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Morgengruß von Helmut Harff: Gier ist geil

Einst machte der Slogan "Geiz ist geil" Furore. Die, die sich Geiz noch leisten konnten, fanden Gefallen an dem Slogan und die, die von Hause aus geizig sein müssen, konnten sich die beworbenen Dinge auch dann nicht leisten. Gekauft wurde dennoch. Die Pessimisten der Nation sahen darin wieder einmal den Untergang des Abendlandes.

Das Jahr 2013 scheint dagegen eines der Jahre zu werden, dass unter dem Motto "Gier ist geil" steht. Ich gebe gern zu, dass dieses Motto nicht gerade neu ist. Doch es geht mir immer wieder durch den Kopf, wenn ich an die Diskussionen um das Steuerabkommen mit der Schweiz, um Steuerparadiese in Deutschland wie Bayern oder eben an den 1. FC-Bayern-Präsidenten Ulli Hoenß denke. Nun auch noch die bayrischen Politiker, die trotz Verbot engste Familienangehörige beschäftigen.

All diese Fälle - und die Dunkelziffer dürfte unabsehbar hoch sein - zeigen, dass Gier augenscheinlich noch geiler als Geiz ist. Gier, das scheint die Triebfeder von Leuten zu sein, die ganz oben (im Fußball wäre das die Bundesliga)  mitspielen wollen, aber wohl nur das Zeug zur 3. Liga haben.

Gier macht bei Hartz4-Empfängern nur wenig Sinn. Klar auch die arbeiten schwarz. Doch die Vorreiter von "Gier ist Geil" haben kaum Existenzängste. Sie wollen einfach mehr - mehr von der Gesellschaft. Sie wollen Steuern sparen oder ihre Familienmitglieder mit dem Geld der Bürger gut versorgt wissen. Das sie es nicht nötig haben, zeigt, dass man sehr schnell bereit ist, das unrechtmäßig erhaltene Steuergeld wieder zurück zuzahlen. Das kann ein Mensch auf der untersten Sprosse der wirtschaftlichen Hierarchie wohl kaum.

Haben wir zukünftig ein Land, in dem die einen dem Slogan "Geiz ist geil" und die andern dem "Gier ist geil" folgen? Ich befürchte, dem ist schon seit langem so und keiner will es wirklich ändern. Die einen nicht, weil ihnen nichts als Geiz bleibt, die anderen, weil Gier einer wichtige Triebfeder für sie ist. Wie passt da eigentlich das Motto des evangelischen Kirchentages in Hamburg "Soviel du brauchst" ins Bild?

Dabei fällt mir ein, dass Marx so eine Gesellschaft als Klassengesellschaft definiert hat. Deren Zusammenleben verlief in der Vergangenheit nicht immer unproblematisch. Droht jetzt der Untergang des Abendlandes?

Ich mache mir jetzt mein Frühstück. Dabei bin ich nicht geizig.

Ihnen wünsche Ich ein schönes Frühstück. Gehören Sie eher zu denen, für die Geiz oder zu denen, für die Gier geil ist?

 


Veröffentlicht am: 04.05.2013

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