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Egal ob's regnet oder schneit...

Der Cyclocross-Sport (in Deutschland auch „Querfeldein“ genannt; intl. Abk. „CX“) gehört zu den ältesten Radsportarten – schon um 1900 begannen Rennradfahrer winters zum Formaufbau im Gelände zu trainieren. Die Sportart erfreut sich in den letzten Jahren stark zunehmender Beliebtheit, nachdem sie in den Neunzigerjahren durch die Popularität des Mountainbikes zurückstecken musste.

Zu den großen Nationen des Sports zählen Frankreich, Belgien, Tschechien, die Schweiz und die USA. „Dort hat sich jüngst sogar eine sehr lebendige Cross-Szene entwickelt – die Rennen gleichen nicht selten ausgelassenen Volksfesten,“ weiß Oliver Keßler vom US-Hersteller Feltwww.feltbicycles.com.

 Crossrennen sind meist kurze, schnelle Rundkurse (Strecke 1-3 km, Gesamtdauer max. 1 h), oft mit reichlich Schlamm. Künstliche Hindernisse und steile Lauf- bzw. Tragepassagen erfordern neben fahrerischem Können eine ausgefeilte Technik des Ab-und Aufsteigens sowie Tragens des Rades. Aufgrund des meist starken Schmutzes stellen die Rennen eine besondere Attraktion fürs Publikum dar und extreme Ansprüche ans Material. Der von der internationalen Radsportvereinigung UCI organisierte Weltcup findet jährlich von September bis Januar statt.
 
Cyclocrossräder sind (verkürzt ausgedrückt) den Geländeanforderungen angepasste Rennräder. Offensichtlichster Unterschied zu Rennern sind die Reifen, sie sind deutlich breiter, profiliert und werden mit weit weniger Luftdruck gefahren. Während im Rennen (u. a. aus Gewichtsgründen) durchgehend auf Schlauchreifen gesetzt wird, werden im Training und von Amateuren meist herkömmliche Drahtreifen verwendet. Das Angebot wächst 2012 deutlich: Schwalbe bietet z. B. den Racing Ralph in vielen Varianten an (Drahtreifen ab 30,90 Euro, handgemachter Schlauchreifen 84,90 Euro). Zweitens verfügen Crossräder traditionell über weit auseinander stehende Cantilever-Bremsen wie z. B. Avid Shorty Ultimate (www.sram.com, 107 Euro pro Bremse), die das Blockieren der Räder durch starke Verschmutzung verhindern. Den Rennrädern gleich ist die Felgengröße, das Fehlen von Federung und der typische Rennlenker.
 
Reine Sportgeräte der Gattung sind auf Gewicht und Handling optimiert. Ein solches Rad aus dem deutschen Rennzirkus 2011 ist das Haibike Noon RX (2.699 Euro) – gleich zwei Damen starten mit dem Rad in der Deutschen Meisterschaft: Sabine Spitz (Vizeweltmeisterin 2005) und die deutsche Vizemeisterin 2010, Lisa Brandau.
 
Scheibenbremsen sind bei Mountainbikes schon lange etabliert, im Cross-Sport erst seit der Saison 2010/2011 von der UCI offiziell zugelassen. In Amerika ziehen die Hersteller mit dem 2012er Produktjahr nach: Felt z. B. bringt in den Staaten das Modell F65X – mit Aluminiumrahmen und mechanischen Scheibenbremsen Avid BB7. Dazu Oliver Keßler: „In Deutschland ist die Nachfrage nach mechanischen Discs erstaunlicherweise verschwindend gering. Der Markt wartet auf hydraulische Systeme – wir sind vorbereitet.“ An Renn- und Crossrädern werden integrierte Schalt-Bremshebel verwendet, die es bisher nur für mechanische Bremsen gibt. Hydraulik-Systeme werden für die Saison 2012/2013 erwartet.
 
Der Begriff „Crossbike“ wird übrigens in der Fahrradtypenkunde zweifach verwendet. Gegenüber dem Cyclocross-Rad hat es sich in den letzten 15 Jahren etabliert, mit dem Begriff „Crossrad“ auch reduzierte Trekkingräder zu bezeichnen. Sie sind mit Mountainbike-Komponenten, geradem Lenker und Federung ausgestattet und auch von der Rahmengeometrie darauf ausgelegt. Exemplarisch für diese Gattung steht das Modell Icona Pro von Hercules (999 Euro).
 
Natürlich beschränkt sich die Einsetzbarkeit der Cyclocross-Räder nicht nur auf den Rennzirkus in widrigstem Winterwetter, auch im Rest des Jahres kommt man mit den schnellen Bikes in gemäßigterem Gelände voll auf seine Kosten. Parallel zum Technologiefortschritt der letzten Jahre (Carbon, Auswahl an Schaltung, Scheibenbremse) zeichnet sich auch ein Cross-Trend abseits des Sports ab. Denn immer mehr „Crosser“ werden angesichts ihrer Vielseitigkeit gekauft. Ob als leichtes Reiserad, sportlicher Alltagsbegleiter oder wetterfestes Trainingsfahrzeug – optionale Schutzbleche, Gepäckträger und Lichtanlage in Verbindung mit der Rennrad-typischen Körperhaltung stellen für viele Enthusiasten „das eine Rad für die Insel“ dar.

 


Veröffentlicht am: 25.10.2011

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