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Morgengruß von Helmut Harff: Männerbücher

In Leipzig traf sich so ziemlich alles, was mit den Thema Buch zu tun hat. Kein Wunder, denn es war wiedereinmal Buchmesse. In den Hallen drängelten sich die Menschen. Von wegen Deutschland ließt nicht mehr. Wer die Messe besuchte, kann nicht nachvollziehen, wenn Berufsskeptiker wieder einmal das Aus des Buches voraussagen. Ich meine damit auch das gedruckte und liebevoll gestaltete Buch, gedruckt auf schönem Papier.

Wer allerdings genauer hinsieht beziehungsweise genauer nachließt, wird merken, dass die Berufsgruppe der Lektoren zu einer aussterbenden zu zählen scheint. Doch es ist nun mal eine Binsenweisheit, dass an einem wirklich guten Buch auch ein guter Lektor beteiligt ist. Die Verlage sollten nicht an der falschen Stelle sparen. Wir wollen ja in einem guten Restaurant auch sauber geputztes Gemüse essen. Die Lektoren sorgen dafür, dass wir ein sauberes Deutsch zu lesen bekommen.

Noch etwas war wieder einmal zu beobachten: Männer sind für viele Verlage nur eine Randgruppe - wohl die größte. Fragt man bei den Belletristik verlegenden Verlagen nach Büchern für Männer, erntet man zumeist ein Schulterzucken. Vielleicht kommt nach einigem Nachdenken noch der Hinweis auf Biographien oder Bücher zum Thema Sport. Sind Fachbücher im Angebot, wird man schnell an die entsprechenden Regale expediert.

Für noch mehr Verwirrung sorgt die Frage, warum die vielen Bücher nicht für Männer geeignet sind. Man hat sich wohl noch keine Gedanken gemacht, warum nur Frauen die entsprechenden Bücher lesen (sollen). Über den Mann als Leser macht man sich wohl in den Verlagen ohnehin kaum Gedanken. Kann man es sich wirklich leisten, so eine große Randgruppe links liegen zu lassen?

Den Autoren kann man wohl weniger den Vorwurf machen, nichts für Männer zu schreiben. Wie in Gesprächen zu hören war, verkaufen sich solche Manuskripte schlecht. Allerdings findet man auch in den Autoren- und Selbstverlagen kaum belletristische Bücher, die sich an Männer wenden.

Sollen wir Männer uns wirklich mit einer Vettel-Biografie, dem Buch zur Bundesligasaison 2011-2012 oder dem Buch zu Windows8 zufrieden geben? Ich meine nein!

Ich mache mir jetzt mein Frühstück. Dazu lese ich kein Buch, sondern die Wochenendbeilage meiner Sonntagszeitung.

Ich wünsche Ihnen ein schönes Frühstück. Vielleicht haben Sie ja heute einige Mußestunden für ein Buch.

 


Veröffentlicht am: 17.03.2013

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