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Aufgespießt: "Wählen, nicht gähnen"

(Helmut Harff / Chefredakteur) Nun bekommt es nahezu jeder mit: Wir haben Wahlkampf. Die Straßen und Plätze überall in der Republik werden gerade von Wahl-Werbeplakaten verschandelt. Ich möchte zu gern einmal wissen, wer sich diese schwachsinnigen Dinger einfallen lässt.

Wer in der Art der Wahlkampfplakate ein noch so tolles Auto zum halben Preis bewirbt, würde sicherlich keines verkaufen. Aber das muss die Politiker und ihre Wahlkampfstrategen ja nicht stören, denn von Politikern würde eh kaum jemand etwas kaufen. Ihr Wahlkampfgedöns kauft ihnen ja auch keiner ab.

Aber noch einmal zu den Plakaten: Wie wenig muss man als Partei zu sagen haben, wenn man mit dem Konterfei des politischen Gegners und einem nicht gerade netten Spruch die eigene Klientel aufrütteln will? Andererseits, was will man machen, wenn man nichts zu sagen hat? Dann macht man es wie die SPD auf ihrem Wahlplakat vor meiner Tür. Da steht auf so einem kleinen Plakat, was ziemlich hoch an einer Laterne häng, wofür die SPD steht. Ohne sich direkt unter das Plakat zu stellen, ist das gar nicht zu lesen. Ich vermute Absicht dahinter. Man hat einfach nichts zu sagen!

Sieht man mal von den Plakaten ab, ist von Wahlkampf nicht viel zu spüren. Der Kanzlerwahlverein von Frau Merkel - früher einmal die Christlich Demokratische Union genannt - muss keinen Wahlkampf machen. Die Mutter der Nation wird ihren Job auch nach der Bundestagswahl behalten. Die meisten anderen Parteien hoffen oder befürchten, mit Merkel als Chefin die Regierung bilden zu dürfen/müssen. Am wenigsten Angst davor muss der Noch-Juniorpartner FDP haben. Für schwarz-gelb wird es den Umfragen zufolge ziemlich eng. Bleibt also nur schwarz-rot oder schwarz-grün. Erstere Konstellation - auch große Koalition genannt - wird von vielen als die wahrscheinlichste Parteienkonstellation nach der Bundestagswahl genannt. Ob die beiden bürgerlichen Parteien CDU mit dem Anhängsel CSU und den Grünen (für mich längst eine grün angehauchte bürgerliche Partei) mit einander können und sollen, bleibt abzuwarten. Ebenso unklar ist, ob die Piraten eine Rolle spielen werden.

Dann bleibt nur noch Die Linke. Die werden wohl die 5-Prozenthürde überwinden. Ansonsten will mit den politischen Schmuddelkindern wohl keiner spielen, sprich koalieren. Das hat zur Folge, dass Die Linke schöne Forderungen und Ideen propagieren kann, ohne in die Gefahr zu geraten, diese auch umsetzen zu müssen.

Doch wen nun wählen? Mir fällt da ein, dass es in der Bundesrepublik immer dann zu ziemlichen Brüchen in der Entwicklung kam, wenn die CDU zu lange die Regierung mehrheitlich stellte. Nach dem von 1949 bis 1969 der Kanzler immer ein CDU-Buch in der Tasche trug, kam die SPD ans Ruder. Sie öffnete das Land in Richtung Osten, Stichwort: Neue Ostpolitik. Nach 16 Jahren Helmut Kohl (die CDU regierte auch), kam die SPD in Person von Gerhard Schröder und mit ihre die neue Arbeitsmarktpolitik - Stichwort Hartz4. Wenn nun Frau Merkel nochmals vier Jahre regieren darf, was kommt dann?

Egal wie man es dreht, es ist furchtbar wichtig zur Wahl zu gehen. Es kann schon sein, dass die eigene Stimme nicht sehr viel bewirkt. Wer seine Stimme aber für sich behält, sollte anschließend nicht jammern und die nächsten vier Jahre den Mund nicht mehr aufmachen.

"Wählen, nicht gähnen" ist der Slogan von genussmaenner.de für die Bundestagswahl am 22. September.

 


Veröffentlicht am: 12.08.2013

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