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Aufgespießt: Es ist kalt

(Helmut Harff / Chefredakteur) Das ist keine bahnbrechende Entdeckung. Im Winter ist es hierzulande meistens kalt, da sind sich sogar alle Meteorologen einig. Das es wie in den vergangenen Tagen auch besonders kalt werden kann, ist auch keine Überraschung. Gleiches gilt für die Tatsache, dass bei einigen Zentimetern Schnee und Temperaturen unter 10 Grad Minus der Verkehr Jahr für Jahr zumindest teilweise zusammenbricht.

Das wir an dem Wetter Gott sei Dank nichts ändern können, bedauere ich nicht. Das wir es seit sehr vielen Jahren nicht in den Griff bekommen, uns darauf nicht einstellen können, will mir jedoch nicht in den Kopf. Was mir allerdings noch weniger in den Kopf will, ist die immer wieder kolportierte Behauptung, dass unsere Beziehungen zu unseren Mitmenschen immer kälter werden.

Wir werden zunehmend egoistischer, so der Eindruck, den man bekommen kann. Wieso sonst sehe ich derzeit in Berlin mehr Werbeplakate für soziales Engagement als für Sparangebote oder Autos? Engagieren sich immer weniger Menschen für ihre Nachbarn? Ziehen es immer mehr Menschen vor allein und kinderlos durchs Leben zu gehen? Der Eindruck wird vor allem in den Medien mehr und mehr verbreitet.

Ist dem wirklich so? Werden unsere Herzen immer kälter? Brauchen wir einen moralischen Klimawandel? Man ist schnell geneigt, diese Frage mit ja zu beantworten. Doch der wird nicht kommen. Was wir brauchen, ist eine andere Sicht auf uns und unsere Mitmenschen. Einst brauchten wir uns, um überhaupt durchs Leben zu kommen. Der eine sorgte für die materielle Basis, der andere versorgte Haus und Hof. Einst waren Kinder - wohlgemerkt die eigenen - billige Arbeitskräfte und die Altersvorsorge auf zwei Beinen. All das benötigen wir heute zumindest mehrheitlich so nicht mehr.

Wozu sollen wir uns noch den Stress mit Beziehungen, Kindern und Mitmenschen aussetzen? Die Frage ist ganz einfach zu beantworten: Weil wir Menschen sind. Weil wir uns als moralische Wesen verstehen, die nicht dumpf und abgestumpft durchs Leben trampeln wie der berühmte Elefant im Porzellanladen. Wir verlieren uns, wenn wir unser Mensch-, unser Mitmenschsein verlieren. Wir können schlicht nicht überleben, wenn in unseren Herzen und zwischen uns Eiszeit herrscht.

Vielleicht brauchen wir wirklich einen Klimawandel - einen in unserem Herzen. Dann macht das Leben sicherlich viel mehr Spaß und wir können es und unser Zusammensein mit unseren Mitmenschen viel besser genießen.

 


Veröffentlicht am: 28.01.2013

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