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Aufgespießt: Geschenkemarathon

(Helmut Harff / Chefredakteur) Seit Monaten laufen in der Redaktion Meldungen zu den innovativen, besonderen, besonders tollen, ungewöhnlichen und sonst was für Geschenken ein. Das hört augenscheinlich nicht auf. Bei der Veröffentlichung einer solchen Meldung überlegte ich, seit wann das so geht.

Ein Rückblick zeigte: Ab September 2011. Da kamen die ersten Vorschläge für Nikolaus- und Weihnachtsgeschenke. Kaum waren die durch, ging es um Mitbringsel zur Silvesterparty. Es folgten die Tipps für Geschenke zum Valentinstag. Aktuell steht der Frauentag, der Männertag, Ostern und der Frauentag im Fokus der Geschenke-Industrie.

Was ist das für ein irrsinniger Geschenke-Marathon, dem wir uns da aussetzten? Sicherlich leben Hunderttausende in Deutschland und Millionen in Billiglohnländern wie China und Vietnam von dem Geschenke-Wahnsinn. Auch wir haben etwas davon: Wir bekommen so Werbeeinnahmen und viele interessante Verlosungsprodukte.

Doch was macht dieser Geschenke-Matrathon mit uns? Wir geben viel Geld für Geschenke aus, über die sich die Beschenkten im besten Fall sogar freuen können. Andererseits bekommen wir viele Geschenke, von denen wir viele nicht wirklich benötigen. Aber die kann man ja weiter verschenken. Das hat wenigstens nicht zur Folge, dass man dafür noch Mehrwertsteuer zahlen muss, denn der Finanzminister ist einer der großen Nutznießer der Geschenke-Austauschaktionen - die da Weihnachten oder Ostern heißen.

Weitere Profiteure von der Geschenke-Schlacht sind Ärzte und Pharmaindustrie, denn Schenken, die Auswahl und der Kauf von Geschenken ist längst zu einer kräfte- und nervenzehrenden Angelegenheit geworden. Ganz abgesehen davon, dass viele Menschen ihr Konto so richtig zum Glühen bringen. Die Banker bedanken sich mit hohen Dispo-Zinsen.

Doch was tun? Sätze wie "Ich muss noch etwas für ... besorgen" sollte man schnell vergessen. Es reicht, wenn man die beschenkt, die einem wirklich etwas bedeuten. Wenn jemand pikiert oder mit Ablehnung reagiert, weil man für ihn nichts "besorgt" hat, dann kann man auf die "Zuneigung" dieser Person wohl verzichten.

Mein Tipp: Will man auf das Schenken nicht verzichten, so kann ja auch Dinge verschenken, die nicht viel kosten, die nicht umzutauschen sind. Sich da etwas auszusuchen, macht Spaß und im besten Fall positiven Stress. Es fördert die eigene Kreativität und vielleicht auch die des Beschenkten. Wenn schon Marathon, dann verschenken Sie doch gemeinsame Trainingsstunden.

 


Veröffentlicht am: 27.02.2012

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