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Edouard Hirsinger – der Chocolatier Frankreichs

Wer behauptet, das Städtchen Arbois im France Comté ist nicht gerade der Nabel der Welt, liegt sicherlich nicht ganz falsch. Und doch hat er vergessen, das hier, genau am Place de la Liberté, der Mittelpunkt der französischen Schokoladenkultur liegt.

Unter den Arkaden des Platzes ist eine Pilgerstätte nicht nur für Schokoladenfans aus Frankreich. Hier her strömen Fachkollegen, Gourmets und Journalisten aus aller Welt. Ihr Ziel ist die Chocolaterie Hirsinger. Die Familie Hirsinger produzierte hier in traditioneller Handarbeit Pralinen und Schokoladen in abenteuerlichen Formen, kühnen Farben und ganz und gar ungewohnten Geschmacktsvariationen. Doch auch Traditionalisten  kommen hier auf ihre Kosten.

Das verwundert nicht, denn Edouard Hirsinger wurde nicht nur  als "Meilleur Ouvrier de France Chocolatier", sondern auch als „Bester Handwerker Frankreichs“ ausgezeichnet. Davon kann man sich in seinem Laden überzeugen.  Allerdings sollte man sich darüber im Klaren sein, dass hier absolute Suchtgefahr besteht. Man kauft sicherlich mehr, als man ursprünglich wollte – und man kauft, wieder und wieder. Dazu muss man nicht unbedingt  nach Arbois fahren. Edouard Hirsinger – der vierte in der 100 Jahre alten Hirsinger-Dynastie – liefert auch nach Deutschland. Selbst in Tokio kennt man inzwischen Hirsinger – dort gibt es einen eigenen Hirsinger-Laden.

Das ersetzt aber keineswegs einen Besuch in dem Eckladen am Freiheitsplatz. Nur hier kann man  Edouard Hirsinger und seinen Mitarbeitern (so man darf) über die Schulter schauen. Dabei wird man mit Erstaunen feststellen, mit wie viel Liebe, Hingabe und handwerklichem Geschick die Mannschaft um Frankreichs besten Chocolatier Pralinen und Schokoladen fertigen. Maschinen unterstützen lediglich bei der Handarbeit.

Wie seine Vorfahren gearbeitet haben, kann man im hauseigenen Hirsinger-Museum erfahren. Im Keller wurde mit viel Liebe zum Detail und zur Handwerkskunst der Vorfahren ein wundervolles Museum eingerichtet. Von alten Ladenteilen über einen historischen Eisschrank, bis zu unzähligen Formen und Verpackungen wird hier alles präsentiert, was einst und heute Hirsinger so unverwechselbar und einmalig macht. Ergänzt wird die Exposition mit Meister-schaustücken aus der Hand von Edouard Hirsinger.

Tradition wird nicht nur im Hirsinger-Museum groß geschrieben, sondern auch in der aktuellen Produktion. So reagierte Edouard Hirsinger auf seine ganz eigene Art auf die Zulassung von „Fremdfette“ in der Schokolade. Er verpflichtete sich freiwillig zum traditionellen Arbeiten verpflichtet: „Unsere Schokolade wird nicht gekühlt, Konservierungsmittel und Aromastoffe sind tabu.“ , so der Meistert. Wann immer es möglich ist, verwendet man in der Chocolaterie Hirsinger Zutaten aus der Region. So kommen Milch und Sahne aus der Genossenschaft von Arbois.

Bei aller Tradition ruht sich Edouard Hirsinger nicht auf seinen Lorbeeren aus. Immer wieder erfindet er neue Gaumenfreuden. Ein Highlight ist die Herbstschokolade. Dazu  gehören im Ofen gebackene Äpfel und Kuchen, der der Frau des Pâtissier-Chocolatier gewidmet ist: "Le Délice de la Baronne" (Die Wonne der Baronin).

In einer Weinregion gelegen, macht sich Edouard Hirsinger auch so seine Gedanken, welcher Wein zu seinen Pralinen passt. Kein Wunder, dass es bei Hirsinger zu  jedem Wein der Region ein passendes Praliné gibt: Edouard Hirsinger empfiehlt  seine Anisschokolade zum Chardonnay, Ganache von grünem Pfeffer zum „Vin Jaune“ aus dem Jura und die Lakritzpraliné zu gut gealtertem Rotwein passt unser Lakritzpraliné.

Der Weg nach  Arbois lohnt sich also auf jeden Fall. Wollen Sie das Museum besuchen, so wenden Sie sich an das örtliche Tourismusbüro oder an die Chocolaterie Hirsinger. Vielleicht hat Edouard Hirsinger sogar persönlich Zeit, mit Ihnen bei Kaffee und Pralinen über Gott, die Welt und Schokolade zu philosophieren.

 


Veröffentlicht am: 28.10.2012

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