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25.06.2017

 

 

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Im Gespräch: Albert Herresthal - vivavelo-Initiator

Vom 27. bis 28. Februar 2012 findet der 2. vivavelo Kongress der Fahrradbranche in Berlin statt – wieder auf politischem Terrain, nämlich in der Landesvertretung von NRW beim Bund im Botschaftsviertel unweit des Potsdamer Platzes. Im Mittelpunkt des Kongresses stehen Zukunftsfragen der Fahrradwirtschaft, aber auch die Begegnung mit der Politik. Fast 300 Teilnehmer werden bei dem Treffen erwartet.

Der pressedienst-fahrrad sprach mit vivavelo-Initiator Albert Herresthal.
 
Das Fahrrad hat Rückenwind, Pedelecs sind in aller Munde, wofür braucht es den vivavelo-Kongress?
Albert Herresthal:
Die Präsenz des Fahrrades in der Öffentlichkeit und der vivavelo-Kongress stehen in keinem entweder-oder-Verhältnis. Sie ziehen am gleichen Strang und mit vivavelo wollen wir die Dynamik noch verstärken: Innerhalb der Fahrradwirtschaft gibt es ohnehin genügend Themen, über die wir uns informieren und austauschen sollten. Und auf der politischen Ebene: Das Fahrrad und Radfahren ist eine bedeutende gesellschaftliche Ressource. Sie rückt zwar zunehmend ins Blickfeld der Öffentlichkeit, das politische System und die Verantwortlichen in Verwaltung und Ämtern sind aber oft noch unsicher, wie sie die Möglichkeiten des Fahrrades für ihren Verantwortungsbereich urbar machen können. vivavelo ist dafür eine Bindeglied.
 
Klingt ja doch etwas theoretisch und verkopft?
Albert Herresthal:
Mag sein, aber das wandelt sich, sobald man konkret darüber nachdenkt. Je mehr Leute ihre Mobilität mit dem Rad erledigen, desto größer der Nutzen auch für die Gesellschaft. Wir aktive Fahrradfahrer haben uns an viele Unannehmlichkeiten gewöhnt, die für den Rest der Bevölkerung das Fahrradfahren unmöglich erscheinen lassen. Wir als Fahrradbranche haben in den vergangenen Jahren die Fahrradtechnik und den Service so weit verbessert, dass wir mit Fug und Recht sagen können: Es gibt für jeden Zweck ein solide funktionierendes Fahrrad und das entsprechende Zubehör. Der Erfolg des Fahrrades und damit von uns als Branche hängt also nicht von der Technik an sich ab, sondern von den Rahmenbedingungen. Hier setzt vivavelo an, wir möchten dem Fahrrad und der Branche den Weg Richtung Politik und Verwaltung ebnen, den Austausch und das Verständnis für einander fördern.
 
Wer versteht denn mehr vom Thema des jeweils Anderen; die Politik vom Rad, oder die Fahrradbranche von der Politik?
Albert Herresthal:
Wir sind hier nicht auf der Rennstrecke. Wer mehr von etwas versteht ist nicht die Frage und vivavelo nicht das Spielfeld für einen solchen Wettstreit. Entscheidend ist doch die Frage: Versteht die Politik genug vom Fahrrad und hat die Branche ein ausreichendes Verständnis von den Prozessen politischer Interessenvermittlung. In beiden Fällen sind, wie man neudeutsch sagen könnte, regelmäßige Updates notwendig. Das erklärt übrigens auch den Zweijahrestakt von vivavelo. Was ist nicht alles alleine bei der Fahrradtechnik in den letzten zwei Jahren passiert, wie hat sich die Wahrnehmung des Fahrrades verändert, wie viele Städter stiegen in dieser Zeit erstmals regelmäßig auf Rad? Das alles verändert die Ansprüche des (radelnden) Bürgers an seine Stadt/Gesellschaft. Dies soll die Politik nicht alleine durch sensationsgierende Meldungen der Revolverpresse mitbekommen, sondern aus erster Hand direkt von der Branche erfahren, wie sich Radfahren verändert. Und umgekehrt hat die Branche ein vitales Interesse zu erfahren, wie unsere Themen politisches Oberwasser bekommen können. Austausch und Information sind auch hier Trumpf. vivavelo ist die Plattform genau dafür.
 
Wie stellt man für einen solch hohen Anspruch ein Kongress-Programm zusammen?
Albert Herresthal:
Zuerst einmal ist es gut, dass der Anspruch so hoch ist. Das setzt Kreativität frei, zieht andere Akteure an und sichert letztlich dadurch die Qualität der Veranstaltung. Der Schlüssel zum Programm ist wieder einmal die Kommunikation. Die vivavelo-Macher sind tief in der Fahrradbranche verwurzelt und als Fahrradexperten in der Politik und Verwaltung etabliert und mehr als respektiert. Wir können mit beiden Systemen auf Augenhöhe sprechen. So entstehen vertrauensvolle Gespräche, die Wünsche und Defizite gleichermaßen offenlegen. Das Programm leitet sich daraus ab. Es gibt Vorträge eher für die Branche, andere eher für Politiker und das Gros ist sicher für alle relevant.
 
Welcher Programmpunkt ist Ihr Favorit?
Albert Herresthal:
Keine einfache Frage. Sicher habe ich Vorträge, deren Themen mich persönlich besonders ansprechen. Am spannendsten finde ich allerdings jene Veranstaltungen, die zu Diskussionen führen, die Meinungen zusammenbringen, die Unterschiede und Gemeinsamkeiten herausarbeiten; kurz: die den Austausch fördern. Ich erwarte mir da vor allem von dem Vortrag „Radverkehr² – Vision, Strategie, Konzept“ wichtige Impulse für die Fahrradbranche. Das „Podium Sicherheit“ ist mir hingegen wichtig, weil wir als Fahrradwelt dem politischen System endlich die richtigen Argumente statt Stammtischparolen vermitteln müssen. Auch hier wird es sehr aufregend werden, zu sehen, ob vivavelo wieder seine Induktionsaufgabe übernehmen wird.
 
Abschließend: Wie sind die Rückmeldungen aus der Branche und aus der Politk?
Albert Herresthal:
Da sind wir sehr angetan. Sowohl Fahrradwelt als auch Politik haben vivavelo als das erkannt, was vivavelo sein möchte: eine Plattform für qualifizierte Information und informellen Austausch. Das erkennt man auch daran, dass wir das Programm gegenüber 2010 ausweiten mussten, denn immer mehr Referenten wollten vivavelo 2012 für ihre Botschaften nutzen.

Quelle: pressedienst-fahrrad

 


Veröffentlicht am: 23.01.2012

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