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18.11.2017

 

 

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So finden Sie das richtige E-Bike

[pd-f /rk] E-Bikes sind beliebter denn je. Wer diese Saison mit Zusatzschub in die Pedale treten möchte, dem bietet der Fachhandel eine riesige Modellauswahl. Inzwischen locken auch immer mehr Discounter mit Angeboten. Für mehr Überblick und Sicherheit zeigt der pressedienst-fahrrad, was man von einem modernen E-Bike erwarten darf und worauf beim Kauf zu achten ist.

E-Bike oder Pedelec – was ist eigentlich was?

 
Wenn es um die „richtige“ Bezeichnung für Elektroräder geht, herrscht vielfach Verwirrung. Pedelec oder E-Bike? „Den Richtlinien der Europäischen Union folgend, sind die Klassen und Bezeichnungen für Fahrräder mit Elektromotor klar definiert. Aber im allgemeinen Sprachgebrauch und vor allem international wird der Begriff E-Bike inzwischen meist unisono für alle Arten von Elektrorädern verwendet“, so Gunnar Fehlau, Leiter des pressedienst-fahrrad und zusammen mit Peter Barzel Autor des Buches „Das E-Bike“. Auf jeden Fall lohnt sich ein Blick auf die Marktanteile, denn hier liegen die vom Gesetzgeber als Fahrräder eingestuften Pedelecs – von Pedal Electric Cycle – mit einem geschätzten Anteil von 95 Prozent weit vorn.
 
Wider alle Vorurteile: Pedelecs halten fit und machen Spaß
 
„Elektroräder der Pedelec-Klasse, bei denen der Motor nur dann arbeitet, wenn man in die Pedale tritt, sind gesund und sorgen für ein unvergleichbares Fahrgefühl“, erklärt Dr. Achim Schmidt, Sportwissenschaftler und Radsportexperte an der Deutschen Sporthochschule Köln. „Selbst bei Gegenwind und in hügeligen oder bergigen Gegenden kann man immer im persönlich optimalen Belastungsbereich bleiben.“ Zudem können auch Paare mit unterschiedlicher Leistungsstärke wieder gemeinsam radeln und die Natur genießen.
 
Gutes Material ist kein Luxus
 
Dass gute Elektroräder einen hohen Freizeitwert haben, bestätigt Kurt Schär, Geschäftsführer des Schweizer E-Bike-Pioniers BikeTec, dessen Flyer-Räder den Radtourismus in Bergregionen neu belebt haben. „Mittel- und Hochgebirge sind ideal, um sie mit E-Bikes zu erkunden. Allerdings sollte man gerade hier auf entsprechend gutes Material achten.“ Leistungsstarke Bremsen, die auch Tester immer wieder als eine Grundvoraussetzung anmahnen, gehören nach der Auffassung des Experten ebenso dazu, wie ein besonders stabiler Rahmen und qualitativ hochwertige Komponenten. „Unsere Kunden fahren nicht nur steilere Strecken, sondern auch viel mehr Kilometer pro Jahr. Damit werden ganz andere Anforderungen an das Material gestellt, als bei einem normalen Velo“, betont Schär. „Mit der intensiveren Nutzung haben die Kunden natürlich auch höhere Ansprüche an die Haltbarkeit und den Komfort.“ Letztlich spiegelt sich das auch bei den Preisen wieder. So kostet das Einstiegsmodell Flyer C2 in der Grundausstattung 2.190 Euro. Für bergtaugliche Modelle mit stärkeren Akkus, Federung, vielen Gängen, einer stufenlosen Schaltung und einigen Extras kann man bei Flyer auch schnell das Doppelte ausgeben.

Aber bekommt man angesichts solcher Summen auch einen entsprechenden Gegenwert? „Für ein E-Bike muss man ungefähr das zweieinhalbfache eines guten Fahrrads ansetzen, das im Allgemeinen zwischen 700 und 1.000 Euro kostet“, so E-Bike-Spezialist Fehlau. „Allein die hochwertigen Akkus können mit 400 bis 800 Euro zu Buche schlagen.“ Bei intensiven Anforderungen und höheren Komfortansprüchen sind die Preisgrenzen von Pedelecs nach oben fließend. „Gute Pedelecs der schnellen S-Klasse, deren Motoren bis 45 km/h unterstützen, kosten in etwa so viel wie ein Motorroller.“
 
Auf welche Ausstattungsmerkmale ist zu achten?
 
Qualität und Komfort spielen auch nach Meinung von Tobias Spindler vom Weiterstädter Spezialisten für vollgefederte Räder Riese & Müller beim E-Bike-Kauf eine große Rolle. „Egal ob auf Radtour oder dem Weg zur Arbeit, schlechte Funktionen verderben selbst am E-Bike schnell den Spaß. Ausfälle von Komponenten bis hin zu Brüchen können sogar gefährlich werden.“ Angesichts des schlechten Zustands von Straßen und Radwegen sieht Spindler Handlungsbedarf. „Bei den höheren Durchschnittsgeschwindigkeiten, die man mit einem E-Bike erreicht, ist eine Federgabel nicht nur ein Komfortmerkmal, sondern ein Sicherheitsplus, wenn man durch ein Schlagloch oder über eine Bordsteinkante fährt.“

