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Morgengruß von Helmut Harff: Krieg gegen die Kultur

Gestern haben mich zwei Meldungen sehr nachdenklich gemacht: Zum einen war es auf den Tag genau 10 Jahre her, dass die USA und ihre Verbündeten in den Irak einmarschierten. Ziel war der Sturz des Diktators Saddam Husseins. Die andere Meldung beschäftigte sich mit der kulturellen in der irakischen Hauptstadt Bagdads.
   
Bagdad, so war zu hören, hatte unter der Herrschaft  Husseins ein reges Kulturleben. Es gab Theater, Schauspiel-, und Ballettschule, Kinos und zahlreiche Galerien. Nun galt der Diktator nicht unbedingt als sehr kulturbeflissen. Er schmückte sich aber - das machen viele Diktatoren gern  - mit Kunst und Kultur. Das ließ er sich auch viele Millionen kosten.

Heute leben Künstler in ständiger Lebensgefahr. Religiöse Fanatiker bedrohen diese mit dem Tod. Öffentliche Musikdarbietungen gibt es ebenso wenig wie Kinovorführungen. Ausgerechnet Bagdad ist nun dieses Jahr Kulturhauptstadt der Arabischen Welt.

Da passt einfach zuviel für mich nicht zusammen. Die islamischen Länder waren Jahrhunderte die führenden Kulturnationen und haben unser kulturelles Leben maßgeblich geprägt. Was ist da nur passiert? Welche Angst haben einige heutige islamische Führer vor ihrer eigenen und fremder Kulturen? Wird der Islam von Kunst und Kultur bedroht? Ich kann mir das nicht vorstellen.

Mich bewegt aber auch die Frage, wieso es den US-Amerikanern seit Jahrzehnten nicht mehr gelingt, ihr American way of life in die Welt zu tragen. Was vor allem nach dem zweiten Weltkrieg in Europa und vor allem in Deutschland gelang, scheint heute unmöglich. American way of life will augenscheinlich niemand mehr. Darüber sollten die Menschen in den USA einmal nachdenken. Vielleicht sind auch in den Staaten zu viele Fundamentalisten am Werk?

Eines scheint aber klar zu sein: Wenn man Diktaturen oder auch nur missliebige Regierungen mit militärischen Mitteln bekämpft, muss man mit genauso großem finanziellen und personellen Aufwand den Aufbau einer Zivilgesellschaft betreiben. Ansonsten kommt es dazu, dass man nicht nur den Diktator - wie im Irak - sondern auch Kunst und Kultur vernichtet.

Ich mache mir jetzt mein Frühstück. Manchmal bin ich richtig froh, in Deutschland zu leben.

Ihnen wünsche ich ein schönes Frühstück. Vielleicht haben Sie eine Antwort auf meine Fragen.

 


Veröffentlicht am: 21.03.2013

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