Startseite  

17.10.2017

 

 

Werbung

 

Vorherigen Artikel lesen Nächsten Artikel lesen

 

Aufgespießt: Gleichberechtigung oder Chancengleichheit?

(Helmut Harff / Chefredakteur) Zum Internationalen Frauentag am 8. März sprach ich mich in meinem täglichen Kommentar "Morgengruß von Helmut Harff" gegen die Gleichberechtigung von Mann und Frau aus. Gleichzeitig forderte ich für beide Geschlechter Chancengleichheit.

Ich weiß nicht, ob es an dem Datum lag oder das Verhältnis von Mann und Frau in unsere Gesellschaft noch immer ein sehr wichtiges ist - viele Menschen schrieben mir oder riefen an. Das Spektrum der Meinungsäußerungen war sehr breit. Einige haben mich vielleicht nicht richtig verstanden, denn sie beschimpften mich als Macho, Frauenfeind oder ewig Gestriger. Andere konnten zumindest meiner Idee, dass Mann und Frau nicht wirklich gleichberechtigt sein können, etwas abgewinnen. Und wieder andere fanden meine Idee der Chancengleichheit sehr überzeugend.

Die Beleidigungen kamen fast ausschließlich von Frauen. Da schwang viel Enttäuschung, viel Frust mit. Andererseits konnten sich vor allem Frauen für die Chancengleichheit von Mann und Frau begeistern. Männer wollten einerseits politisch korrekte Frauenversteher sein. Man belehrte mich, dass im Grundgesetzt von Gleichberechtigung und nicht von Chancengleichheit die Rede ist. Stimmt, dennoch bin ich nicht ein Verfassungsfeind, wie mich eine Frau titulierte. Mal sehen was ihr Anwalt sagt, den sie einschalten will.

Doch zurück zur Chancengleichheit. Viele Männer, aber auch einige Frauen unterstützten meine Einlassung, wonach Männer und Frauen bezüglich ihrer Kinder gleiche Chancen haben sollten. Niemand war der Ansicht, dass Kinder nur eine Mutter brauchen. Dem Kind den Vater vorzuenthalten wurde genau so kritisiert, wie Väter, die über die Karriere ihre Kinder vergessen. Bei der Begleitung der Kinder durch ihr Leben sollte ebenso wie bei der eigenen Karriere Chancengleichheit zwischen Frau und Mann geben, so der einheitliche Tenor.

Viele Meinungsäußerungen beschäftigten sich auch mit der beruflichen Chancengleichheit. Die viel beschworene Quote ist Männern und Frauen eher suspekt. Ein Quote von unten, also für schlecht bezahlte und gesellschaftlich kaum hoch geachtete Berufe, wurde jedoch mehrfach gefordert. Ein Berliner Müllmann schrieb beispielsweise, dass er es nicht versteht, dass er deutlich mehr verdient, als seine im Dreischichtsystem als Altenpflegerin arbeitende Frau. Er will nicht, dass Frauen die Straßen kehren. Er will nicht den Job mit seiner Frau tauschen - Stichwort Gleichberechtigung. Er will, dass seine Frau wie er fair und anständig bezahlt wird. Eine Quote, so der Berliner, könnte hier vielleicht hilfreich sein.

Ich möchte diese Diskussion gern fortsetzen. Was meinen Sie, ist die Gleichberechtigung, wie sie die Feministinnen seit über 100 Jahren fordern, wirklich zeitgemäß? Sollten wir uns heute nicht mehr um Chancengleichheit zwischen Mann und Frau bemühen?

Ich freue mich auf viele Meinungsäußerungen!

 


Veröffentlicht am: 11.03.2013

AusdruckenArtikel drucken

LesenzeichenLesezeichen speichern

FeedbackMit uns Kontakt aufnehmen

NewsletterNewsletter bestellen und abbestellen

TwitterFolge uns auf Twitter

FacebookTeile diesen Beitrag auf Facebook

Hoch: Hoch zum Seitenanfang

Nächsten Artikel: lesen

Vorherigen Artikel: lesen

 

 


Werbung

 


Werbung

 


Werbung

 


Werbung

Neu auf genussmaenner.de


 

 
         
             
     
     
     

 

Service
Impressum
Kontakt
Mediadaten
Newsletter
Nutzungshinweise
Presse
Redaktion
RSS 
Sitemap
Suchen

 

Besuchen Sie auch diese Seiten in unserem Netzwerk
| Börsen-Lexikon
| fotomensch berlin - der Fotograf von genussmaenner.de
| Frauenfinanzseite
| Geld & Genuss
| geniesserinnen.de
| gentleman today - Edel geht die Welt zu Grunde
| instock
| marketingmensch | Agentur für Marketing, Werbung & Internet
| Unter der Lupe

 

Rechtliches
© 2007 - 2017 by genussmaenner.de, Berlin. Alle Rechte vorbehalten.

Lesezeichen:
 Del.icio.us Google Bookmark Reddit