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23.03.2017

 

 

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Morgengruß von Helmut Harff: Made in Germany

Ende des 19. Jahrhunderts führte man in Großbritannien als Schutz vor billiger Importware die Bezeichnung "Made in Germany" ein. Heute ist genau das in den Augen vieler Käufer ein Gütesiegel. Doch ist dem wirklich noch so?

Sicherlich ist in vielen Fällen "Made in Germany" ein gutes Verkaufsargument und Unternehmen werben damit, dass ihre Produkte ganz oder zumindest im überwiegenden Maß hierzulande hergestellt werden. Im Zweifel entscheiden sich die Käufer nicht nur in Deutschland für "Made in Germany" und gegen "Made in China" oder andere asiatische Herkunftsbezeichnungen. Ob man damit immer besser fährt, muss jeder für sich entscheiden.

Doch der Lack an der Marke "Made in Germany" blättert immer mehr. Vor allem die viel gelobten Ingenieursleistungen und das deutsche Bauwesen belastet den guten Ruf. Man denke nur an die Baumängel an der Pinakothek der Moderne in München oder am Berliner Hauptbahnhof. Beide Gebäude sind noch fast neu und müssen schon saniert werden. Das Münchener Museum wird geschlossen und in Berlin wird der Hauptbahnhof 2015 und 2016 für mehrere Monate zumindest teilweise dicht gemacht. Vielleicht nutzt man dann die Zeit bei der Bahn, um die Fahrzeugflotte "Made in Germany" so umzurüsten, dass sie auch ohne ständige Ausfälle funktionieren. Bleibt zu hoffen, dass dann die nächste Chaosbaustelle, der neue Hauptstadtflughafen, fertig ist. Das ist allerdings zweifelhaft. Vielleicht hat der aber auch schon wieder Pause - wegen Baumängel.

Gelassen können alle Hauptstädte dem entgegensehen, die in Hamburg die Elb-Philharmonie besuchen wollen. Die Super-Pannen-Baustelle der Hanseaten ist dann sicherlich noch nicht fertig. "Made in Germany" - bei all den genannten und vielen nicht genannten Projekten ist das kein Aushängeschild mehr.

"Made in Germany" ist aber nicht nur ein Aushängeschild für technische Leistungen. Auch unser Rechtssystem war ein Aushängeschild. Das dem nicht mehr so ist, dafür hat das Hickhack um die Presseplätze beim NSU-Prozess und deren Verschiebung gesorgt. Man macht sich nicht nur in der Türkei sorgen um den Rechtsstaat "Made in Germany".

Ich mache mir jetzt mein Frühstück. Das ist auch nicht wirklich "Made in Germany"

 


Veröffentlicht am: 20.04.2013

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