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26.06.2017

 

 

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Abenteuer Bergbauernmilch

Unter extremen winterlichen Bedingungen zeigen die Milchfahrer der Molkerei Berchtesgadener Land außergewöhnlichen Einsatz, um tagtäglich frische Milchprodukte in die Kühlregale zu bringen. Ganz selbstverständlich erwartet der Verbraucher die frische Milch dort zu finden, doch kaum jemandem ist bewusst, welcher körperliche und logistische Aufwand in einem Liter Bergbauernmilch oder Bio-Alpenmilch steckt.

Bei Temperaturen von minus 25 °C fahren die Milchfahrer auf steilen Bergstraßen auf bis zu 1.000 Meter Höhe. Je nach Route beginnt ihr Arbeitstag bereits um 3.30 Uhr in der Früh oder endet erst um 1.00 Uhr in der Nacht – auch an Sonn- und Feiertagen. Die tägliche Herausforderung: die Abholung der Milch von den Bergbauern im Einzugsgebiet von Bad Tölz bis nach Piding.

Schnee, Eis und bitterkalte Temperaturen erschweren im Winter den Weg des Milchwagens zu entlegenen Sammelstellen und Höfen auf schmalen Zufahrtsstraßen der Alpen. Da ist höchste Konzentration gefordert. Das Anlegen von Schneeketten, gewagte Lenkmanöver sowie starke Nerven gehören zum Alltag. Mit vollem Körpereinsatz und den extremen Bedingungen zum Trotz, ermöglichen es die 65 Milchfahrer ihre jeweiligen Tageslieferungen von 20.000 Litern zuverlässig zur Verarbeitung in die Molkerei nach Piding zu bringen. Zahlreiche Abholstellen entlang des bayerischen Alpenkamms, vom Isarwinkel südlich von Bad Tölz, über den Chiemgau, das Berchtesgadener Land und dem benachbarten Salzburger Land, gilt es täglich anzufahren – bis auf knapp 1000 Meter über dem Meeresspiegel.

Der Respekt für die Leistung der Bergbauern ist eine Motivation für den engagierten Einsatz der Milchfahrer. Auf ihren festen Routen ist den Fahrern der persönliche Kontakt zu den Bauern deshalb besonders wichtig. „Auch wenn es manchmal abenteuerlich ist, machen wir es gerne für unsere Bauern. Es sind unsere Leute und bei uns wird die Landwirtschaft eben noch mit Liebe gemacht“, so Milchfahrer Franz Foisner, der einen 16 Meter langen Tanksammelwagen für die Molkerei sicher steuert.

Die Philosophie der Molkerei Berchtesgadener Land verspricht mit der  Herkunftsgarantie für Rohstoff und Produkte dem Verbraucher, dass Produkte in der eigenen Molkerei hergestellt werden und die Herkunft der Milchlieferanten zuverlässig und nachvollziehbar ist. Jeder Einzelne ist dabei von Bedeutung, unabhängig von der Milchmenge, die er liefert. Der kleinste Bauer gibt gerade mal 20 Liter ab. Doch jeder Liter zählt und wird für die Produktion der Qualitätsprodukte benötigt.

Bis die Milch zu Hause im Glas ist, bedarf es enormer körperlicher und logistischer Leistung, die Außergewöhnliches von den Milchfahrern der Molkerei Berchtesgadener Land fordert. Ihr Einsatz spiegelt sich in der Qualität der Milch wider. Beim Milchkauf denkt der Verbraucher allerdings eher selten an die Anstrengungen, die hinter der Milchabholung stehen.

Foto: Molkerei Berchtesgadener Land

 


Veröffentlicht am: 22.01.2013

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