Startseite  

28.06.2017

 

 

Werbung

 

Vorherigen Artikel lesen Nächsten Artikel lesen

 

Die BMW Group: eine bewegende Geschichte

Die „Bayerischen Flugzeugwerke AG“ (BFW) werden am 6. März 1916 gegründet. 1922 erwirbt Finanzier Camillo Castiglioni den Motorenbau mit Mitarbeitern und Produktionsanlagen, den Firmennamen sowie das weiß-blaue Logo der „Bayerischen Motoren Werke GmbH“ und überträgt alles auf die „Bayerischen Flugzeugwerke AG“. Seitdem gilt die Gründung der BFW als Geburtsstunde der Bayerischen Motoren Werke.

BMW im Höhenflug: vom besten Flugmotor seiner Zeit zum ersten BMW Motorrad


Während des Ersten Weltkriegs fertigt das Unternehmen nur ein Produkt: den Flugmotor BMW Illa. Der 6-Zylinder-Reihenmotor gilt als der beste Flugmotor seiner Zeit. Schon früh spielt auch der sportliche Wettbewerb für das Unternehmen eine große Rolle. Ein BMW IV trägt am 17. Juni 1919 erstmals einen Menschen auf 9.760 m Höhe. Nach Kriegsende ist der Flugmotorenbau in Deutschland zunächst verboten und BMW hält sich mit einer Notproduktion über Wasser. Erst 1922 kann die Fertigung von BMW Flugmotoren wieder aufgenommen werden. Nur wenig später stellt das Unternehmen im Herbst 1923 mit der BMW R 32 auch sein erstes Motorrad vor. Die umjubelte Premiere auf dem Berliner Autosalon und die späteren Verkaufs- und Sporterfolge beweisen, dass BMW nicht nur exzellente Flugmotoren bauen kann Bis heute prägt das Grundkonzept mit 2-Zylinder-Boxermotor und Kardanantrieb die Konstruktion von BMW Motorrädern. Neben den Flugmotoren bleibt die Motorradproduktion lange Zeit das zweite Standbein des Unternehmens.
   
Anfänge des Automobilbaus und Kriegsproduktion

1928 bietet sich die Gelegenheit, die Fahrzeugfabrik Eisenach zu erwerben. BMW übernimmt zunächst die Produktion eines dort in Lizenz gefertigten englischen Kleinwagens und lässt ab 1932 eigene Fahrzeugkonstruktionen folgen. Nur einige Jahre später erweitert sich das Angebot um sportliche Mittelklassewagen. Bis zum Ende des zweiten Weltkrieges bleibt dennoch der Flugzeugbau das wichtigste Standbein des Konzerns. Während des zweiten Weltkrieges ist BMW als Rüstungskonzern von hoher Bedeutung für die Kriegsführung und muss 1941 auf staatliche Anweisung die zivile Produktion von Flugmotoren und Automobilen ganz einstellen. Bereits 1940 setzt BMW in der Produktion ausländische Fremdarbeiter ein. Seit 1942 müssen neben Strafgefangenen, osteuropäischen Kriegsgefangenen und überwiegend aus Westeuropa stammenden Zwangsarbeitern auch KZ-Häftlinge in den BMW Werken arbeiten. Der Ausländeranteil an der BMW Arbeiterschaft steigt von rund 3% 1940 auf rund 51% 1944 an.

Wie im Großteil der deutschen Industrie leitet technokratisches Effizienzdenken das Handeln der BMW Verantwortlichen - der Einsatz von Zwangsarbeitern wird billigend in Kauf genommen. 1983 bringt die BMW AG mit der Publikation „BMW - eine deutsche Geschichte“ von Horst Mönnich das Thema erstmals in die öffentliche Debatte ein. Mit anderen Unternehmen der deutschen Wirtschaft gründet der Konzern 1999 die Stiftungsinitiative „Erinnerung, Verantwortung, Zukunft“ zur Entschädigung der ehemaligen Zwangsarbeiter und arbeitet zudem die eigene Vergangenheit in zahlreichen Publikationen auf. Weltweit unterstützt die BMW AG viele Organisationen und initiiert Projekte, die sich für den respektvollen Dialog der Kulturen einsetzen.

Die Nachkriegszeit – ein schwieriger Neubeginn

Nach dem Kriegsende 1945 verliert BMW den in der sowjetischen Besatzungszone gelegenen Standort in Eisenach und mit ihm das Wissen für die Automobil - und Motorradfertigung. Erst 1948 kann das Unternehmen sein erstes Nachkriegsmotorrad, die BMW R 24, auf die Straße bringen und baut das Programm von da an weiter aus. 1952 entscheidet sich BMW dafür, die Automobilfertigung mit der Produktion von luxuriösen Fahrzeugen der Oberklasse wieder zu beginnen. Doch nicht einmal die Produktions- und Entwicklungskosten können durch die Verkäufe gedeckt werden. Auch durch den Bau des Kleinwagens Isetta ab 1955 kann die tief sitzende Finanzkrise des Konzerns nicht gelöst werden. Nur knapp entgeht BMW auf der Aktionärsversammlung 1959 dank des Einsatzes einiger Kleinaktionäre einem Verkauf an die Daimler-Benz AG. Der Industrielle Dr. Herbert Quandt erarbeitet einen Plan zur Sanierung des Konzerns - und sichert so die Eigenständigkeit der Bayerischen Motoren Werke für die Zukunft. Dank eines neuen Produktprogramms mit sportlichen Klein- und Mittelklassewägen steigen die Verkäufe wieder an.

