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27.05.2017

 

 

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Das Fahrrad im Flugzeug

Will man ein Fahrrad im Flugzeug transportieren, sollte man sich zunächst mit den Beförderungsbestimmungen der Airlines bekannt machen. Sowohl für das zulässige Maximalgewicht als auch die Verpackungsart gibt es je nach Fluggesellschaft unterschiedliche Regelungen. Der Fahrradtransport per Flugzeug kostet meistens einen Aufpreis.
 
Ohne Luft in den Luftraum?


Immer wieder wird die Frage gestellt, ob für den Transport im Flugzeug die Luft aus den Reifen des Rades gelassen werden muss. Schließlich kennt jeder das Knacken im Ohr bei Start und Landung, das durch leichte Druckunterschiede hervorgerufen wird. „In modernen Verkehrsflugzeugen wird der Kabinendruck auch im Gepäckraum aufrecht erhalten. Überschreitet man nicht den empfohlenen Maximaldruck, muss man keine Luft ablassen. Außerdem sind die Felgen mit Luft in den Reifen besser vor Beschädigungen geschützt,“ erklärt Doris Klytta vom Reifenhersteller Schwalbe.
 
Mit dem Reiserad nach Patagonien

Je nach Fahrradtyp sollte die Verpackung gewählt werden. Geht es mit einem robusten Reiserad um die halbe Welt, empfiehlt sich eine Teilverpackung. Hierbei wird der Lenker in Fahrtrichtung gedreht, die Pedale demontiert und die Rahmenrohre gepolstert. Eine Pappverkleidung, die sich leicht aus einem Fahrradkarton herstellen lässt, wird nun übergestülpt und das Fahrrad bleibt rollfähig. „Dadurch wird das Rad bei der Verladung geschoben und nicht mit allen anderen Gepäckstücken auf einen Gepäckanhänger verladen,“ sagt Anke Namendorf vom Hersteller Koga. Ein weiterer Vorteil der Teilverpackung: Schutzbleche und Gepäckträger müssen nicht demontiert werden.
 
Mit dem Rennrad nach Mallorca

Wintertraining auf der Urlaubsinsel ist unter Rennradfahrern beliebt, um sich auf die kommende Saison vorzubereiten. Doch moderne Rennräder mit Carbonrahmen sind auf Leichtigkeit, Steifigkeit und radtypische Belastungen optimiert. Auf Druck und Schläge reagieren sie empfindlich, darum sollte man sie komplett verpacken. Hierzu werden Laufräder, Lenker und Pedale demontiert und in einem handelsüblichen Radtransportkoffer verpackt. Auch ein Radtransportkarton, mit dem Fahrradhändler beliefert werden, lässt sich hier gut nutzen. „Besonders wichtig sind gute Polsterung und Abstandshalter zwischen den Ausfallenden. Denn Flughafenmitarbeiter gehen mit Gepäckstücken nicht immer vorsichtig um“ weiß Oliver Keßler vom Rennradspezialisten Felt. Für CO2-Kartuschen, mit denen Rennfahrer ihre Reifen im Pannenfall schnell wieder aufpumpen, gibt es je nach Airline unterschiedliche Bestimmungen. Ob man sie im Flieger mitnehmen darf, sollte man vor der Reise klären. Auf keinen Fall gehören sie ins Handgepäck.
 
Mit dem Mountainbike nach Lanzarote

Immer mehr Mountainbiker entdecken die Trailparadiese in der Ferne. Voll gefederte Bikes haben mehrere Federelemente, die mit bis zu 15 bar Luftdruck betrieben werden. Laut Auskunft der Lufthansa müssen auch diese Bauteile für den Flug nicht entlüftet werden, es bestehe keine Beschädigungsgefahr. Mountainbikes mit ihrer empfindlichen Technik werden am besten vollständig verpackt und gut gepolstert. „Bei der Entwicklung von wettkampftauglichen Carbon-Mountainbikes wie unserem neuen Heet RC, geht es uns um Geometrie, Vortrieb und geringes Gewicht.  Die Reserven für rüde Behandlung beim Fluggtransport sind geringer als bei einfachen MTBs aus Stahl oder Aluminium“, erklärt Christian Malik von Haibike. Er empfiehlt spezielle Hartschalenkoffer mit guter Polsterung.
 
