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Morgengruß von Helmut Harff: Gipfelitis

Die Politik leidet an vielem - unter anderem auch an der Gipfelitis. Sie bricht immer dann aus, wenn die Therapie: "Wenn du nicht weiter weist, gründe einen Arbeitskreis" nicht mehr anschlägt. Heute greift Kanzlerin Merkel wieder einmal zu dieser Maßnahme. Sie lädt zum Demografie-Gipfel Nummer zwei.

Was soll so ein Gipfel bringen? Soll ein Gesetz auf den Weg gebracht werden, wonach kinderlosen Menschen die Zwangsverheiratung droht, verbunden mit der Zwangsauflage, mindestens drei Kinder zu zeugen? Sollen kinderlose Deutsche dazu gezwungen werden, zumindest drei Kinder zu adoptieren? Oder wird Alt gleich Rentner nochmals neu definiert? Gilt zukünftig erst als Alt, der seinen 75. Geburtstag schon feiern durfte? Nein meinen Sie? Wozu dann wieder ein Gipfel, wo doch der erste schon nichts als Kosten und heiße Luft brachte?

Die Regierung Merkel will vielleicht so im Vorwahlkampf zeigen, dass sie sich der Probleme stellt. Mich erinnert das an einen übergewichtigen Menschen, der bei Cola und Chips abnehmen will, in dem er ein Diätbuch nach dem anderen ließt. Aus der Gipfelperspektive hat man zwar den schönsten Ausblick, wie jeder Bergwanderer weiß. Doch wie es in den Niederungen (des Lebens) wirklich aussieht, kann man von da oben bestenfalls noch erahnen.

Die Jungen und die Alten und alle, die sich nicht mehr beziehungsweise noch nicht zu der einen oder anderen Gruppe zählen, haben von so einem Gipfel mit Sicherheit nichts. Ein konstruktives Ergebnis ist ebenso unwahrscheinlich wie eine absolute SPD-Mehrheit nach der nächsten Bundestagswahl.

Wir, die wir jung, nicht so alt oder alt sind, sind gefragt, unser Zusammenleben zu organisieren. Die Wirtschaft ist gefragt, wie sie vor allem mit Berufseinsteigern und den Menschen umgehen, die schon 40 und mehr Jahre gearbeitet haben. Beide brauchen berufliche und finanzielle Sicherheiten. Wenn die Jungen immer weniger werden, muss die Wirtschaft denen den roten Teppich ausrollen. Den sollten die Wirtschaft für die alten, erfahrenen Mitarbeiter gleich liegen lassen. Beide werden zukünftig - auch dank einer sinkenden Gesamtbevölkerung - immer mehr gebraucht.

Vielleicht bringt die Gipfelites der Politik ja doch wenigsten einen kleinen Erfolg. Vielleicht einigt man sich wenigstens darauf, dass die Jungen und die Alten gemeinsam auf den Weg in die Zukunft machen müssen. Dabei können die Jungen sogar die Führungsrolle übernehmen. Sie sollten, nein sie müssen sich dabei nur der Erfahrungen der Alten bedienen. Wir brauchen keine Ältestenräte und keinen Jugendwahn. Wir brauchen auch keine Gipfel. Wir brauchen eine gemeinsame Zukunft.

Ich mache mir jetzt mein Frühstück. Ganz ehrlich? Ich wäre bei dem Demografie-Gipfel gern dabei. Vielleicht hätte ich ja sogar etwas beizutragen.

Ihnen wünsche ich ein genussvolles Frühstück. Glauben Sie an Erfolge von politischen Gipfeln?

 


Veröffentlicht am: 14.05.2013

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