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25.04.2017

 

 

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Der Lieblingswein des Kellermeisters oder Gutsbesitzers

„Sage mir, was du trinkst, und ich sage dir, wer du bist!“ Ganz so einfach ist es nicht. Denn die Fülle an Weinen ist Legion. Wer wollte da Charakteristiken ableiten? Vor allem kommt es darauf an „wozu“. Wie ist die Stimmung, die Jahreszeit, der Anlass, was gibt es zu essen, wer ist dabei, alles spielt eine Rolle.

Ein Jubiläumsessen mit dem Chef und ein trautes tête-à-tête sind beileibe nicht dasselbe, was auch für die Weinauswahl gilt. Und doch gibt es Grundrichtungen, was man mag, und worauf man gerne zurückkommt. Es gibt Freunde rassiger Rieslinge, andere lieben schwere Rotweine. Manche mögen es trocken wieder andere eher lieblich. Auch umgekehrt kann man vorgehen und den Anlass oder das Essen wählen, zu dem der Lieblingstropfen passt. Auch Gutsbesitzer und Kellermeister hegen Vorlieben für bestimmte Richtungen. Wir haben einige befragt und interessante Antworten erhalten:

Seinen Auxerrois 2011 trocken, ein nicht zu säurebetonter mit Weißburgunder verwandter Weißwein, liebt Florian Zeller (Portrait 1), Kellermeister in der Winzergenossenschaft Wolfenweiler im südbadischen Markgräflerland, ganz besonders. „Feine Frucht, mineralisch, vollmundig  – schön zu Fisch oder hellem Fleisch, auch zu Frischkäse“, kann sich Zeller begeistern und fährt fort: „Wir haben die Sorte noch nicht lange im Anbau, sie weckt aber sehr viel Interesse.“ Die aus Frankreich stammende, in Deutschland nicht stark verbreitete Sorte, findet sich vor allem in Baden, in der Pfalz und an der saarländischen Obermosel. Der Weinerzeuger ist sonst vor allem für Gutedel und auch schöne fassgereifte Spätburgunder Rotweine bekannt.

Thomas Männle (Portrait 2), Junior und Verantwortlicher für den Weinausbau im Durbacher Weingut Andreas Männle liebt besonders seinen 2010 „Klingelberger 1782“: „Wunderschöne Mineralität bis hin zu Feuerstein, schön fruchtig, ein Spontangärer mit leicht kräuterigen Noten. Habe ich neulich zu Spargel mit Grillfleisch und Zitronenmarinade probiert – großartig!“ Klingelberger ist eine mittelbadische Bezeichnung für Riesling. Denn 1782 ließ Markgraf Carl Friedrich den ersten reinen Riesling-Weinberg der Region am Klingelberg bei seinem Durbacher Schloss Staufenberg anlegen. Dazumal achtete man sonst kaum auf Sortenreinheit. Heute haben sich elf Weingüter der Region zum Verein „Klingelberger 1782“ zusammengetan, um die Tradition und Qualität zu pflegen. Denn nur allerbeste Rieslinge dürfen diese Bezeichnung tragen, was jedes Jahr streng geprüft wird.

Ebenso auf Riesling steht Martin Bäuerle (Portrait 3), Kellermeister der Oberkircher Winzer. Seinen 2010 Riesling Spätlese trocken „alte Reben“ liebt er besonders zu gedünstetem Fisch, Forelle blau, zu hellem, gegrilltem Fleisch und zu Salaten. „Weil sich die Säure des Rieslings damit so schön verbindet. Ein Wein, der einfach Spaß macht, weil er das ganze Aromenspektrum des Rieslings abdeckt, von Pfirsich bis zu exotischen Früchten untermalt von schöner Mineralität – Trinkgenuss pur“, gibt Bäuerle seiner Freude Ausdruck. Dieser Vorzug will schon etwas heißen, denn bei einer Rebfläche von über 465 Hektar, deren Weine er ausbaut und pflegt, hat er wahrlich viel Auswahl.

Besonders angetan hat es Rüdiger Bös (Portrait 4) sein Weißburgunder, 2010 Malscher Ölbaum Kabinett trocken: „Ein ausdruckstarker, fruchtiger Wein mit viel Schmelz, der gut zu hellem Fleisch passt, wie Kalb, Ente, Pute, auch eiskalt im Sommer ein Erlebnis.“ Zusammen mit Ehefrau Maike betreibt Bös in Malsch im badischen Kraichgau ein noch junges Weingut, das schon etliche Auszeichnungen eingeheimst hat, mit ansehnlichen 16 Hektar und vielen alten Reben, die er übernehmen konnte.

Insbesondere zu einem Rinderrückensteak oder Schmorbraten liebt Michael Weber (Portrait 5), Junior und Winemaker im Wein- und Sektgut Weber im Ettenheim im Breisgau, seinen 2009 Ettenheimer Kaiserberg Spätburgunder Rotwein trocken, im Barrique ausgebaut. „Die zwölf Monate Reifung im Holz machen den Wein wunderbar ausgewogen und rund, wovon auch ein Gläschen oder zwei an einem gemütlichen Abend viel Spaß machen“, kann sich Weber für den Wein begeistern. Im Herbst ist übrigens die Einweihung des neuen futuristischen Weinkellers mit Repräsentationsräumen geplant, den die Webers in den Berg hinein bauen.

Text: Dieter Simon
Fotos:
Dieter Simon bis auf Kellermeister Oberkircher Winzer und Michael Weber, diese je PR von dort.

 


Veröffentlicht am: 04.06.2012

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