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23.08.2017

 

 

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Helmut Harff trifft: Thomas Steinemann - Schweizer Uhrmacher

Mehr als 225 Jahre Geschichte hat die Schweizer Uhrenfabrik Philippe DuBois & Fils SA zu bieten - und fast ununterbrochen werden seit der Gründung Uhren unter diesem Namen gefertigt. Ab sofort öffnet sich das Unternehmen mit Sitz in Le Locle unter dem neuen Inhaber Thomas Steinemann für Entrepreneure mit Sinn für mechanische Uhren.

genussmaenner.de-Chefredakteur Helmut Harff sprach mit dem Mann, der Philippe DuBois & Fils SA neues Leben einhauchen will - Thomas Steinemann

Herr Steinemann, Sie bedienen sich des Crowdfunding um Kapital für einen Neustart einzusammeln. Wieso wählen Sie diesen Weg und gehen nicht zur Bank oder suchen "normale" stille Teilhaber?
Thomas Steinemann:
Banken kommen für solche Finanzierungen kaum noch in Frage, weil praktisch kein Risikokapital über diese Institute zur Verfügung steht. Bei einem privaten, einzelnen oder einigen wenigen Investoren muss die Chemie zwischen beiden Parteien schon außerordentlich gut sein, dass es über längere Zeit auch funktioniert. Vorausgesetzt, dass sich Investor und Geschäftsführung auch einig über die Strategie sind. Crowd Funding ist hier eine hervorragende Lösung, es bietet einerseits viele Vorteile für uns als kapitalsuchende Firma, aber auch für den Kleininvestor. Zudem ist eine Idee hinter dem Modell, die Identifikation zwischen Investor, dem Aktionär, und der Marke zu stärken und damit auch Markenbotschafter zu generieren.

Wie viel muss jeder mindestens einzahlen, um zukünftig am hoffentlich eintretenden  DuBois et fils-Erfolg partizipieren zu können?
Thomas Steinemann:
Den Einstiegsbetrag haben wir klein gehalten, mit einem Betrag von 500 Schweizer Franken ist man bereits Teil von DuBois et fils – immerhin der ältesten Uhrenfabrik der Schweiz. Wir wollen dabei – und auch deshalb sind die einzelnen Pakete so gewählt, dass wir viele Menschen aufnehmen können – unsere Anteilseigner auf der ganzen Welt verteilt sehen. So erzeugen wir neben dem Kapital auch eine Familie rund um DuBois et fils, die jeden Schritt live erleben und teilen kann. Auch Familien und Freundeskreis werden hier sicher von dem einen oder anderen Aktionär eingebunden.

Sie bieten Vorzüge beim Kauf limitierter Uhren an. Wie groß wird dieser Vorteil sein und gibt es noch andere Formen der Gewinnbeteiligung?
Thomas Steinemann:
Mit dem Preisvorteil beim Kauf einer DuBois et fils Uhr aus der neuen Kollektion wollen wir dem Aktionär rasch einen ersten Profit aus seinem Investment zurückgeben. Er muss nicht warten, bis die Firma reale Gewinne macht und dann auch Dividenden auszahlen kann. Der Firmenwert soll langfristig und nachhaltig im Interesse unserer Aktionäre gesteigert werden – wir streben keine schnellen Mitnahmegewinne an. Dafür soll die Zukunft so nachhaltig sein wie die Vergangenheit, die immerhin schon seit mehr als 225 Jahren Bestand hat. Zudem profitieren die Teilhaber sehr schnell bereits von dem Investment durch die sehr vergünstigten Einkaufsbedingungen.

Kommen wir zu den Uhren. Welcher Philosophie folgen Sie beim Neustart von DuBois et fils?
Thomas Steinemann:
Wir haben zunächst für den Neustart die Vergangenheit hinter uns gelassen und die Marke auf den Kern reduziert – dabei aber auch einige Brücken gebaut zu besonderen Merkmalen. Damit haben wir uns auch von dem in den letzten Jahren verwendeten Namen verabschiedet – statt „DuBois 1785“ werden die Uhren nun den Namen DuBois et fils tragen. Damit schlagen wir eine Brücke in die Blütezeit der Fabrik im frühen 20. Jahrhundert, als der Name Philippe DuBois & fils genutzt wurde. Die Vorgabe bei der Produkteentwicklung war, dass wir zeitlose Uhren machen wollten, die also nicht durch ein polarisierendes Design oder ungewöhnlichste Materialien auffällt. Unsere Kundin und unser Kunde legen Wert auf Understatement, auf eine Uhr, die auch Uhr ist und sein will. Damit nehmen wir auch die Funktionalität der Vergangenheit von DuBois et fils auf. Hoher Tragkomfort, perfektes Finish auch im Detail und ein gutes „touch it feel it“ sind ein Muss. Zudem sind unsere Uhrenmodelle limitiert, was auch wieder eine Brücke in die Vergangenheit von  DuBois et fils schlägt und vor allem verhindert, dass die Uhren jemals ein Massenartikel sein werden.

