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29.04.2017

 

 

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MTU Aero Engines: Triebwerke für A320 & Dreamliner 787

Ohne Triebwerke hebt kein Flugzeug ab. Diese komplexe Hochtechnologie beherrschen nur wenige in der Welt. Einer von ihnen ist MTU, nach eigenen Angaben Deutschlands führender und einziger unabhängiger Triebwerkshersteller. Das Traditionsunternehmen entwickelt, fertigt, vertreibt und betreut mit seinen rund 8.200 Mitarbeitern zivile und militärische Luftfahrtantriebe sowie Industriegasturbinen. Im Geschäftsjahr 2011 erzielten die Münchener einen Umsatz von knapp drei Milliarden Euro.

Kooperationen


Die MTU Aero Engines ist mit ihren Produkten in allen Schub- und Leistungsklassen sowie wesentlichen Komponenten und Subsystemen vertreten. Dazu zählen Verdichter, Brennkammern und Turbinen. Aushängeschilder sind die zivilen Triebwerke V2500 für die Airbus A320-Familie, das PW2000 für die Boeing 757 und C-17, das CF6-80 der Boeing 747 und der Airbus-Modelle A310 und A330, der A380-Antrieb GP7000 und das GEnx für den Boeing 787 Dreamliner und die Boeing 747-8.

Zusammen mit anderen Herstellern arbeitet die MTU an neuen Antriebssystemen: Kooperationspartner sind die Großen der Branche, General Electric (GE), Pratt & Whitney und Rolls-Royce. Technologisch verfügt MTU über die volle Systemfähigkeit und ist in wesentlichen Bereichen führend: Paradedisziplinen sind die Niederdruckturbinen- und Hochdruckverdichter-Technologien, Herstell- und Reparaturverfahren.

Militärwesen


Im militärischen Segment ist das Unternehmen der Systempartner für fast alle Luftfahrtantriebe der Bundeswehr. Dazu gehören sämtliche Systemführungsaufgaben – angefangen bei der Bereitstellung von Basistechnologien über die Entwicklung und Fertigung von Triebwerken und deren Komponenten bis hin zur Instandhaltung und umfassenden Kundendienst. Die wichtigsten militärischen Triebwerksprogramme der MTU sind das TP400-D6 des neuen Militärtransporters A400M, das EJ200 des Eurofighters, der Tornado-Antrieb RB199 und das MTR390 des Kampfhubschraubers Tiger. Beteiligt ist das Unternehmen auch an den vier militärischen GE-Antrieben F404, F414, F110 und GE38.
Zivile Instandhaltung

Eine Kernkompetenz der MTU ist die Instandhaltung ziviler Triebwerke und von Industriegasturbinen. Die Aktivitäten sind unter dem Dach der MTU Maintenance zusammengefasst: Die Gruppe ist weltweit der größte unabhängige Anbieter dieser Dienstleistungen. Die MTU Maintenance Hannover ist das Flaggschiff der Gruppe und hat ihren Sitz in Langenhagen. Sie betreut mittlere und große zivile Triebwerke. Dazu gehören das CF6-50, CF6-80C2 und GE90-110/115 von GE, das PW2000 von Pratt & Whitney, das V2500 von International Aero Engines (IAE) und das CFM56-7 von CFM International.

Berlin-Brandenburg

Die MTU Maintenance Berlin-Brandenburg ist auf Antriebe des unteren Schub- und Leistungsbereichs sowie Industriegasturbinen spezialisiert. Im brandenburgischen Ludwigsfelde steht der einzige TP400-D6-Serienprüfstand, auf dem Entwicklungstests und Abnahmeläufe vorgenommen werden.

China, Kanada & Polen

Die MTU Maintenance Zhuhai ist ein Joint Venture der MTU Aero Engines und China Southern Airlines, einer der größten Fluglinien des Landes. Sie ist der größte chinesische Instandhaltungsbetrieb und auf die Triebwerkstypen V2500-A5 und CFM56-3, -5B, -7B spezialisiert.

Die MTU Maintenance Canada in Vancouver hält Triebwerke des mittleren und oberen Schubbereichs instand sowie Anbaugeräte. Spezialisiert ist das Unternehmen auf CF6-50- und CFM56-3-Antriebe.

