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Zwei Giganten bauen Antrieb der Zukunft

Leiser, sparsamer und schadstoffärmer, so müssen Luftfahrtantriebe von morgen sein. Mit dem Getriebefan (GTF) PurePower® PW1000G realisieren die Triebwerksbauer Pratt & Whitney (USA) und die MTU Aero Engines (Deutschland) das Antriebskonzept der Zukunft. Die neue Technologie verspricht eine Absenkung des Kraftstoffverbrauchs und der CO2-Emissionen um je 15 Prozent und eine Halbierung des subjektiv empfundenen Lärms.

Airbus A320neo


Das Konzept: So bietet Airbus den GTF für die A320neo an. Damit lockt der größte absehbare GTF-Auftrag, denn der europäische Flugzeughersteller schätzt das Marktvolumen dieses Typs über die gesamte Lebensdauer gesehen auf rund 4.000 Maschinen. Bombardier stattet mit ihm exklusiv die neue CSeries aus, Mitsubishi den MRJ und Irkut die MS-21. Weiter optimiert könnten mit dem GTF insgesamt 30 Prozent Einsparungen erzielt werden. Die MTU Aero Engines mit Hauptsitz in München hat das in ihrem Technologieprogramm Claire (Clean Air Engine) formuliert.

Weniger Gewicht

Der Clou der neuen GTF-Antriebstechnologie ist ein Untersetzungsgetriebe zwischen Fan und Niederdruckturbine; bei herkömmlichen Triebwerken sind beide durch eine Welle miteinander verbunden. Die Turbine treibt den Fan an. Durch die Entkoppelung kann der Fan mit seinem großen Durchmesser langsamer drehen und die Turbine erheblich schneller. Dadurch erreichen beide Komponenten ihr jeweiliges Optimum und verhelfen dem Getriebefan zu einem sehr hohen Wirkungsgrad. Das verringert Treibstoffverbrauch, Kohlendioxidausstoß und Lärmentwicklung erheblich; zudem wird der Antrieb leichter, da weniger Teile und Stufen benötigt werden.

Technologie-Primus MTU

Die MTU steuert zum GTF mit der schnelllaufenden Niederdruckturbine eine Schlüsselkomponente bei. Das Besondere: Diese Technologie beherrscht weltweit nur Deutschlands führender Triebwerkshersteller. Ferner hat die MTU zusammen mit Pratt & Whitney einen neuen Hochdruckverdichter entwickelt. Die ersten vier Stufen stammen von der MTU, die letzten vier von Pratt & Whitney. Der komplette Kompressor entsteht in der innovativen Blisk-Bauweise. Blisks (Blade Integrated Disks) sind Hochtechnologie-Bauteile, bei denen Scheibe und Schaufeln aus einem Stück gefertigt sind und nicht mehr zusammengesteckt werden. Das erhöht die Festigkeit und verringert das Gewicht. Die MTU hält am GTF – je nach Version - einen Programmanteil von bis zu 18 Prozent.

3,3 Milliarden Euro Umsatz

Die Nachfrage nach Flugzeugantrieben brachte den Münchner zwischen Juli und September gute Zahlen. Insbesondere Triebwerke für den Airbus A320 wurden vermarktet. Am stärksten legte jedoch das Wartungsgeschäft zu. „An unseren Zielen für 2012 halten wir unverändert fest“, sagte Vorstandschef Egon Behle gegenüber „genussmaenner.de. Für das laufende Jahr erwartet der Konzern einen Umsatz von 3,3 Milliarden Euro. Das bereinigte EBIT soll 370 Millionen Euro erreichen, der bereinigte Konzernüberschuss auf 225 Millionen Euro klettern.

Rekord-Messeabschlüsse

Die Luftfahrtmesse im britischen Farnborough im Juli 2012 bescherte MTU Rekordaufträge. Insgesamt wuchs der Auftragsbestand auf 11,7 Milliarden Euro. Damit können die Produktionsstandorte mehr als drei Jahre arbeiten. Die Münchener partizipieren vom Erfolg des Flugzeugherstellers Airbus. Der Konzern baut am Antrieb des Airbus A320 mit. Bei der spritsparenden Neuauflage A320neo und dem Jumbo A380 oder am Antrieb des „Dreamliners“ von Boeing sind sie ebenfalls involviert.

Wartung

Die Flugzeug-Instandhaltung avanciert für das Unternehmen quasi zum „Goldesel“. Der Umsatz kletterte um 29 Prozent. Die Fluggesellschaften beauftragen auf diesem Feld verstärkt die Münchener. Im Rüstungsgeschäft, wo MTU am Eurofighter-Antrieb EJ200 mitarbeitet, stieg der Umsatz um acht Prozent.

Personal wächst

Bei der MTU waren Ende September 8.518 Mitarbeiter beschäftigt, vier Prozent mehr als am Jahresende 2011. Personal wurde vor allem an den Instandhaltungs-Standorten in Hannover, Berlin-Brandenburg und Kanada aufgebaut.

Text: BG
Foto: MTU

 


Veröffentlicht am: 29.10.2012

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