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Harff trifft: Michael Strempel – Südtiroler Starkoch

Wer in Südtirol mit seiner Art zu kochen überzeugen kann, beherrscht sein Handwerk. Wer gar von einer alteingesessenen Familie aus dem für seine gute Küche bekannten deutschsprachigen Teil Italiens eingeladen wird, das Zepter in der Küche zu schwingen, muss ein Meister sein. Wer dann auch noch im einzigen 5-Sternehaus des Ahrntals – dem Alpenpalace - als Chef de Cousine am Herd steht, gehört zur Elite der Kochzunft. Ein solcher Koch ist Michael Strempel.

genussmaenner.de-Chefredakteur Helmut Harff sprach mit dem 42jährigen Küchenchef des „Alpenpalace******“.

Herr Strempel, Sie klingen nicht wie ein gebürtiger Südtiroler, eher wie ein gebürtiger Berliner. Was verschlägt einen Landsmann in das Ahrntal?
Michael Strempel:
Stimmt, ich bin Berliner, aber gern hier in Südtirol, im Alpenpalace. Wie ich hier her kam, das ist eine typische Kochgeschichte.

Wie geht die?
Michael Strempel:
Ich habe im Berliner Hotel Adlon gekocht. Von dort bin ich ins Four Seasons, ebenfalls in Berlin, gewechselt. Meine nächste Station war Zingst an der Ostsee. Ich muss sagen, dass ich mich nie irgendwo selber beworben habe. Ich bin immer empfohlen worden. Meinen Posten als Küchenchef im Alpenpalace verdanke ich beispielsweise einem Wellness-Ausstatter.

Das ist die Geschichte des Kochs Michael Strempel. Gibt es auch die des Familienvaters?

Michael Strempel:
Ja, meine Frau ist die Chefin der Rezeption des Hotels. Unser Sohn geht hier in die Schule. Wir fühlen uns, um es auf berlinerisch zu sagen, hier sauwohl. Meine Frau und ich haben tolle Jobs, unser Sohn geht in einer Klasse mit sehr wenigen Kindern und vielen Lehrern und er wächst dreisprachig auf. Wir haben ein tolle Natur vor der Tür. Wir sind viel in der Natur, ich gehe gern Fliegenfischen. Insgesamt ist es hier im Ahrntal deutlich ruhiger als in Berlin. Das ist auch gut für unseren Jungen.

Sie haben in Hotels wie dem Four Seasons gearbeitet, dass zu einer Kette gehört und sind jetzt in einem familiengeführten Hotel tätig. Gibt es da für Sie gravierende Unterschiede?
Michael Strempel:
Ganz klar gibt es deutliche Unterschiede. Die Familie Mairhofer und allen voran Jonas Mairhofer als Chef des Alpenpalce sind sehr eng mit ihrem Haus verbunden. Die Familie lebt mit und für das Hotel. Das färbt auch auf den Umgang mit den Mitarbeitern ab. Davon profitiert wiederum der Gast. Er wird hier auf ganz besondere Art und Weise umsorgt. Für mich ist besonders wichtig, dass ich in der Küche frei Hand habe und die Entscheidungswege sehr kurz sind. Muss ich in den großen Häusern für vieles erst Anträge stellen, reicht hier oft ein Gespräch und ich kann ein neues Gerät für die Küche oder neues Geschirr bestellen.

Kannten Sie die italienische Küche vor Ihrem Umzug in die Alpen?
Michael Strempel:
Ehrlich? Nein, ich kannte die Italiener und ihre Essweise nicht. So lernte ich schnell, dass man hier Räucherfisch nicht mag und immer Pasta auf der Karte stehen muss.

Das Alpenpalace ist ein ausgewiesenes Wellnesshotel. Das spiegelt sich auch in der Karte wieder. Wie würden Sie Ihre Küche beschreiben?
Michael Strempel:
Als eine moderne Küche, die auf regionalen Produkten und regionalen Rezepturen beruht. Es kommen sehr viele saisonale Produkte zum Einsatz. Das sind neben Kalb und Rind auch Forelle und Esche. Wobei letzterer Fisch recht schwer zu bekommen ist.

Wie schlägt sich der regionale Einschlag auf der Karte nieder?
Michael Strempel:
Wir haben immer Knödel auf der Karte. Es gibt verschiedene Themenabende mit regionaler Küche, so unseren bei den Gästen sehr beliebten Tiroler Abend. Was die Küche im Wellnesshotel Alpenpalce so besonders macht, ist der Einsatz von Kräutern hier aus dem Ahrntal. Wir beziehen unsere Kräuter beispielsweise von einem Biobauernhof, der direkt gegenüber dem Hotel liegt. Von dort kommen übrigens auch die Kräuter, die im Wellnessbereich des Hotels zur Anwendung kommen.

Wie experimentierfreudig kann man als Koch im Alpenpalace sein?
Michael Strempel:
Man kann, wenn man die Vorlieben der Gäste beachtet. Die Schweizer und die Deutschen sind sehr offen für Experimente am Herd. Das gilt ebenfalls für die Südtiroler. Die sind wirklich interessiert an Neuem aus der Küche. Die Italiener sind keine Freunde davon.

Sie sind Küchenchef im einzigen 5-Sternehotels des Ahrntals, dass zu den 25 Best-Wellness-Hotels gehört. Sind der Hauben oder Sterne ein Ziel?
Michael Strempel:
Sicherlich würde ich mich über diese Form der Anerkennung meiner Arbeit und der meine Mitarbeiter freuen. Doch entsprechenden Duck gibt es weder von Herrn Mairhofer, noch mach ich mir den. Wir in der Küche, zur Zeit stehen dort fünf Köche am Herd, haben Spaß bei der Arbeit. Das soll auch so bleiben. Immer darauf aus zu sein, da könnte ein Tester im Restaurant sitzen, verhindert, dass man Spaß an der Arbeit hat und vor allem an den Gast und dessen Wohlbefinden im Auge hat. Genau das ist aber unser tägliches Ziel.

 


Veröffentlicht am: 20.09.2011

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