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Aufgespießt: Ausgebrannt

(Helmut Harff / Chefredakteur) Zwei Zahlen, entnommen bei Spiegel online, die aufhorchen lassen: Immer mehr Menschen fallen wegen psychischer Probleme aus dem Job. Im Jahr 2010 ist der Anteil an Arbeitnehmern, die aus Gesundheitsgründen in Rente geschickt werden, auf rund 39 Prozent gestiegen. 2007, vor der Wirtschafts- und Finanzkrise, waren es noch 34 Prozent. Auch die Krankmeldungen nehmen zu. 2010 fielen dadurch insgesamt 1,1 Millionen Erwerbsjahre aus, schätzt die Bundesanstalt für Arbeit. Das führte zu einem Produktionsausfall von etwa 39 Milliarden Euro, die Bruttowertschöpfung der deutschen Volkswirtschaft verringerte sich um rund 68 Milliarden Euro.

Begründet wird diese Entwicklung vor allem mit dem größeren Druck am Arbeitsplatz und der Sorge um diesen. Da ist sicherlich viel dran. Vor allem Menschen in Führungspositionen und solche an anderen Ende der Karriereleiter leiden unter dem, was wir etwas schwammig mit Burn-out umschreiben.

Wer täglich im wahrsten Sinne des Wortes um sein materielles Überleben kämpfen muss, den verlassen häufig die Kräfte. Ähnlich, wenn auch auf anderem materiellen Niveau, geht es den Menschen, die die obere Spitze der Karriereleiter anstreben.

Doch sind es wirklich nur die Umstände, die viele Menschen krank machen? Nein! Krank machen nicht nur die Arbeitsumstände, krank machen auch unsere übertriebenen Ansprüche. Wir wollen immer und überall mithalten, die anderen ausstechen. Da muss es immer das neueste Handy, der noch größere Flatscreen-Bildschirm, die tollen Markenklamotten, der dritte Urlaub oder der neue Wagen sein.

Macht es nicht auch ein kleinerer Wagen? Der steht sowieso meist rum. In den Deutschen Großstädten benötigen viele Menschen überhaupt kein Auto. Wenn doch mal eins benötigt wird, macht es auch ein Taxi oder Mietwagen. Wie ist das mit dem Handy? Wer ist eigentlich so wichtig, ständig erreichbar sein zu müssen? Oder sind die Menschen inzwischen so einsam, dass die einzigen sozialen Kontakte nur noch über das Handy aufrecht erhalten werden können? Doch benötigt man dazu Teile für 200 oder 300 Euro? Sind immer und überall Markenklamotten notwendig? Müssen es immer die neuesten technischen Geräte für das heimische Wohnzimmer sein? Wozu kaufen die Menschen früh für viel Geld einen Cafe to go, während die teure Kaffeemaschine zuhause unbenutzt ihr Dasein fristet?

Warum ich mich das Frage? Wenn wir nicht jedem Trend hinterher hecheln, wenn wir wieder einmal überlegen, was wir wirklich benötigen, wofür wir eigentlich arbeiten gehen wollen, dann wird der selbst gemachte Druck deutlich geringer. Nicht alles haben wollen, macht glücklich, sondern auch an der einen oder anderen Stelle zu verzichten. Es braucht vielleicht etwas mehr Selbstbewusstsein, nicht immer der Leader zu sein.

Mein Tipp: Springen Sie nicht auf jeden Zug auf, seinen Sie einen Tick eher zufrieden, als bisher. Das kann allerdings zur Folge haben, dass Sie die Festanstellung bekommen, dass Sie Karriere machen, weil andere mit Burn-out auf der Strecke bleiben. Die Chance, relativ gesund alt zu werden steigt ebenfalls.

 


Veröffentlicht am: 07.05.2012

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