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Morgengruß von Helmut Harff: Fettnäpfchen

Gestern bin ich mit meinem Morgengruß und meinem Loblied auf Berlin in viele Fettnäpfchen getreten. Selbst Pressestellen einiger Städte - ich nenne keine Namen - äußerten sich zugunsten ihrer Städte. Wütend waren die Kommentare aus Kassel. Doch bei aller Liebe: Kassel belegt nun einmal keinen vorderen Platz in der Hitliste der schönsten deutschen Städte.

Ich habe mir einmal Gedanken, welche Großstädte mir außer Berlin noch so gut gefallen, dass ich dort Leben möchte. Die Liste ist nicht lang und wird von Hamburg und Dresden angeführt. Dann folgen München und Leipzig. Damit endet die Liste auch schon. Das hat auch etwas damit zu tun, dass ich nicht an einem Ort leben möchte, den ich in einem halben Jahr in- und auswendig kenne. Ich liebe einfach die Vielfalt und auch die Anonymität der Großstadt. Ich liebe auch die Verschiedenheit der Lebensmöglichkeiten, die große Städte bieten. Ich liebe es, wenn jeder nach seiner Fasson selig werden kann.

Doch Städte müssen mir auch städtebaulich gefallen. Da gibt es im Osten der Republik nicht sehr viele. Die "sozialistischen Städte" sind nun mal nicht wirklich ansehnlich. Allerdings ist in den vergangenen 20 Jahren in Städten wie Halle, Rostock oder Chemnitz sehr viel passiert. Doch nicht nur im Osten gibt es städtebauliche Katastrophen. Viele Zentren westdeutscher Großstädte sind noch immer von Bausünden aus den sechziger, siebziger und achtziger Jahren geprägt. Was die Architekten dort in Beton gegossen haben, ist auch nicht viel besser als die Plattenbauten im Osten. Vielfach sind die Fußgängerzonen der Innenstädte so austauschbar, dass ich kaum weiß, in welcher Stadt ich gerade bin.

Das ist - zumindest sehe ich das so - in Berlin ganz anders. Auch hier gibt es Bausünden - doch die verteilen sich über die sieben Zentren der Stadt und über die City Ost und die City West. Die Stadt ist einfach vielfältiger. Dazu kommt, dass Berlin einfach nicht fertig ist. Hier ist Platz für neue Bauprojekte, für ganz  neue Wohn- und Arbeitsviertel. Hier kann man im teuren Szeneviertel wohnen oder nur fünf Minuten Fußweg entfernt noch sehr preiswert eine Bleibe anmieten. Hier trifft man völlig abgefahrene Kulturstädten in sogenannten gutbürgerlichen Gegenden und Nobellokalitäten in den Szenebezirken der Stadt.

Ich mache mir jetzt mein Frühstück. Ob ich bei so vielen Lobeshymnen auf Berlin mal vom Bürgermeister Wowereit zum Frühstück eingeladen werde? Vielleicht lade ich ihn auch ein.

Ihnen wünsche ich ein schönes Frühstück. Wen laden Sie zum Frühstück ein?

 


Veröffentlicht am: 23.03.2013

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