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24.05.2017

 

 

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Wracks am Ende der Welt

Das Kap Hoorn am südlichsten Punkt Südamerika´s ist bei Seefahrern überaus gefürchtet: Dort findet sich einer der größten Schiffsfriedhöfe der Welt, denn an 300 Tagen im Jahr tobt hier der Wind mit Sturmstärke und darüber hinaus. Schätzungen zufolge verschwanden am Kap Hoorn bis heute rund 800 Schiffe und 10.000 Menschen. Jürgen Hohmuth hat die bizarre Felslandschaft mit ihren auf Riffs und Sandbänken gestrandeten Wracks fotografiert.

"Wenn Du alt werden willst, dann meide Kap Hoorn und reffe rechtzeitig die Segel", besagt eine alte Seemannsweisheit. Tatsächlich ist keine Meerespassage gefährlicher als die Route um Kap Hoorn: Dort ziehen umfangreiche Tiefdruckgebiete, von Landmassen ungebremst, in dichter Folge von West nach Ost um den Erdball und machen den Besatzungen das Leben schwer. Nicht selten wird von ausgeprägten Seegangsfeldern mit bis zu 30 Meter hohen Wellen berichtet. Hinzu kommen Regen, Kälte, Strömungen und Eisberge. Allesamt Naturgewalten, die diversen Schiffen bis in die Neuzeit hinein zum Verhängnis wurden.

Jürgen Hohmuth besuchte jene unglücksseeligen Kähne, die nicht auf den Meeresboden sanken, sondern ihr Ende an Land fanden. In Summe dokumentiert er 16 Wracks und ihre Lage auf Feuerland, Südgeorgien, den Falkland-Inseln oder Patagonien. Die ersten Seiten des Bildbandes gehören indes einer stimmungsvollen Einstimmung von Ulf Wolter, Kapitän des Expeditionskreuzfahrtschiffes MS "Handeatic". Der erfahrene "Seebär" berichtet von der Geburt, dem Leben und dem zuweilen abrupten Ende mancher Schiffe und kommt so ganz automatisch auf Wracks und ihren Zauber. Danach schließlich findet sich eine Karte des Schiffsfriedhofs um Kap Hoorn mit jenen Plätzen, die Jürgen Hohmuth besuchte und in diesem Band mit Hilfe des Autors Ulf Wolter dokumentierte. Besagte Wracksteckbriefe finden sich auf den nun folgenden Seiten: von der 1957 auf Deception Island gestrandeten "Southern Island" bis hin zur Dreimastbark "Marjorie Glen", die 1911 an der Küste Patagonien ihr Ende fand.

Jedes der Wracks, sei es Walfänger, Frachter oder Handelsschiff, haben Jürgen Hohmuth und Ulf Wolter in Wort und Bild festgehalten. Heraus kamen stimmungsvolle und zuweilen skurrile Bilder von einem Verfall in Schönheit. Dazu werden knappe und informative Texte zum Lebenslauf jedes Wracks gereicht, technische Daten und Position der letzten Ruhestätte inklusive.

Der sehr schöne und hochwertig verarbeitete Band im großzügigen Querformat zeigt: Jedes Wrack ist anders und ein beeindruckendes Zeugnis dieses Mythos - das gilt auch oder gerade am Ende der Welt. Sehr empfehlenswert!  (F.S.)

Wracks am Ende der Welt
Autoren: Jürgen Hohmuth (Bilder) und Ulf Wolter (Text)
Verlag: Koehler & Amelang
Preis: 39,90 Euro
ISBN: 978-3-7338-0386-5
Erschienen: August 2012

 


Veröffentlicht am: 09.10.2012

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