geschmacksverstärker und Farbstoffe enthalten sind.

Zusätzlich ist es ihm wichtig, Hinweise zu geben, dass Produkte nicht zuviel Zucker, Salze oder Fette enthalten sollen. Allerdings darf auch einmal zum Beispiel eine Pizza ein „Rach-getestet“-Produkt werden, dann aber mit seinem persönlichen Hinweis versehen, dass diese Art von Lebensmitteln nicht jeden Tag auf den Speiseplan gehören.. Da Herr Rach kein Lebensmittelchemiker ist, lässt er die von ihm vorausgewählten Produkte im Labor von SGS Institut Fresenius untersuchen. Erst wenn das Produkt den Überprüfungen von SGS Institut Fresenius standgehalten hat, erhält es das „Rach-getestet“-Siegel.

Getestet und gesiegelt wurde Apfelmus von Sonnen Bassermann. Kann der Verbraucher damit sicher sein, dass er ein Produkt kauft, dass nur aus Äpfel und Zucker besteht oder wird mit dem Siegel nur bestätigt, dass die Angaben auf dem Glas dem Inhalt entsprechen?
Tanja Ritter:
SGS Institut Fresenius führt in seinen Labors für jedes „Rach-getestet“-Produkt ein einmaliges, umfassendes Prüfverfahren durch. Zuerst erfolgt ein  anonymer, unangekündigter Einkauf der entsprechenden Produkte direkt im Supermarkt - sogenanntes Mystery Shopping - und der Versand in ein SGS Institut Fresenius Labor. Dort findet ein Sensorik-Test der anonymisierten Produkte - Prüfung von Aussehen, Geruch und Geschmack des Produkts mit den menschlichen Sinnen - statt, um eventuelle Abweichungen herauszufinden und damit Fehler im Herstellungs- oder Lagerungsprozess aufzudecken. Dem folgt eine Nährwertanalyse. Überprüft wird der auf der Verpackung angegebenen Gehalt an Zucker, Kohlenhydraten, Fetten etc. und die Überprüfung des Gesamtbrennwerts. Der nächste Schritt ist eine Schadstoffanalyse. Das ist eine chemische Analyse auf produktrelevante Rückstände, Schadstoffe und Kontaminante, wie beispielsweise Pestizide, Dioxine, Schwermetalle und Pilzgifte. Daraufhin erfolgt die mikrobiologische Untersuchung auf produktrelevante, gegebenenfalls krankmachende Keime wie zum Beispiel E.coli, Salmonellen, Schimmelpilze. Schlussendlich wird die Deklaration unter die Lupe genommen. Sind auf der Verpackung besondere Produkteigenschaften und Sonderauslobungen angegeben, werden auch diese überprüft – zum Beispiel ob das Produkt frei von Geschmacksverstärkern, künstlichen Farb- und Aromastoffen, Gluten oder Laktose ist. Die Prüfpläne für jedes Rach-getestet-Produkt sind im Internet abrufbar unter http://www.qualitaetssiegel.net/de/verbraucher/rach_getestet

Die von den Experten von SGS Institut Fresenius festgelegten Bestimmungsgrenzen liegen in der Regel weit unter den gesetzlich festgelegten Höchstgehalten. Diese werden nicht pauschal festgelegt, sondern es wird für jedes Pestizid, Schwermetall, etc. eine Bestimmungsgrenze, unter Berücksichtigung der analytischen Möglichkeiten, ermittelt.
 
Müssen die Unternehmen - wie zumeist üblich - für das Siegel "Rach getestet" etwas Zahlen und wenn ja wie viel?
Tanja Ritter:
Die Unternehmen zahlen nichts für diese Tests, im Gegenteil, es wird ohne das Wissen der Hersteller getestet. Die Tests kosten tatsächlich viel Zeit und Geld, aber Herrn Rach und seinem Team und auch SGS Institut Fresenius ist es der Einsatz für die gute Sache Wert. Recht geben ihm das überwältigende Interesse und das durchweg positive Feedback der Verbraucher. Jeden Tag sind es zehntausende von Besuchern, die sich auf der Seite www.christianrach.de über die neuesten „Rach-getestet“-Produkte informieren. Und besonders nach der Ausstrahlung der Sendung auf RTL am 21.2.2011 wurde deutlich, wie sehr der Verbraucher auf diese Art von Hilfestellung gewartet hat. Hunderttausende haben nach der Sendung versucht, die Seite www.christianrach.de zu besuchen. Der Andrang war so gewaltig, dass der Server über Tage komplett zusammengebrochen ist.
 
Werden die Produkte in Abständen immer wieder getestet und wie lange gilt ein vergebenes Siegel?
Tanja Ritter:
Ja, wir haben uns vorgenommen, die Qualität unserer „Rach-getestet“-Produkte im Auge zu behalten. Einerseits durch den Kontakt mit den Herstellern, die wir um Information bitten, sollte sich an der Zusammensetzung ihrer Produkte etwas ändern. Viel besser aber funktioniert die Qualitätskontrolle durch den Verbraucher. Z.B. wurde von uns schon einem Produkt nachträglich das „Rach-getestet“-Siegel wieder entzogen, weil wir aufgrund von Hinweisen der Käufer Qualitätsunterschiede feststellen mussten.... also, wir bleiben dran!

 


Veröffentlicht am: 23.08.2011

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