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Morgengruß von Helmut Harff: FKK oder Textil?

Als in der DDR aufgewachsener bin ich sicherlich anders sozialisiert, als Menschen, die im "Westen" ins Leben starteten. Das ist an vielen eher kleinen Dingen zu erkennen. Dazu gehört die Einstellung zum Nacktbaden, dem FKK. Das steht für alle Unwissenden für Freikörperkultur.

Nacktbad stand entgegen vielen anderslautenden Auffassungen auch in der DDR lange unter Strafe. Ich kann mich noch daran erinnern, dass die Polizei am Berliner Müggelsee Streife fuhr und Nacktbader zur Kasse bat. Es war schon peinlich, nackt vor zwei Polizisten in voller Montur zu stehen. Allerdings hatten die Männer auch keinen leichten Job, denn einem nackten Mann konnten sie im wortwörtlichen Sinn nicht in die Tasche fassen.

Genau das war auch der Grund, warum die FKK-Bewegung nicht aufzuhalten war. Erst tolerierte die Obrigkeit die Nacktheit seiner Mitbürger, dann gab es ausgewiesene Nacktbadebereiche. Nur wenig später folgten FKK-Strandbäder, die dann auch über die notwendigsten Einrichtungen wie Kioske, aber auch Toiletten verfügten. Nur Umkleidekabinen suchte man hier vergeblich. Strahlte die Sonne vom Sommerhimmel, so tummelten sich im FFK-Bereich des Schwimmbades ein mehrfaches an Badelustigen wie am Textilstrand.

Ähnlich das Bild am DDR-Abschnitt der Ostsee. Zuerst mussten die Nudisten noch bis weit aus den Orten laufen, um textilfrei die Sonne zu genießen. Später war es fast umgekehrt.

Und heute? Es gibt in Berlin kein öffentliches und bewirtschaftetes FKK-Strandbad mehr. Man sieht ohnehin weniger Nacktbader. An der Ostsee liegen, wie beispielsweise in Binz, die FKK-Strände am Rand der Orte, wenn es überhaupt noch welche gibt.

Die jungen Menschen rümpfen mehrheitlich die Nase, wenn es darum geht, sich hüllenlos zu präsentieren. Das ist schon komisch, ist doch der Körperkult viel verbreiteter als in den siebziger und achtziger Jahre des vergangenen Jahrhunderts. Man rasierte damals seinen Körper nicht, achtete auch nicht so auf seine Figur und Schönheitsoperationen kannte man nur aus dem Fernsehen. Heute legt (fast) jeder Wert auf einen ansehnlichen Body, man gibt viel Geld dafür aus, Top auszusehen. Doch zeigen will man das nicht. Wir Menschen sind manchmal schwer zu verstehen.

Ich gehe jetzt leicht bekleidet frühstücken und dann an einem Textilstrand baden.

Ihnen wünsche ich ein sommerliches Frühstück. Wie halten Sie es mit der Freikörperkultur?

 


Veröffentlicht am: 21.07.2013

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