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19.08.2017

 

 

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Neue S-Klasse mit Rundumblick

Prof. Dr. Thomas Weber ist Daimler-Vorstand für Konzernforschung und Leiter Mercedes-Benz Cars Entwicklung. Wir sprachen mit ihm über das Potenzial der neuen Sicherheitssysteme.

Herr Prof. Weber, „Intelligent Drive“ ist das Motto dieses TecDays. Was genau versteht Mercedes-Benz unter diesem Begriff?
Prof. Weber:
Während sich früher die Assistenzsysteme ganz klar den Bereichen Komfort oder Sicherheit zuordnen ließen, sind die Grenzen heute fließend. Unter „Intelligent Drive“ verstehen wir die intelligente Verknüpfung von Sensoren und Systemen zu einer neuen Dimension des Autofahrens.

Vor wenigen Jahren hat das Auto dank zahlreicher Sensoren und Kameras bereits sehen gelernt. Welche Fähigkeiten kommen jetzt noch hinzu?
Prof. Weber:
Intelligente Assistenzsysteme der Zukunft analysieren immer komplexere Situationen und erkennen dank verbesserter Umfeldsensorik Gefahren-potenzial im Straßenverkehr noch besser als heute. Entscheidend für die neuen Funktionen ist auch die Kombination der Algorithmen, die ihre Daten von den weiterentwickelten Radarsensoren und der neuen Stereokamera beziehen. „Sensor-Fusion“ nennen wir das. So kann der neue Bremsassistent BAS PLUS mit Kreuzungs-Assistent erstmals auch Querverkehr und Fußgänger erkennen. Und PRE-SAFE® PLUS kann präventive Maßnahmen ergreifen, wenn ein Heckaufprall droht. Bildlich gesprochen: Die nächste S-Klasse hat nicht mehr nur vorne Augen, sondern einen 360-Grad-Rundumblick.

Sie haben gerade die Fußgänger-Erkennung erwähnt. Die neuen Sicherheitssysteme schützen also nicht nur den Mercedes Fahrer und seine Passagiere, sondern auch andere Verkehrsteilnehmer?
Prof. Weber:
Ja, selbstverständlich sollen von unserem Sicherheitsvorsprung nicht nur unsere Kunden, sondern auch andere Verkehrsteilnehmer profitieren. Denken Sie an die Spotlight-Funktion des Nachtsicht-Assistenten PLUS, mit der nachts Fußgänger erkannt und gezielt angeblinkt werden können. So warnen wir nicht nur den Fahrer, sondern auch den Passanten. Ein anderes Beispiel sind die neuen Heckleuchten mit Mehrpegelfunktionalität. Dort werden Bremslicht und Blinker je nach Fahrzustand und der Helligkeit des Umfeldes, d.h. Tag oder Nacht, mit unterschiedlicher Intensität betrieben. Steht der Mercedes-Fahrer beispielsweise bei Nacht an einer roten Ampel auf der Bremse, wird die Helligkeit des Bremslichts automatisch heruntergeregelt, sodass der Hintermann nicht geblendet wird.

Welche Verbesserungen der Unfallzahlen erhoffen Sie sich von den neuen Assistenzsystemen, wird die Vision vom unfallfreien Fahren bald Realität?
Prof. Weber:
Die Vision vom unfallfreien Fahren spornt uns an, ehrgeizige Ziele zu setzen. Dabei ist die Vision vom unfallfreien Fahren aber vor allem eines: eine Vision. Wir arbeiten sehr hart daran, mit neuer Sicherheitstechnologie und unserer konzerneigenen Unfallforschung die Zahl der Unfälle und die Verletzungs-schwere so weit wie möglich zu reduzieren. Aber wir versprechen nicht Unmögliches. Denn Menschen machen nun einmal Fehler – auch hinter dem Steuer eines Autos. Genau deshalb brauchen wir die neuen Systeme, die den Fahrer in kritischen Situationen unterstützen. Das heißt, das Potenzial der neuen Systeme ist groß. Nehmen Sie als Beispiel das neue Assistenzsystem BAS PLUS mit Kreuzungs-Assistent. Nach den Berechnungen unserer Unfallforschung auf Basis der GIDAS-Daten (German In-Depth Accident Study) lassen sich damit 27 Prozent aller Kreuzungsunfälle mit Personenschaden vermindern oder vermeiden. In Deutschland entspricht das zirka 20.000 Unfällen pro Jahr.

Wann kommt das autonome Fahren?
Prof. Weber:
Noch vor zehn Jahren waren heute selbstverständliche Technologien für viele absolute Utopie. Daher bin ich zuversichtlich, dass wir uns auch der Idee des autonomen Fahrens immer schneller nähern. Wir wollen dabei den Fahrer nicht entmündigen. Aber ihn da entlasten, wo Auto fahren eher Last als Lust bedeutet – etwa im monotonen Pendlerverkehr oder im Stop & Go Verkehr. Rein technisch ist das heute zum Teil ja schon möglich. Die neue S-Klasse hat Systeme an Bord, die die Voraussetzung mitbringen, dies auch in komplexen Verkehrssituationen zu können. Damit verschmelzen Komfort- und Sicherheitssysteme zu einer neuen Dimension und eröffnen völlig neue Perspektiven.

 


Veröffentlicht am: 19.11.2012

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