Damit Hindernisse auf dem Weg auch frühzeitig gesehen werden empfiehlt Anke Namendorf vom niederländischen Radhersteller Koga eine gute Beleuchtung, mit der man nicht nur gesehen wird, sondern die den Fahrtweg auch richtig ausleuchtet. „Gerade bei diesen Komponenten wird leider bei vielen preiswerten Anbietern gespart“, weiß die Expertin. „Deshalb lohnt sich immer ein genauer Vergleich.“ Beim Modell E-Xtension (2.999 Euro) setzt Koga zum Beispiel auf den neuen LED-Scheinwerfer Lumotec IQ Cyo des deutschen Lichtspezialisten Busch & Müller, der dank Hightech-Reflektoren den Nahbereich von zehn Metern mit bis zu 40 Lux ausleuchtet und darüber hinaus sogar eine aus dem Pkw-Bereich bekannte Tagfahrlicht-Funktion bietet. Diese ist laut Sebastian Göttling von Busch und Müller am E-Bike besonders sinnvoll: „E-Bike-Fahrer sind oft schneller als andere Verkehrsteilnehmer sie einschätzen. Unsere Tagfahrlicht-Funktion erhöht die Sichtbarkeit des Radlers. Die strahlend hellen Signal-LED im Autorückspiegel beeinflussen etwa das Abbiegeverhalten entscheidend! Bei vielen E-Bike-Modellen, z. B. bei Flyer, ist unser Tagfahrlicht serienmäßig ins Bedienkonzept integriert.“

Auch auf die Reifen sollte man beim Kauf achten, denn hier gibt es ebenfalls ganz erhebliche Qualitäts- und Preisunterschiede. „Qualität ist immer das Ergebnis bester Verarbeitung und Top-Komponenten“, so Katrin Pfeuffer von der Traditionsmarke Hercules. „Ein Pannenschutz sollte bei hochwertigen Fahrrädern und erst recht bei E-Bikes eine Selbstverständlichkeit sein. Wichtig sind zudem Haftung, Dämpfungsverhalten und Rollwiederstand.“ Letzterer hat einen nicht zu unterschätzenden Einfluß auf die Reichweite des E-Bikes. Entsprechend setzt Hercules bei seinen Fahrrädern auf hochwertiges Material, wie den speziell für E-Bikes entwickelten Reifen Schwalbe Energizer, der unter anderem mit einem Pannenschutzgürtel versehen wurde und für Geschwindigkeiten bis 50 km/h zugelassen ist.
 
Welche Reichweiten kann ich erwarten?
 
Mit modernen leistungsfähigen Akkus mit Lithium-Ionen-Technologie können unter optimalen Bedingungen Reichweiten jenseits der 100 Kilometer-Marke erzielt werden. „Doch wie so oft im Leben sind die Bedingungen selten optimal. Fahrstil, Relief, Wind oder Reifendruck sind Einflussfaktoren, denen die Reichweite unterliegt. Verlässt sich der Kunde blind auf die Angaben von Herstellern vorgeblicher Schnäppchen, kann es passieren, dass er schnell am Berg verlassen ist“, merkt Christian Malik vom Mountaibike-Hersteller Haibike zu dem Problem an, auf das auch Fach- und Testzeitschriften immer wieder aufmerksam machen. Einen realistischen Anhaltspunkt und gutes Vergleichsmaß für die Reichweite bieten die Wattstunden (Wh) des Akkus. Sind die nicht angegeben, lassen sie sich leicht errechnen, indem man die Voltstärke mit den Amperestunden multipliziert.
 
Front-, Mittel- oder Heckmotor?
 
Neben Radtyp – fast jede Radgattung ist heute mit E-Motor erhältlich – und Qualität der Ausstattung entscheidet auch der Sitz des Motors über die Fahreigenschaften des E-Bikes. Fahrdynamisch umstritten ist der Vorderradnabenmotor: Sein Zusatzgewicht am Vorderrad erschwert mitunter das Lenken, während auf rutschigem Untergrund mit einem Durchdrehen des Rades zu rechnen ist.

Velos mit Mittelmotor behalten am ehesten das charakteristische Fahrverhalten ihrer motorlosen Pendants, da der Schwerpunkt gewohnt mittig bleibt. „Am E-Mountainbike etwa ist der Mittelmotor quasi alternativlos“, erläutert Christian Malik. Mit hoher Laufruhe und Spurtreue punktet der Motor in der Hinterradnabe. Nicht nur die Fahreigenschaften, auch die Wahl der Schaltung ist Motorabhängig. Während der Vorderradmotor alle gängigen Schaltungen erlaubt, bietet der Hinterradnabenmotor lediglich der Kettenschaltung Platz. Der Mittelmotor erlaubt zwar Naben- oder Kettenschaltung, jedoch muss ein Kettenblatt an der Kurbel genügen.
 
Am besten einfach testen
 
Beim E-Bike zählen aber nicht nur die technischen Daten. So empfiehlt Buchautor Gunnar Fehlau immer auch eine ausgiebige Probefahrt beim Fachhändler. „Bei den Fahreigenschaften gibt es bei E-Bikes von gemütlich bis sportlich riesige Unterschiede. Kunden sollten deshalb immer mehrere Modelle Probe fahren, um das für sie passende Rad zu finden.“ Ein weiteres Argument für den Fachhandel ist für den E-Bike-Experten das Thema Service. „Egal ob es um turnusmäßige Wartungen von Elektrorädern, Reparaturen oder ein Update der Steuerungssoftware geht: Ein geschulter Fachhändler ist immer der beste Ansprechpartner.“

Foto: www.flyer.ch | pd-f

 


Veröffentlicht am: 16.03.2013

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