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Aufgespießt: Wie einst bei Oma

(Helmut Harff / Chefredakteur) Vor einigen Tagen hörte ich auf Deutschland Radio Kultur das "Wort zum Tage". Ein Pastorin wollte den Zuhörern ins Gewissen reden. Es ging einmal wieder um die Folgen von Massentierhaltung. Sie verwies darauf, dass man zu Omas Zeiten auch nicht jeden Tag Fleisch gegessen hat.

Das mag stimmen oder auch nicht, Doch war es damals - so vor 50 Jahren - etwa besser als heute? Damals gab es noch keine Massentierhaltung und damit keine Schweine und Rinder, die der dritten Welt Weizen, Mais und Soja weg fraßen. Doch gab es deshalb weniger Hunger in der Welt? Nicht das ich mich erinnere. Ich erinnere mich aber, dass in der DDR Fleisch und Wurst noch rationiert war und das man in weiten Teilen Europas nicht ausreichend zu essen hatte. Das (West-)Deutsche Wirtschaftswunder mit einhergehender Völlerei war eben regional sehr begrenzt.

Doch zurück zu Omas "guten" Zeiten. Damals heizten die meisten Deutschen (meine Ost-Oma nicht) noch mit Kohle. Gebadet wurde einmal die Woche (Freitag war Badetag) und nicht jeder bekam frisches Badewasser. Die Wäsche wurde noch in der Waschküche gewaschen und dann gemangelt. Nichts mit Waschmaschine. Telefon hatten damals so viele Menschen wie heute einen Porsche und Fernseher waren noch seltener. Das nicht jeden Tag Fleisch auf den Tisch kam, lag übrigens nicht nur am Mangel oder am hohen Preis. Man konnte es schlicht nicht lagern. Die Kühlschränke wurden zumeist mit Eis "betrieben", die zur Freude von uns Kindern einmal die Woche der Eismann brachte.

Es gab zu Omas Zeiten auch kein Fastfood. Wozu auch, die Frauen waren zuhause und kochten immer frisch. Viele Frauen brachten im "Henkelmann" (bitte googeln) ihrem Mann das Mittag. Kantinen, die nach Ernährungsplänen Schnitzel und Pommes rot/weiß zubereiteten waren ebenso Mangelware wie die Imbissbude um die Ecke. Ob sich Frau Pastorin diese Zeiten zurück wünscht?

Mein Tipp: Wer alten Zeiten nachtrauert, sollte die Dinge immer im Zusammenhang sehen. Doch in einem gebe ich der Gottesfrau recht: Ein Tag ohne Fleisch und Wurst - warum nicht der kirchlich vorgeprägte Freitag - in der Woche würde uns und unserer Gesundheit sicherlich gut tun. Noch besser, wenn wir an diesem Tag auch auf Tabak und Alkohol verzichten. Es gibt ja noch mehr Dinge, die Vergnügen machen. Und, an den restlichen Tagen schmeckt dann das Steak, die Zigarre oder das Glas Wein umso besser.

 


Veröffentlicht am: 14.11.2011

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