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Morgengruß von Helmut Harff: Job zu vergeben

Früher hatten sogar die Frauen einen Koffer in Berlin. Wehrpflichtige bundesdeutsche Männer zog es zu Zeiten der Mauer nach Westberlin. Ostberlin war das nur schwer erreichbare Wohn- und Arbeitsziel zahlreicher Menschen aus dem Rest der DDR. Und heute?

Heute ist Berlin eines der beliebtesten Reiseziele weltweit. Die Stadt quillt fast über vor Besuchern - und das ist auch gut so, um wieder einmal den Regierenden Bürgermeister Kaus Wowereit zu zitieren. Arbeiten wollen die Menschen hier weniger. Dabei hat Berlin einen wahrlich nicht schlecht bezahlten Job zu bieten.

Nach dem Rückzug von Noch-Ministerpräsident Matthias Platzeck ist die Stelle des Aufsichtsratsvorsitzenden des Pannen-Hauptstadtflughafens BER vakant. Platzecks designierter Nachfolger will den Job nicht mit übernehmen. Einige Namen machen die Runde, doch noch hat niemand seinen Hut in den Ring geworfen. Ist der Job wirklich so schwer, so negativ besetzt, dass sich keiner traut?

Ich habe da eine Idee: Man führt ganz schnell eine Frauenquote für den BER-Aufsichtsrat ein. Der besteht politisch völlig unkorrekt bisher nur aus Männern. Die machen - so der Eindruck - nicht gerade einen guten Job. Das ist auch kaum verwunderlich, denn Sachverstand sucht man bei den Herren - Politiker und Gewerkschaftler - vergebens. Ihre Flughafenerfahrungen scheinen sich auf die Benutzung solcher Einrichtungen zu beschränken. Wobei auch das nur bedingt stimmen sollte, denn wer Business-Klasse fliegt, weiß nicht viel von den Problemen in der Schlange stehenden Economy Class-Passagieren.

Was muss die Quotenfrau also mitbringen für den Job einer Aufsichtsratsvorsitzenden des BER? Sie muss schnell den anderen Herren zeigen, dass sie die Chefin ist. Also sollte sie den Merkel-Gen haben. Sie sollte schon viel geflogen sein und zumindest schon ein Haus gebaut haben. Mehr Erfahrungen haben ihre Kollegen ja auch nicht. Sie sollte Sitzungen mögen - schließlich gibt es immer wieder Aufsichtsratssitzungen. Sie sollte Erfahrungen damit haben, Ausreden und Lügen als solche zu erkennen und sich mit diesen nicht abfinden wollen. Wobei, diese Voraussetzung schien bisher nicht in der Stellenausschreibung gestanden zu haben. Aber egal, Frauen sollen ja multitasking-fähig und belastbarer als Männer sein.

Ich bin mir aber nicht so sicher, dass eine Frau diesen Job machen will. Auch kein Problem. Da gibt es ja noch die Job-Center. Die werden sicherlich einen Ein-Euro-Jobber für den Job finden. Schlechter als die bisherigen Aufsichtsratsvorsitzenden kann er den ja ohnehin kaum ausführen. Ärger wird es auch kaum geben, denn den Job will ja keiner und die Chancen für den Eintritt in den ersten Arbeitsmarkt sind ja auch nicht so schlecht. Warum soll ein Aufsichtsratsvorsitzender des BER nicht auch ein Politiker werden können. Umgekehrt ging es ja auch und irgendwann wird auch mal Klaus Wowereit amtsmüde.

Ich mache mir jetzt mein Frühstück. Ob ich mich um den Job bei der BER bewerben sollte?

Ihnen wünsche ich ein schönes Frühstück. Vielleicht schreiben Sie auch eine Bewerbung.

 


Veröffentlicht am: 03.08.2013

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