Arbeitsschwerpunkte der MTU Aero Engines Polska im südpolnischen Rzeszów sind die Entwicklung und Fertigung von Leit- und Laufschaufeln für Niederdruckturbinen, die Montage von Niederdruckturbinen sowie Teilereparatur.

Die MTU Maintenance Dallas ist der jüngste Neuzugang im MTU-Verbund. Hervorgegangen aus dem US-Unternehmen Retan Aerospace ist sie auf On-Wing-Services spezialisert. Betreut werden unter anderem die Triebwerkstypen CF34, CFM56, V2500, CF6, und GE90. Mit der Übernahme des Betriebs in Dallas stieg die MTU in dieses Geschäftsfeld ein, das sie in den nächsten Jahren konsequent ausbauen will.

Das MTU Maintenance Service Center Ayutthaya in Thailand ist auf die Betreuung von Industriegasturbinen spezialisiert. Betreut werden in erster Linie LM6000-Kunden aus der Region. Der Standort befindet sich rund 70 Kilometer nördlich von Bangkok.

Zentrale München

In der Münchener MTU-Zentrale arbeiten rund 4.600 Personen. Von dort aus steuert das Unternehmen die Tochtergesellschaften und den Großteil der Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten. In mehreren Hallen läuft die Produktion von Triebwerksteilen. München ist die Zentrale der militärischen Programme mit MTU-Beteiligung. Seit vielen Jahrzehnten erfolgen dort Endmontage und Testing neuer militärischer Antriebe sowie deren Instandhaltung. Derzeit entsteht auf dem Werksgelände eine Halle, in der das neue Kompetenzzentrum Blisk-Fertigung untergebracht wird. Blisks sind Hochtechnologie-Bauteile, die integral aus einem Stück gefertigt werden und zunehmend in modernen Triebwerksverdichtern zum Einsatz kommen.

Antrieb der Zukunft

In enger Kooperation mit bedeutenden Akteuren der Branche entwickeln die Münchener neue Antriebssysteme und Technologien in allen Schub- und Leistungsklassen. Das Ziel, leisere, kraftstoffsparendere und schadstoffärmere Triebwerke. Zusammen mit dem Bauhaus Luftfahrt hat die MTU ein ambitioniertes Programm zur Verringerung des Kohlendioxid-Ausstoßes von Luftfahrtantrieben entwickelt: Mit dem Technologievorhaben Clean Air Engine (Claire) soll bis zum Jahr 2035 eine Kraftstoff- und CO2-Reduzierung von bis zu 30 Prozent erreicht werden. Das Drei-Stufen-Programm basiert auf dem Getriebefan (GTF). Mit dem Einsatz der serienreifen Technologie des Getriebefans sollen sich in der ersten Etappe die CO2-Emission und den Kraftstoffverbrauch um rund 15 Prozent sinken und den subjektiv empfundenen Lärm halbieren. Schlüsselkomponenten dieses Antriebs sind eine schnelllaufende Niederdruckturbine made by MTU und ein Hochdruckverdichter, der gemeinsam von der MTU und Pratt & Whitney gebaut wird.

Im zweiten Schritt soll die Kraftstoff- und CO2-Reduzierung bis zum Jahr 2025 weiter auf 20 Prozent erfolgen. Der Schlüssel zum Erfolg ist eine noch effizientere Schuberzeugung - etwa durch die Weiterentwicklung einzelner Komponenten oder den Einsatz eines ummantelten gegenläufigen Fans, dessen Grundlagen die MTU bereits in den 1980er-Jahren entwickelt hat. Für das Jahr 2035 rechnet die MTU mit dem Erreichen der angepeilten Zielmarke von 30 Prozent. In der dritten und letzten Phase wird die Nutzung der Energie im Kerntriebwerk weiter optimiert, zum Beispiel durch einen Wärmetauscher.

Das neue Antriebskonzept des Getriebefans mit der Bezeichnung PW1000G überzeugt: So bietet Airbus den GTF für die A320neo an; Bombardier stattet mit ihm exklusiv die neue CSeries aus, Mitsubishi den MRJ und Irkut die MS-21.

Text: Erwin Halentz
Foto: MTU

 


Veröffentlicht am: 14.09.2012

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