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Morgengruß von Helmut Harff: Nomaden

Wir beklagen heute fast gebetsmühlenartig die Globalisierung unseres Lebens. Wir haben keine Arbeitsplätze mehr, an den wir gelernt haben und dort bis zur Rente arbeiten. Wir müssen nicht nur unsere Arbeitsplätze mehrfach wechseln, sondern auch unsere Wohnorte. Das Wort vom modernen Nomaden macht die Runde.

Doch so ein Nomadenleben ist zumindest für Handwerker nichts Neues. Früher ging man auf Wanderschaft. Bevor man zum Gesellen wurde, musste man drei Jahre auf Wanderschaft, auf die Walz, wie es früher hieß. Wer es dann nicht zum Meister brachte, wanderte auch danach dahin, wo es Arbeit gab. Die Handwerker waren es, die für den kulturellen Austausch zwischen Regionen, Ländern und Kulturen sorgten.

Solche nomadisierten Handwerker gibt es noch heute und wir alle profitieren von ihrem Wandertrieb. Zu sehen bekommen wir sie höchstens in Kochshows oder als kochende Showmaster auf Messen. Ja, ich meine die Köche. Redet man mit den Virtuosen am Herd, so erzählen sie sehr schnell und sehr gern von ihren verschiedenen Arbeitsstellen. Dabei spielen weniger die Orte – von denen bekommen Köche eh nicht so viel mit – als die Lokalitäten und die dortigen Chefköche eine Rolle.

Das Renommee eines Kochs ist nicht unbedingt von Sternen, Hauben oder Kochlöffel abhängig. Es hängt ganz maßgeblich davon ab, wem der Spitzenköche sie bei der gemeinsame Arbeit über die Schulter gesehen haben. Das ist jedoch kein eitler Selbstzweck, sondern notwendig, um sich als Koch weiter zu entwickeln. Davon profitiert vor allem einer:  Der Gast.

Wer als Koch in der Welt rum gekommen ist, der kann auch internationale Küche auf den Tisch bringen. Er kann – und das finde ich noch wichtiger – regionale Küche neu und modern interpretieren.
Angekommen sind die meisten Köche nie. Auch wenn sie bei einer Station als Chefkoch sind, irgendwann kommt das Wandergen wieder durch. Wer sich entschieden hat, sein eigenes Restaurant zu eröffnen, den hält es ebenfalls noch lange nicht hinter dem eigenen Herd. Die Wirtschaft und das Fernsehen locken ebenso wie das Kochen in fremden (Privat)Häusern.

Ich habe heute einen Koch, der mir mein Frühstück macht. Es ist Rico Pohl, Küchenchef im Iberotel im Land Fleesensee.

Ich wünsche Ihnen ein genussvolles Frühstück. Wer steht bei Ihnen in der Küche?

 


Veröffentlicht am: 11.05.2013

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