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Morgengruß von Helmut Harff: Billiges Geld

Alle, die irgendwie Geld von ihrer Bank brauchen - also auch die Banken, die sich untereinander mit Geld versorgen - konnten gestern jubeln. Die Europäische Zentralbank (EZB) senkte die Zinsen auf ein Rekordtief von 0,5 Prozent. Das macht Geld billiger.

Billiger für alle? Genau hier liegt der Hase im Pfeffer. Denn schon bisher betrug der Leitzinssatz nur 0,75 Prozent. Wir als Bankkunden durften dennoch viel, viel mehr bezahlen, wenn wir uns Geld leihen wollten. Ich bin ziemlich sicher, dass sich daran nichts ändert. Das ist mit Verlaub eine Sauerei. Die ist um so größer, da es kaum Sinn macht, mal einfach die Bank zu wechseln. Die geforderten Zinssätze ähneln sich auffällig. Hier ist Protest ebenso wie der Eingriff der Politik gefordert.

Der niedrige Zinssatz ist auch ein Desaster für alle Sparer und alle, die mit Lebensversicherungen oder anderen Sparmodellen für ihr Alter vorsorgen. Der weiter gefallene Zinssatz führt dazu, dass die Sparguthaben, bezieht man die Inflationsrate mit ein, immer weniger Wert werden. Die EZB sorgt mit ihrer Zinspolitik für eine schleichende Enteignung und Verarmung von vielen Sparern.

Dazu passt eine andere Meldung, wonach die Deutschen immer weniger sparen. Das Geld wird anderweitig angelegt wird. Immobilien stehen dabei ganz hoch im Kurs. Einerseits machen die niedrigen Zinsen Baugeld immer billiger, andererseits sind hier die Renditeerwartungen hoch. Die Erwartungen sicherlich, doch ob die Rechnung aufgeht?

Bleibt zu hoffen, dass klein- und mittelständische Unternehmen, das Rückrat unsere Wirtschaft, von den gesunkenen Zinsen profitieren. Bekommen sie billigeres Geld für Innovationen, Investitionen und weiterem Wachstum, so werden Arbeitsplätze zumindest sicherer. Das wäre für den "einfachen Mann von der Straße" wenigstens ein positiver Effekt der EZB-Zinssenkung.

Ich mache mir jetzt mein Frühstück. Mal sehen, ob ich nicht einen sicheren Bankplatz finde, an dem noch vernünftige Zinsen gezahlt werden. Meine Steuern bekommt selbstverständlich der deutsche Fiskus.

Ihnen wünsche Ich ein schönes Frühstück. Wie legen Sie Ihr Geld an? In der Schweiz?

 


Veröffentlicht am: 03.05.2013

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