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Leipziger Buchmesse: zufriedene Gesichter

Nach vier Messetagen und 2.800 Veranstaltungen auf der Leipziger Buchmesse und in Leipzigs Innenstadt steht fest: Das Buch in seiner Vielfalt steht ungebrochen bei den Lesern hoch im Kurs. Heute schließt die Leipziger Buchmesse mit einer erfreulichen Bilanz. Zum Jahresauftakt der Buchbranche strömten rund 168.000 Besucher, darunter circa 50.000 Fachbesucher, auf das Messegelände.

Auf 69.000 Quadratmetern präsentierten sich 2.069 Verlage aus 43 Ländern einem begeisterten Publikum. Die Ausstellerbefragung des Instituts für Marktforschung, im Auftrag der Leipziger Messe, ergab eine sehr hohe Zufriedenheit der Aussteller. Die Verlage hoben hervor, in Leipzig auf ein sehr neugieriges Publikum zu treffen und gleichzeitig ein direktes Feedback zu erhalten. Die kleinen Verlage freuten sich über das starke Interesse, das den noch unbekannten Autoren entgegen gebracht wird.

Martin Buhl-Wagner, Sprecher der Geschäftsführung der Leipziger Messe, resümierte eine gelungene Veranstaltung: „Wir sind mit dem Messeverlauf hochzufrieden. Das durchweg positive Feedback der Aussteller unterstreicht die Bedeutung der Leipziger Buchmesse als Marketingplattform der Branche. Die Besucherfrequenz zeigt, dass das Buch in all seinen Facetten bei jungen und älteren Literaturfans gleichermaßen hoch im Kurs steht.“

„Ein schwungvoller Start ins Bücherjahr – nicht nur auf dem Buchmarkt, sondern auch auf der Leipziger Buchmesse“
, sagte Alexander Skipis, Hauptgeschäftsführer des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels. „Große Begeisterung hat die Kampagne der Buchbranche ‚Vorsicht Buch!‘ entfacht. Von Leipzig aus wollen wir damit eine Bewegung in ganz Deutschland für das Buch und den Buchhandel vor Ort auslösen. Mich freut außerordentlich, dass rund um die Leipziger Buchmesse auch dadurch der stationäre Buchhandel als Rückgrat der Buchkultur viel Aufmerksamkeit bekommen hat.“

Bildungsmesse und Leseförderung: Für das Lesen begeistern

Das Thema Bildung wurde auch in diesem Jahr groß geschrieben. In Leipzig präsentierten sich Anbieter klassischer Bildungsmedien, aber auch Verlage mit Kinder- und Jugendliteratur, Fach- und Sachbüchern sowie Hörbüchern, Digitalen Medien und Musik. Pädagogen und Erzieher bildeten sich in praxisnahen Fachveranstaltungen, Kongressen und Symposien weiter. Mit ihrem Schwerpunkt Kinder- und Jugendbuchliteratur begeisterte die Leipziger Messe junge Menschen mit spannenden Lesungen und spielerischen Angeboten. Mehr als 250 Autoren und Mitwirkende präsentierten in rund 500 Veranstaltungen an 120 Leseorten ihre Werke für Mädchen und Jungen unterschiedlichen Alters.

Für Oliver Zille, Direktor der Leipziger Buchmesse, bestätigt sich erneut: „Dass die Leipziger Buchmesse auch eine Bildungsmesse für Lehrer, Erzieher und Pädagogen ist, zeigt das rege Interesse an den Fachveranstaltungen und Workshops. Das Thema Leseförderung ist für uns ein wichtiges, gesellschaftliches Anliegen. Rund ein Drittel der gesamten Ausstellungsfläche war auch in diesem Jahr der Kinder- und Jugendliteratur gewidmet. Damit leistet die Messe einen ganz entscheidenden Beitrag in der öffentlichen Debatte um die Zukunft unserer Kinder.“

„tranzyt. kilometer 2013. Literatur aus Polen, der Ukraine und Belarus“ von großem Interesse       
                            
Aus dem Osten viel Neues – dafür steht die Leipziger Buchmesse seit Jahrzehnten. Zum zweiten Mal wurden spannende Literaturen aus Polen, der Ukraine und Belarus einem breiten Publikum vorgestellt.

„Die Resonanz auf unseren Programmschwerpunkt übertraf alle Erwartungen. Ich bin positiv überrascht von der großen Aufmerksamkeit, die wir in Leipzig erzielen konnten“, sagt Martin Pollack, Kurator des Programmschwerpunktes. „In diesem Jahr waren deutlich mehr Leser zu unseren Veranstaltungen gekommen als zur Premiere im letzten Jahr. Schön ist auch, dass wir bereits erste Bücher in deutscher Sprache in der Hand halten konnten, die aus den Autorenpräsentationen in Leipzig entstanden sind. Unsere Pflanze wächst und gedeiht und ich freue mich, sie gemeinsam mit den Partnern weiter zu bewässern.“

tranzyt ist ein Projekt der Leipziger Buchmesse, der Robert Bosch Stiftung und der Stiftung für deutsch-polnische Zusammenarbeit in Kooperation mit der Rinat Ahmetov Stiftung „Rozvytok Ukrajiny“, der Allianz Kulturstiftung, dem Lemberger Verlegerforum und dem Polnischen Buchinstitut Krakau und dem Goethe-Institut Minsk.

Glückliche Gewinner des ersten autoren@leipzig Awards


Sechs Gewinner freuten sich am Messefreitag über den neuen Preis für Self-Publisher. Die Jury des ersten autoren@leipzig Awards würdigte Marah Woolf, Carola Wolff, Nikola Hotel in der Kategorie Fiction und Heidi Schmitt, Stephan Waldscheidt und Birte Vogel in der Kategorie Non-Fiction für ihre herausragenden Leistungen.

Die beiden Erstplatzierten erhielten einen Geldpreis in Höhe von 3.000 Euro sowie eine Patenschaft des Droemer Knaur Lektorats für das nächste Werk. Die Zweitplatzierten freuten sich über eine PR-Beratung mit Kreativsession sowie ein professionelles Fotoshooting von und mit der Berliner Agentur Literaturtest im Gesamtwert von 2.000 Euro. Geldpreise und E-Book-Reader wurden an die weiteren Gewinner übergeben. Der autoren@leipzig Award wurde im Rahmen des Fachprogramms autoren@leipzig gemeinsam mit neobooks verliehen.

5. Kongress Bibliothek & Information Deutschland
 
Mit einem Rekord von 3.500 Teilnehmern ging der 5. Kongress Bibliothek & Information Deutschland bereits am 14. März zu Ende. Auf der europaweit größten Tagung ihrer Art diskutierten Bibliothekare aus 25 Ländern unter anderem über aktuelle Themen wie die E-Book-Ausleihe und eine Reform des Urheberrechts. Gastland war in diesem Jahr die Türkei. Veranstaltet wurde der Kongress von Bibliothek und Information Deutschland (BID) (Bundesvereinigung Deutscher Bibliotheks- und Informationsverbände e.V.). Der Kongress stand unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten.

Die nächste Leipziger Buchmesse findet vom 13. bis 16. März 2014 statt.

 


Veröffentlicht am: 18.03.2013

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