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Morgengruß von Helmut Harff: Der Fall Hoeneß

Wieder einmal geht in Deutschland ein Gespenst um - das Gespenst des Undenkbaren. Verfolgt man die Diskussionen in den Medien um den sich selbst als Steuerbetrüger angezeigten Uli Hoeneß, so zeigt sich die Phantasielosigkeit von Medien-Menschen, Politikern und anderen gern Befragten. Immer wieder ist zu hören, dass man sich nicht vorstellen konnte, dass ein Gutmensch wie die Bayern-Manager zu einem Kriminellen werden konnte.

Ich kann mir so etwas bei jedem vorstellen, auch wenn ich selbstverständlich keinen Generalverdacht äußern will. Doch "Geiz ist Geil" ist keine Erfindung einer Werbeagentur, sondern eine uralte menschliche Verhaltensweise. Schlimm ist nur, wenn diese Mentalität so massiv mit geltendem Recht kollidiert, wie im Fall Hoeneß.

Was mit beim Steuersünder Hoeneß durch den Kopf geht, ist die Frage, ob sein Outing nicht nur die Spitze eines Eisberges ist. Sein Geld in Deutschland zu versteuern, das ist bei den Oberen des !FC Bayern München nicht gerade ein Volkssport. Man denke nur an die steuergünstige Wohnortverlagerung des Wohnsitzes durch Franz Beckenbauer. Gibt es beim Vorzeigeverein des Deutschen Fußballs eine zweigeteilte Liebe zur Heimat? Einmal das krachlederne Bekenntnis zu Bayern und einmal den Drang, seinem Land die dringend benötigten Steuergelder vorzuenthalten? Da bleiben viele Fragen.

Was ich allerdings noch viel schlimmer finde - und das hat nichts mit Uli Hoeneß zu tun - dass man als Steuerhinterzieher mit einer Selbstanzeige und der Zahlung der ohnehin fälligen Steuern ( manchmal mit einem kleinen Aufschlag) völlig straffrei ausgeht. Man stelle sich vor, dass würde auch bei anderen Straftaten möglich sein. Wer beispielsweise Geld unterschlägt oder anderweitig entwendet, zeigt sich selber an, zahlt das Geld zurück - und das war es dann. Das möchte wohl außer den Straftätern niemand. Wer sich wie Uli Hoeneß selber der Steuerhinterziehung bezichtigt, um so nicht ins Gefängnis zu müssen, muss mindestens ein Mehrfaches seiner Steuerschuld zahlen müssen. Straffreiheit für Kriminelle ist eines Rechtsstaates unwürdig.

Ich mache mir jetzt mein Frühstück. Mal sehen, was die investigativen Kollegen in den kommenden Tagen noch so ans Tageslicht bringen?

Ihnen wünsche ich ein schönes Frühstück. Wie soll man aus Ihrer Sicht mit Steuerbetrügern umgehen?

 


Veröffentlicht am: 23.04.2013

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