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Aufgespießt: Der innerer Schweinehund

(Helmut Harff / Chefredakteur) Wir alle haben Menschen, die uns nicht leiden können, die uns nicht gerade Gutes wollen. Wir alle haben Feinde - behaupte ich zumindest. Selbst jenen, die jetzt vehement den Kopf schütteln und ganz erbost oder beleidigt auf den Bildschirm blicken, sei gesagt: Sie haben einen Feind. Der ist auch ständig bei beziehungsweise in ihnen. Es ist der allseits bekannt innere Schweinehund.

Der hat nicht umsonst so einen unschönen Namen, der innere Schweinehund ist wirklich ein hinterhältiger Mistkerl. Für politisch korrekte Leser: Es kann auch einen Schweinehündin sein.

Doch für mich ist dieser innere Feind männlich und hinterhältig. Man wird ihn wohl nie richtig los, kämpft ständig mit ihm. Er kostet uns viel Kraft, saugt uns Lebensenergie ab, verhindert Karrieren, sorgt dafür, dass wir nicht neue Wege gehen und manchmal auch dafür, dass wir uns wohlig in unser Schweinehunde-Körbchen kuscheln und nichts machen.

Als kinderloser Single, der keinen Chef hat (der ist neben Kindern und Partnern der offizielle Herausforderer des Schweinehundes), muss ich jeden Tag gegen diesen Mistkerl antreten. Geht es um die Arbeit, so gewinne ich mehrheitlich diese Zweikämpfe. Der Schweinehund ist zumeist zweiter Sieger. Aber sonst?

Sonst bekämpfe ich den inneren Schweinehund am besten mit Sport. Aber das ist nicht so leicht. Krankheit und so mancher Schicksalsschlag lieferte in den vergangenen Monaten dem inneren Schweinehund ein riesiges Arsenal an Argumenten, nicht aktiv zu werden. Irgendwann beißt sich dann der innere Schweinehund selbst in den Schwanz. Er hat keine Lust mehr zu argumentieren, glaubt gewonnen zu haben.

Diesen Zeitpunkt nutzte ich nun und habe die Laufschuhe wieder geschnürt. Für mich als dreimaligen Finisher beim Berlin-Marathon war und ist es schon erschreckend, was mein inneren Schweinehund aus mir gemacht hat. Im Moment habe ich den Eindruck, dass ich mehr gehe als Laufe und 10 Kilometer am Stück zu laufen (fast) eine Illusion. So ein Mistkerl, dieser innere Schweinehund.

Und doch, ich habe gesehen, das ich den blöden Hund überwinden kann, dass ich viel mehr kann, wenn ich nur will. Nun will ich wieder und das freut mich.

Es zeigt, dass selbst unser größter Feind, dem wir nie entrinnen können, zu überwinden ist. Es zeigt, dass wir uns vom inneren Schweinehund nicht einlullen lassen müssen und dürfen.

Wenn man den inneren Schweinehund überwunden hat, macht das Leben gleich viel mehr spaß, man kann es ganz anders genießen.

 


Veröffentlicht am: 17.06.2013

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