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Morgengruß von Helmut Harff: Bäcker gesucht

Vor wenigen Tagen war ich zu Gast beim Ersten Tag des Deutschen Brotes. Das war ein Termin den ich als bekennender Brotesser sehr gern wahr genommen habe. Brot, dass ist für mich mehr als ein Nahrungsmittel. Ein gutes Brot ist wie ein guter Wein oder ein guter Käse Genuss pur.

Da beginnt jedoch für mich das Problem - und das heißt gutes Brot. Gutes Brot kommt für mich vom Bäcker. Ich meine diese Läden, in deren verborgenem Hinterland fleißige Hände aus rein natürlichen Zutaten wunderbar knuspriges Brot backen, dass man noch warm von einer freundlichen Verkäuferin über den Ladentisch gereicht bekommt. Ich konnte schon als Kind bei so einem Brot nicht wiederstehen und knabberte den Kanten an. Das mache ich auch heute noch gern, habe dazu aber immer weniger Gelegenheit.

In dem Berliner Kitz, in dem ich wohne, gibt es seit längerem keinen Bäcker mehr. Das geht aber nicht nur mir hier so. Es gibt vor allem in den größeren Städten immer weniger Bäckereien. Ketten und Backstationen in Supermärkten und bei Discountern haben diese verdrängt. Mit den dort aufgerufenen Preisen können die noch mehr oder weniger handwerklich arbeitenden Bäckereien nicht mithalten.

Allerdings, selbst wenn ich zum Bäcker um die Ecke oder zu einem Dorfbäcker gehe und für Brötchen und Brot deutlich mehr als im Backshop ausgebe, kann ich mir nicht sicher sein, dass ich wirklich am Ort gebackene Ware bekomme. Die heutigen Bäcker können nach eigener Aussage nur dann überleben, wenn sie mehrere Läden haben. Die werden entweder mit fertiger Ware beliefert oder diese wird vor Ort aufgebacken. Der Unterschied zum Backshop oder zum Ketten-Angebot ist auf den ersten Blick nicht zu erkennen.

Die Bäcker verweisen darauf, dass sie ihre Backwaren noch immer nach guter alter Handwerkstradition herstellen. Auf Nachfrage wurde aber auch schnell klar, dass die Übergänge vom der handwerklichen zur industriellen Produktion fließend sind.

Ich befürchte, dass der Biss in die Kruste eines noch warmen und so wunderbar duftendes Brot eine Kindheitserinnerung bleiben wird.

Ich gehe jetzt Frühstücken. Danach besuche ich das Open Air Konzert mit Daniel Barenboim und der Staatskapelle Berlin „Staatsoper für alle“. Vielleicht sehen wir uns dort. 

Ihnen wünsche ich ein schönes Sonntags-Frühstück mit knackfrischen Brötchen.

 


Veröffentlicht am: 16.06.2013

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