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Morgengruß von Helmut Harff: Untergang des Abendlandes

Es ist schon zum Ritual geworden. Die Buchmessen in Leipzig und die gerade laufende in Frankfurt/Main haben seit Jahren ein Top-Thema - das E-Book. Es gibt dazu zahlreiche Stände und diverse Workshops, Podiumsdiskussionen und unzählige Gespräche. Je nach Interessenlage wird der Durchbruch des E-Books oder der Untergang des Abendlandes propagiert.

Doch was ist bisher wirklich passiert? Fakt ist, es gibt immer mehr Lesegeräte und fährt man in der Berliner S-Bahn, so sieht man mehr und mehr Leute, die anstelle des gedruckten ein elektronisches Buch aus der Tasche ziehen. Das geht übrigens quer durch alle Altersgruppen. Wobei ich glaube, dass hier Menschen über 40 fast die Vorreiter sind. In der Bahn macht so ein E-Book auch absolut Sinn, schließlich wiegt so ein E-Book weniger als ein 3-Groschen-Roman. Der Rücken wird es danken.

Doch ist das schon der viel beschworene Untergang des Abendlandes oder zumindest der des Buches? Um es deutlich zu sagen: Wer so etwas behauptet, redet Unsinn. Gleiches wurde schon beim Siegeszug von Radio und Fernsehen behauptet. Hätten damals die Pessimisten recht gehabt, gäbe es derzeit keine Pilgerströme von Bücherfans an die Rheinmetropole.

Es ist doch egal, wie man Literatur konsumiert. Wichtig ist, dass gelesen wird. Der eine nutzt das E-Book, der andere kauft sich eine ledergebundene Ausgabe und der nächste leiht sich eine schon durch zahlreiche Hände gegangene Paperback-Ausgabe aus. Und genau hier sehe ich auch den Grund, warum das E-Book sich nur schleppend durchsetzt. Ich kann meine Downloads weder verleihen noch im Antiquariat verkaufen. Das muss sich ändern.

Doch auch dann wird es Bücher geben. Viele Menschen wollen schön gestaltete, schön illustrierte Bücher. Viele Menschen wollen Bücher mit einer Widmung des Autors. Viele Menschen verschenken gern ein Buch. Wer will schon einen Download-Link in Weihnachtspapier verpacken.

Drei Dinge zeigt die Buchmesse in Frankfurt wieder einmal: Das E-Book ist ein zusätzliches Mittel, Bücher zu lesen, Bücher werden nach wie vor und großen Mengen gedruckt und gekauft und das Abendland geht sicherlich nicht am E-Book zugrunde. Dafür sorgen wohl eher die Berufspessimisten.

Ich mache mir jetzt mein Frühstück und sehe mal in die Zeitungen, welche Bücher so empfohlen werden. Meistens gefallen mir übrigens die anderen.

Ihnen wünsche ich ein schönes Frühstück und viel Spaß mit ihrem aktuellen Lieblingsbuch.

 


Veröffentlicht am: 12.10.2012

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