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Waldorf Astoria in Berlin: Fünf Sterne - mit kleinen Einschränkungen

Am 3. Januar 2013 wurden im Waldorf Astoria Berlin die ersten Gäste begrüßt.  Mit 232 Zimmern und Suiten befindet sich das Luxusdomizil im „Berliner Zoofenster“ – dem neuen spektakulären Wolkenkratzer in der City West, dessen Design auf den renommierten deutschen Architekten Christoph Mäckler zurückgeht.

Gegenüber der Presse betonte der Direktor des Luxushotels Friedrich W. Niemann, dass mit der Eröffnung des Hauses das Areal um den Bahnhof Zoo, dem Breitscheidplatz und dem Kurfürstendamm deutlich aufgewertet wird. "Der Leuchtturm", so der Hoteldirektor, "wird weit ausstrahlen".

"Ein einzigartiges Design, inspiriert vom pulsierenden und modernen Leben der Stadt, geben dem Haus einen besonderen Stil". Mit diesen Worten wird das Hotel in der Pressemitteilung beschrieben. Betrachtet man das Haus genauer, so wird man diesem sehr hohen Anspruch nicht immer gerecht.

Während der äußere Anblick des 32. Etagen hohen Gebäudes nicht unbedingt zu Beifallsbekundungen Anlass gibt, ist die Hotellobby mit seiner großen Freitreppe ein architektonisches Highlight. Die Zimmer wurden von der renommierten Pariser Agentur Inter Art Etudes gestaltet.  Die Franzosen setzten - so ist zu lesen - auf eine zeitlose aber doch moderne Umsetzung des Art Deco Stils.

Doch das Konzept konnte nicht ganz überzeugen: Die bei der Besichtigung vorgestellten Zimmer und Suiten verfügten beispielsweise über keinen Whirlpool, die "einfachen" Zimmer nicht einmal immer über eine Badewanne. Luxus ist das nicht. In der 280 m² großen Präsidentensuite sucht man vergebens einen eigenen Fitnessraum: Sollen einmal Obama oder Putin in den allgemeinen Wellnessbereich zum Sport gehen?

Über den rund 1.000 m² „Guerlain-Spa“ kann ich ebenfalls nicht mehr berichten, als dass der vom gleichnamigen französischen Beauty-Spezialisten konzipiert wurde. Ein Blick in diesem Bereich wurde der Presse verwehrt. Und: Warum man als Gast in einem Fünf-Sterne-Haus den Spa mit Fitness-Bereich nur von 10 bis 21 Uhr benutzen kann, ist nicht nachzuvollziehen. Immerhin das Schwimmbad öffnet um sieben Uhr – wer allerdings früher oder nach 22 Uhr 30 dort seine Runden drehen will, hat leider Pech. Ist das Luxus?

Auch die die Küche blieb zur Eröffnung ein verbotener Bereich. Das gastronomische Konzept stammt vom weltbekannten französischen Küchenchef Pierre Gagnaire. Zu erfahren war, dass es auch Berliner Gerichte gibt - leider ist aber weder die Wein- noch die Speisekarte auf der Internetseite des Hauses zur Eröffnung verfügbar.

lang-bar.jpg Library.jpg

Doch egal, was der Gast bestellt, er tut das in sehr edlem und gediegenem Ambiente. Das gilt sowohl für das Romanische Café, einst bekannt als Treffpunkt für Literaten, lokale Künstler und Musiker und der Peacock Alley im Erdgeschoss.  Die Lang Bar - eine Reminiszenz an den Kultregisseur Fritz Lang -  im New Yorker Stil bietet eine gehobene Atmosphäre, in der Gäste eine Vielzahl von Cocktails und Spezialitäten genießen können. Einen Besuch wert ist auf jeden Fall die Library in der 15. Etage des Hauses.

Das Waldorf Astoria ist sicherlich eine Bereicherung für die Berliner Nobelhotellerie und ganz besonders für die wieder erwachende City West. Es bleibt abzuwarten, wie die internationalen und nationalen Berlin-Besucher das Haus annehmen werden.

Text: Helmut Harff
Fotos: Waldorf Astoria & Julia Bittermann

 


Veröffentlicht am: 05.01.2013

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