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Morgengruß von Helmut Harff: Bahnhöfe

Mich faszinieren Bahnhöfe. Von hier aus bricht man auf. Mal geht es in den Urlaub, häufig auf Pressereisen und manchmal bringt man gute Freunde zum Zug. Ich hole gern auch Leute vom Bahnhof ab.

Ich liebe vor allem die großen Bahnhöfe, wie Frankfurt/Main, Dresden, Hamburg, Leipzig, München oder den Berliner Hauptbahnhof. Es gibt auch kleinere Städte mit sehr schönen Bahnhöfen. Fährt man allerdings mit dem Regionalzug, kann einem schon das kalte Grausen überkommen. Viele kleine Bahnhöfe gleichen Geisterstätten. Sie sind verriegelt und verrammelt. Viele verfallen regelrecht. Die Bahn hat häufig irgendwelchen typisierten Bahnsteige errichten lassen. Die sind absolut gesichtslos und locken überhaupt nicht zum Aussteigen. Hier will man nur schnell weiter fahren.

Es tut mir immer wieder weh, wie hier Bahnhöfe, die für mich zum Gesicht eines Ortes gehören und dessen Aushängeschild sind, verfallen. Für mich ist das ein Kulturfrevel, gegen den schnellstens etwas unternommen werden muss.

Ich höre immer wieder von Mitmenschen, dass Bahnhöfe sie traurig machen. Mir geht das nicht so – zumindest bei den großen in dieser Republik. Ich liebe dieses Gewusel auf einem großen Bahnhof. Ich gehe gern durch diese Shopping-Center mit Bahnanschluss. Ich beobachte hier gern die Menschen, überlege wohin sie fahren. Man sieht dort coole Geschäftsreisende und Pendler, aufgeregte Familien, unsichere Zeitgenossen, Menschen, die viel zu früh am Bahnhof sind und solche, die auf die letzte Minute zum Zug hetzen.

Ich glaube, dass man gerade an seinem Verhalten auf einem Bahnhof relativ viel über einen Menschen und seinen Charakter erfahren kann. Sollte ich einmal jemand einstellen wollen, so würde ich ihn sicherlich in einen Situation bringen, bei dem ich ihn am Bahnhof beobachten kann.

Heute frühstücke ich im ICE von Berlin nach München. Dort angekommen habe ich ein ganz spezielles München-Hauptbahnhof-Ritual. Ich hole mir immer am gleichen Stand eine Leberkäse-Semmel.

Ihnen wünsche ich ein schönes Frühstück und demnächst eine gute Reise.

 


Veröffentlicht am: 26.06.2013

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