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Aufgespießt: (K)ein Aprilscherz

(Helmut Harff / Chefredakteur) Am 1. April schicken wir gern Mitbürger in den April. Will sagen, wir versuchen andere Leute zu vera..., pardon, zu veräppeln. Mal machen wir das eher intelligent, mal eher mit der Brechstange.

Doch warum ist eigentlich der 1. April der Tag, an dem man ungestraft lügen darf, ja muss? Warum sind wir erleichtert, wenn jemand "April, April" sagt, nach dem er uns gekündigt oder einen Heiratsantrag gemacht hat? Die Antwort ist kein Aprilscherz: Es weiß keiner so genau.

"Schuld" sollen die Bayern (das ist kein Aprilscherz) sein. 1618 wurde die Redensart "in den April schicken" nachweislich erstmals im Land der Weißwürste und Lederhosen benutzt. Doch bis der Aprilscherz allgemeines Sprachgut wurde, dauerte es noch bis zur zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. In Grimms Deutschem Wörterbuch von 1854 taucht der Begriff noch nicht auf, wohl aber der Aprilnarr.

Vielleicht hat das ja etwas mit dem wechselhaften Aprilwetter zu tun. Man sieht aus dem Fenster und es scheint die Sonne, geht man aus dem Haus, regnet es. Das ist ein wirklich schlimmer Aprilscherz. Dieses Jahr hatten wir allerdings diese Art von Aprilscherz schon im März. Oder war das Wetter nicht ein schlechter Scherz?

Merkwürdig finde ich, dass es vor allem Pressemenschen sind, die dafür sorgen, dass der Aprilscherz nicht in Vergessenheit gerät. Ich hatte schon einige "Pressemitteilungen", die mit der Sperrfrist 1. April versehen sind. Wirklich ulkig oder geistreich waren allerdings längst nicht alle. Interessant ist auch, dass es noch niemand versuchte, diesen populären Termin kommerziell zu nutzen. Zumindest ist mir nichts bekannt. Es gibt keine süßen Aprilscherze und mit Senf gefüllte Backwaren kennt man auch nur zum Karneval. Postkarten zum 1. April sind mir ebenfalls noch nicht begegnet.

Gott sei Dank fällt der diesjährige 1. April auf einen Feiertag. Da gibt es zumindest keine Post vom Finanzamt oder keine Nachzahlungsaufforderung vom Stromlieferanten. Die halte ich zumeist für Aprilscherze. Leider sind die nie mit April, April unterschrieben.

Noch ein Tipp: Achten Sie am 1. April auf genussmaenner.de auf Artikel, die Ihnen nicht so ganz geheuer vorkommen. Manchmal gehen auch mit uns die Pferde durch.

 


Veröffentlicht am: 01.04.2013

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