Mit dem Tandem quer durch Kanada

Wer mit dem Tandem fliegen möchte, muss sich auf besondere Beförderungsentgelte einrichten. Denn die schnellen Mehrsitzer haben Überlänge, was sich die Airlines unter Umständen bezahlen lassen. Es sei denn, das Tandem ist mit den praktischen S&S-Kupplungen ausgerüstet, wie sie etwa der Tandemspezialist Santana als Option bei allen Modellen anbietet (Kompletträder ab 5.700 Euro). Hier wird der Rahmen an speziellen Kupplungspunkten zerlegt, das gesamte Fahrrad hat in einem Transportkoffer der Größe 84x70x40 cm Platz. Vorgeformte Schaumstoffelemente nehmen alle Bauteile passgenau und sicher auf. Somit ist, abhängig vom Gesamtgewicht, nur der normale Fahrradpreis der Fluggesellschaft zu entrichten. Geübte Schrauber benötigen für die Montage am Zielort ca. 30 Minuten, schon kann's zu zweit auf Tour gehen.
 
Mit dem Faltrad zum Big Ben

Auch Falträder erfreuen sich wachsender Beliebtheit, weil sie multifunktionale Helfer im Alltag sind. Doch führt die nächste Dienstreise per Flugzeug nach London, steht man auch mit den kleinen Faltern vor einem Verpackungsproblem. Der Darmstädter Hersteller riese & müller hat für sein Modell Birdy jedoch Zubehör im Programm, das den Lufttransport erleichtert. Ein Transportkoffer mit Rädern und den Abmessungen 86x86x40 cm wird oft als normales Gepäck anerkannt und spart den Aufpreis für den Radtransport. Mittels eines optional erhältlichen Anhängerkits und einer Kupplung wird der leere Transportkoffer zum Anhänger (ca. 540 Euro).

Kleine Helfer für die Reise

Wenn auch die Luft nicht aus den Reifen abgelassen werden muss, sollte man für den Pannenfall oder die Anpassung an Tour und Gelände auf jeden Fall eine Pumpe mit in den Urlaub nehmen. Dazu eignen sich am besten Multifunktionsmodelle wie die Blackburn Airstik Longneck Evo (34,95 Euro). Die Pumpe lässt sich klassisch am Ventil ansetzen, durch einen ausklappbaren Ventilschutz als Fußraste ist sie aber auch als kleine Standpumpe zu benutzen. Außerdem kann sie entweder mit hohem Volumen oder mit hohem Druck pumpen, was den Einsatz an Rennrad und Mountainbike bedeutend erleichtert. Auch ein Werkzeug, um das demontierte Rad zusammen zu setzen, darf auf Reisen nicht fehlen. Sogenannte Minitools wie die MTB-3 Micro Tool Box von Park Tool (29,95 Euro) bieten von Inbus-, Torx-, Speichen- und Ringschlüssel über Pedalwerkzeug bis hin zu Minisäge und Flaschenöffner alle Funktionen, die man im Fall der Fälle unterwegs benötigt. Doch Vorsicht: Solche Werkzeuge dürfen nicht im Handgepäck transportiert werden
 
Elektrisch fliegen?

Wer mit dem E-Bike fliegen will, sollte sich folgender Punkte bewusst sein: Die Lithium-Ionen-Akkus, mit denen E-Bikes betrieben werden, gelten als Gefahrgut. Die meisten Fluglinien verweigern die Mitnahme oder verlangen spezielle Verpackungen. Auch überschreiten verpackte Pedelecs oft die Gewichtslimits der Fluglinien. Zu guter Letzt ist nicht selten unklar, ob das Ladegerät sicher im Stromsystem am Zielort funktioniert. „Auf mein eigenes Rennrad möchte ich auf Mallorca nicht verzichten, beim E-Bike würde ich eher ein Mietrad vor Ort empfehlen“, rät Gunnar Fehlau, Leiter des pressedienst-fahrrad und mit Peter Barzel Autor des Buches „Das E-Bike“.

 


Veröffentlicht am: 26.11.2011

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