BMW wird international: Ausweitung der Kapazitäten

Wegen der hohen Nachfrage nach den neuen Produkten werden schon bald die Kapazitäten im Stammwerk München knapp. Nach dem Erwerb der Automobilfirma Hans Glas GmbH rollen seit 1967 auch in Dingolfing und Landshut BMW Fahrzeuge vom Band, zudem wird 1969 die Motorradproduktion von München in das Werk Berlin-Spandau verlegt. Auch in der Verwaltung wird der Platz knapp. 1973 eröffnet BMW in München zusammen mit der markanten „Schüssel“ des BMW Museums die neue BMW Konzernzentrale („Vierzylinder“) -  bis heute ein Wahrzeichen der bayerischen Landeshauptstadt. BMW entwickelt sich in den 1970er und 1980er Jahren zu einem der wachstumsstärksten Automobilhersteller der Welt.

Die Ausweitung des Automobil- und Motorradprogramms erfordert Schritt für Schritt eine Erweiterung der Fertigungskapazitäten und des Vertriebsnetzes. Wichtige Meilensteine bei der Produktion sind 1979 das Motorenwerk in Steyr (Österreich) sowie die Produktionswerke in Regensburg (1986), Spartanburg (1994/USA) und Leipzig (2005). Ab 1973 werden in den wichtigsten Importmärkten eigene Vertriebsgesellschaften und Tochterunternehmen gegründet. Damit legt die BMW Group den Grundstein für die heute weltweite Präsenz in über 140 Ländern auf 5 Kontinenten. Mit dem Kauf der Rover Group soll 1994 auch das Angebot an Automobilen noch einmal deutlich erweitert werden. Doch die Entwicklungsmöglichkeiten sind beim Kauf überschätzt worden: im Jahr 2000 entschließt sich die BMW Group, das britische Tochterunternehmen wieder zu verkaufen.

Neuausrichtung der BMW Group: die Marken MINI, BMW und Rolls-Royce

Nur die Marke MINI bleibt im Unternehmen erhalten und erlebt unter der Regie der BMW Group seit 2001 eine erfolgreiche Wiedererweckung. Bereits im Juli 1998 hatte man zudem die Marken- und Namensrechte für Rolls-Royce Automobile erworben. Seit 2003 rollt im britischen Goodwood der neue Rolls-Royce Phantom vom Band und markiert damit den erfolgreichen Neustart der Marke. Sportmotorräder der Marke Husqvarna ergänzen das Produktprogramm der BMW Group ab Oktober 2007. Heute verfügt die BMW Group über ein dichtes weltweites Vertriebsnetz sowie 25 Produktionsstätten in 14 Ländern und beschäftigt über 100.000 Mitarbeiter. Mit einem Absatz von über 1,6 Millionen Automobilen und 113.000 Motorrädern war die BMW Group im Jahr 2011 der erfolgreichste Hersteller von Premium-Automobilen weltweit.

 


Veröffentlicht am: 09.12.2012

AusdruckenArtikel drucken

LesenzeichenLesezeichen speichern

FeedbackMit uns Kontakt aufnehmen

NewsletterNewsletter bestellen und abbestellen

TwitterFolge uns auf Twitter

FacebookTeile diesen Beitrag auf Facebook

Hoch: Hoch zum Seitenanfang

Nächsten Artikel: lesen

Vorherigen Artikel: lesen

 

 


Werbung

 


Werbung

 


Werbung

 


Werbung

Neu auf genussmaenner.de


 

 
         
             
     
     
     

 

Service
Impressum
Kontakt
Mediadaten
Newsletter
Nutzungshinweise
Presse
Redaktion
RSS 
Sitemap
Suchen

 

Besuchen Sie auch diese Seiten in unserem Netzwerk
| Börsen-Lexikon
| fotomensch berlin - der Fotograf von genussmaenner.de
| Frauenfinanzseite
| Geld & Genuss
| geniesserinnen.de
| gentleman today - Edel geht die Welt zu Grunde
| instock
| marketingmensch | Agentur für Marketing, Werbung & Internet
| Unter der Lupe

 

Rechtliches
© 2007 - 2017 by genussmaenner.de, Berlin. Alle Rechte vorbehalten.

Lesezeichen:
 Del.icio.us Google Bookmark Reddit