Was kann die Welt von DuBois et fils zukünftig erwarten?
Thomas Steinemann:
Wir wollen zunächst der Marke DuBois et fils wieder einen Platz im Uhrenmarkt geben, den sie als eine der ältesten Uhrenmarken auch verdient. Damit wir das erreichen, werden wir die Kunden von unseren Produkten überzeugen. Unsere Modellpolitik und die Uhren selber zeigen höchste Qualität, die nicht hinter der Fassade aufhört. Dazu ein gutes Preis-Leistungsverhältnis als weiteren Faktor, um auch langfristig im Markt zu bestehen. Jeder Kunde wird von uns ein werthaltiges Produkt bekommen, das es zudem nur in einer kleinen Menge gibt. Jedes Modell werden wir in einer Auflage von 99 Stück herstellen – kein Stück mehr.

Gut, dass klingt jetzt nicht nach Revolution auf dem Markt mechanischer Uhren. Warum soll Mann eine oder mehre DuBois et fils-Uhren kaufen und auch tragen?
Thomas Steinemann:
Wir wollen den Markt nicht revolutionieren, wir möchten Innovation, Klassik und Eleganz vernetzen. Mit dem Crowd Funding machen wir nur einen ersten Schritt. Neue Konzepte haben wir auch im Bereich Vertrieb und Marketing entwickelt. Innovativ und auch etwas anders soll die Marke beim Kunden ankommen – wir haben den Mut zur Lücke, und das nicht in dem Sinne, eine noch verrücktere Uhr als manch Wettbewerber zu bauen. Unsere Philosophie ist anders, auch der Identifizierungsgrad, den ein Kunde hat. Wer einen Anteil kauft, hat automatisch eine andere Beziehung zu seiner Armbanduhr. Und diesen Charakter wollen wir auch weiter pflegen. Das Produkt bleibt zeitlos, modern und klassisch, hochwertig, detailorientiert und natürlich limitiert.

Fertigen Sie alles, also auch das Werk, selber?
Thomas Steinemann:
Zu Beginn werden wir keine eigenen Werke herstellen, das würde das Risiko für das gesamte Projekt stark erhöhen, und auch den Kapitalbedarf. Hier denken wir auch an das Vertrauen, das uns die Kleinaktionäre entgegenbringen und diese wollen wir auf keinen Fall enttäuschen mit einem Plan, der zu groß als erster Schritt ist. Wir haben aber einige Ideen und Pläne, was eigene Werke betrifft – aber zunächst bleiben die Pläne in der Schublade.
In der ersten Phase werden wir Standartwerke verwenden, die wir nach unseren Bedürfnissen technisch abändern und veredeln.
Sehr stolz sind wir auf ein Lager von 2.000 historischen Werken, die wir in Zukunft in unseren Uhren verwenden können. Diese Chance werden wir nutzen, um unseren Kunden einige außergewöhnliche Modelle anbieten zu können, die mit seltenen historischen Werken ausgestattet sind.


Blicken wir zehn Jahre voraus. Was sehen Sie da mit Blick auf DuBois et fils.
Thomas Steinemann:
Ich könnte jetzt leicht sagen, 10, 20 oder 50 Millionen Umsatz und hohe Profite für unsere Aktionäre. Damit wären wir auf der gleichen Schiene mit dem, was unzählige Firmen in ihren Business-Plänen versprechen und versprochen haben. Zurückgeblieben sind meist enttäuschte Aktionäre, Mitarbeiter und Kunden. Die Märkte verändern sich rasant und Zukunftsaussichten über 10 Jahre sind sehr schwierig zu geben.

DuBois et fils wird in Zukunft alles dafür tun, dass die Kunden weiter Freude an der Marke und den Produkten haben. Zudem stehen wir ein für langfristiges und nachhaltiges Wachstum, wir werden keine hohen Risiken eingehen, um kurzfristige Gewinne zu machen. Damit agieren wir konservativ, aber auch sicher.

Damit wird es möglich sein, der Marke den gebührenden Platz im Markt zu geben und auch zu erhalten. Langfristigkeit und Nachhaltigkeit sind die Themen der Gegenwart und Zukunft, und genau dort sehen wir unser Produkt und unsere Philosophie.

 


Veröffentlicht am: 21.09.2012

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