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26.07.2017

 

 

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Morgengruß von Helmut Harff: Plündern angesagt

Heute haben die Menschen in Baden-Württemberg, Bayern und Sachsen-Anhalt arbeitsfrei. Nein, nicht weil Sonntag ist. In diesen Ländern ist heute ein gesetzlicher Feiertag - Dreikönigstag. Schade für die Menschen im Süden, dass der Tag auf einen Sonntag fällt.

Doch was ist das für ein Tag, der Dreikönigstag? Das ist einer der kirchlichen Feiertag, der mit der Bibel nur unzureichend zu begründen ist. Auch wenn er nur in katholisch geprägten Bundesländern Feiertag ist, kennen sowohl die Katholiken, als auch die Protestanten den 6. Januar als den Tag, an dem je nach Lesart, die drei Magier, Weisen oder Könige dem Jesus-Knaben dort in der Krippe in Betlehem ihre Aufwartung machten. Geleitet vom Stern von Betlehem überbrachten sie dem von ihnen als König der Juden gedeutetem Kind teure Geschenke wie Gold, Weihrauch und Myrrhe. In der lateinischen Tradition werden die drei Herren Caspar, Melchior und Balthasar genannt. Das sind die drei, die in Weihnachtskrippen immer am prachtvollsten dargestellt werden.

Früher hat an diesem Tag meine Oma das letztmalig die Kerzen am Weihnachtsbaum angezündet. Danach wurde der Baum geplündert. Ich weiß gar nicht, ob es diesen Brauch noch gibt. Damals hingen viele Dinge am Baum meiner Oma, die ich die ganze Weihnachtszeit über begehrlich betrachtete. Da waren die wundervoll verpackten kleinen Schokoladen und anderen Süßigkeiten. Da waren die von Oma selbst gebackenen Lebkuchen. Irgendwie "verirrten" sich an diesem Tag noch einige Dinge an den Weihnachtsbaum, die ich dort vorher nicht bemerkt hatte. Meine Oma sagte dann immer, dass hätten die heiligen Drei Könige gebracht. Für mich brachte also nicht nur der Weihnachtsmann Geschenke.

Das hatte für mich noch den Vorteil, dass man mir nicht damit drohen konnte meine Misstaten dem Weihnachtsmann bekannt sind und er mich womöglich nicht besuchen würde. Die drei heiligen Könige wurden nie informiert. Dafür liebte ich sie. Später, als ich Krippen aus Ton modellierte, galt meine große Aufmerksamkeit den drei Königen.

Ein Frage blieb jedoch seit meiner Kindheit unbeantwortet. Was machten Josef und Maria, die Eltern von Jesus, mit den Geschenken? Kauften sie sich ein Haus? Finanzierten sie damit die Ausbildung des Kindes? Blieb noch so viel davon übrig, dass der erwachsene Jesus davon leben konnte?

Jetzt mache ich mir mein Frühstück. Heute stehen nicht Caspar, Melchior und Balthasar im Mittelpunkt meines Interesses. Es ist vielmehr das politische Schicksal der FDP. Die trifft sich ja schon seit 1860 zum Dreikönigstag der Liberalen.

Ich wünsche Ihnen ein schönes Frühstück. Viel Spaß beim Plündern des Weihnachtsbaums.

 


Veröffentlicht am: 06.01.2013

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