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Morgengruß von Helmut Harff: Standhafte Zyprioten

Die Bankeinlagen sind sicher, versichern die Politiker. Sie meinen damit allerdings nicht die Zyprioten, sondern uns - die deutschen Sparer. Sie haben damit aktuell sogar recht. Derzeit sehe ich nicht, dass die Bundesregierung an die Sparguthaben der Deutschen Hand anlegen will. Ich glaube, dass dann auch schnell Millionen Menschen auf der Straße sind und ihrem Unmut nicht nur mit Worten Ausdruck verleihen würden.

Den Menschen auf Zypern wollte man genau das zumuten. Vielleicht meinte man, auf dem Insel-Teilstaat mal ausprobieren zu können, wie die Menschen auf eine Zwangsabgabe auf ihr Bankguthaben reagieren. Hut ab vor den Zyprioten. Sie haben gezeigt, dass man sich nicht alles gefallen lassen kann. Ihre Proteste - so hoffe ich zumindest - haben Erfolg.

Nun soll es den vermögenderen Bankkunden an den finanziellen Kragen gehen. Die Reichen aus aller Welt, die ihr Geld auf zypriotischen Bank deponiert haben, werden nicht demonstrieren. Wahrscheinlich schicken sie auch nicht ihre Bodyguards um die Regierung zum Umdenken "zu bewegen". Die haben andere Mittel und Möglichkeiten. Zypern als interessanter Ort der Geldanlage wird aber damit für längere Zeit ausgedient haben. Andere Länder - darunter vielleicht auch Deutschland - werden davon profitieren. Möglicherweise wandert das Kapital aber auch in Länder ab, die gern als Schurkenstaaten bezeichnet werden.

Doch was ist mit uns? Sind die Zyprioten nur sauer auf Kanzlerin Merkel, die sie für die Abgabepläne maßgeblich verantwortlich machen, oder auf alle Deutsche? Können wir jetzt noch auf der Mittelmeerinsel noch Urlaub machen? Ich glaube, wir können getrost genau wie nach Griechenland auch nach Zypern fahren. Wir sollten es sogar vermehrt tun, denn beide Länder leben unter anderem vom Tourismus. Ich bin überzeugt davon, dass man auch am Mittelmeer zwischen ganz "normalen" Menschen und Politikern unterschieden kann.

Was ich allerdings nicht machen würde, wäre in solchen Ländern - und das gilt unter anderem auch für Italien, Spanien und Portugal - ein Konto zu führen. Das Geld liegt wohl doch sicherer auf einem hiesigen Konto. Aber ob das Geld hier wirklich sicher vor dem Zugriff des Staates ist - darauf würde ich nicht einmal eine Muschel von einem zypriotischen Strand wetten.

Ich mache mir jetzt mein Frühstück.

Ihnen wünsche ich ein schönes Frühstück. Reden Sie doch mal mit ihren Bankberater.

 


Veröffentlicht am: 19.03.2013

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