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Aufgespießt: Hebamme oder Hebammer

(Helmut Harff / Chefredakteur) Es gibt Themen, die bewegen uns Männer einfach. Dazu zählt augenscheinlich die Idee der Leipziger Universität, künftig auf die männliche Schreibweise von Begriffen wie Minister oder Offizier zu verzichten. Man will auch nicht mehr die inzwischen übliche Schreibweise MinisterIn oder OffizierIn anwenden. Geht es nach den Verantwortlichen der Uni heißt es nur noch Ministerin oder Offizierin.

Darüber hatte ich mich schon in einem Tageskommentar ausgelassen und gefragt, was Sie, die Leser von genussmaenner.de davon halten. Erstaunlich vielfältig waren die Antworten. Nicht erstaunlich war, dass die meisten Meinungsäußerungen die Idee für ziemlich abwegig halten. Nicht alle Äußerungen fielen so moderat aus. Wohl weniger ernst gemeint war der Vorschlag, der von einigen Männern kam, die Leipziger Idee einfach umzudrehen. Dann hätten wir Hebamme, keine Krankenschwester mehr. Stattdessen hätten wir dann Hebammer und Krankenbrüder. Es scheint immer noch möglich zu sein, Unsinn noch unsinniger zu machen. Die Deutsche Sprach scheint wirklich viel mitzumachen.

Aber, es gab auch nachdenkliche Stimmen, die den Leipziger zwar Übertreibung vorwerfen, aber die Idee auch nachdenkenswert finden. Auch wenn man das Kind nicht mit dem Bade ausschütten will, so zeigen sich einige Männer offen für einen weitere Diskussion über die Schreibweisen von Begriffen. Man verwies darauf, dass Begriffe wie Fräulein fast aus unserem Wortschatz verschwunden sind oder nicht mehr in ihrer ursprünglichen Bedeutung verwendet werden. Lediglich zwei Männer fanden den Vorstoß aus Leipzig so richtig gut.

Unter den Frauen, die uns schrieben, sind diejenigen ebenfalls in der Mehrheit, die das Vorpreschen der Uni Leipzig als ziemlichen Unsinn ansehen. Eine Lehrerin war regelrecht erbost über (nicht nur) meine Idee, dass es künftig nur noch Vergewaltigerinnen und nicht mehr Vergewaltiger geben soll. Sie war, wie viele Männer und Frauen mit ihr, der Ansicht, dass sich Sprache über längeren Zeiträume den gesellschaftlichen Gegebenheiten anpasst. Hieß es noch vor einigen Jahrzehnten Frau Minister, so ist heute die Ministerin ein total gängiger Begriff. Gleiches gilt für Offizierin.

Schön war die Frage eines Lesers, ob die Meldung aus Leipzig einfach zu spät auf den Weg gebracht wurde. Er hielt das Ganze schlicht für einen Aprilscherz. Warum nicht, schließlich ist der Aprilscherz ja männlich.

 


Veröffentlicht am: 10.06.2013

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