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Aufgespießt: Frauenquote

(Helmut Harff / Chefredakteur) Am Freitag beschloss der Bundesrat eine Gesetzesinitiative, mit der erreicht werden soll, dass die Aufsichtsräte aller börsennotierten und mitbestimmten Unternehmen mit mehr Frauen besetzt werden müssen. Ziel ist, dass mindestens 40 Prozent der Aufsichtsratsmitglieder mit einem Geschlecht besetzt sind.

Abgesehen davon, dass es schwierig wird, das Gesetzt gegen den Willen von CSU und FDP durch den Bundestag zu bringen, bringt es auch für die Frauen nicht viel, um nicht zu sagen gar nichts. Zu Disposition stehen vielleicht 2.000 Jobs in ganz Deutschland. Das wird sicherlich nicht zu mehr Gerechtigkeit im Arbeitsleben zwischen den Geschlechtern führen.

Doch wer profitiert eigentlich von der Initiative? Das sind die Aktionäre, denn die Vergütungen für Aufsichtsratsmitglieder werden fallen und damit die Unternehmensgewinne steigen. Schließlich verdienen Frauen in Deutschland laut Statistik deutlich weniger als Männer in vergleichbaren Jobs. Warum sollte das gerade hier anders sein. Zum anderen profitieren Headhunter davon, denn sie sind es, die Frauen für diese Führungspositionen irgendwo her besorgen müssen, denn leider stehen die Frauen nicht Schlange für die dann vakanten Aufsichtsratsposten.

Dritter Profiteur sind die Oppositionsparteien, die mit dieser Initiative die Regierungsparteien im Wahlkampf vor sich her treiben. Besonders pikant ist, dass es zahlreiche CDU-Politikereinnen und -Politiker gibt, die sich gegen die Meinung ihrer Partei und der von CSU und FDP stellen. Vierter Profiteur sind die Medien. Mit dem Thema kann man lange die Blogs, Zeitungsseiten und Talkshows füllen.

Gibt es auch Verlierer? Ja, die Frauen. Ich meine die Frauen, die in schlecht bezahlten und wenig anerkannten Jobs für wenig Geld viel mehr arbeiten müssen als ihre Geschlechtsgenossinnen in den Aufsichtsräten von VW, Siemens und Co. Ist die Gesetzesinitiative wie auch immer Geschichte, wird es um das Thema Frauenquote sicherlich ziemlich ruhig. Frauen werden also noch sehr lange weniger Geld für gleiche Arbeit als Männer verdienen und schlecht bezahlte Jobs machen. So gesehen sind auch die Männer Verlierer dieser Bundesratsinitiative. Schlecht bezahlte Frauen brauchen steuerfinanzierte Zuschläge, bekommen später weniger Rente und sind unglücklich. Das will kein Mann.

Das will auch die von der Agentur LottmannPR ins Leben gerufenen Kampagne "Kerle pro Quote" nicht. Ich trommele gern für diese Aktion, denn hier können sich Männer dafür stark machen, dass es eine Männerquote für Jobs wie Kindergärtner, Grundschullehrer, Verkäufer und ähnliche "Frauenjobs" gibt.

Machen Sie der Politik Beine und unterstützen Sie "Kerle pro Quote". Viel mehr kann Mann derzeit kaum für die Frauen tun. Vielleicht ist das auch der Einstieg in die längst notwenige gesellschaftlich Auseinandersetzung über das Männerbild des 21. Jahrhunderts.

 


Veröffentlicht am: 24.09.2012

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