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Künstler in Berlin: Laura Nieto

Künsteler in Berlin ist eine neue Serie auf genussmaenner.de. Hier werden wir in monatlichem Rhythmus Künstler vorstellen, die für immer oder zeitweise ihre Zelte in  der Hauptstadt aufgeschlagen haben. Die Auswahlkriterien sind überschaubar. Wir müssen vor allem auf die Künstler aufmerksam geworden sein. Dann müssen uns die Arbeiten irgendwie ansprechen und schlussendlich sollte auch noch die Chemie zwischen dem jeweiligen Autor und dem Künstler stimmen.

Die erste Künstlerin dieser Reihe ist die spanische Malerin Laura Nieto. Mit ihr kam Autor Helmut Harff anlässlich der Art Experiments im Berliner Sony-Center in Kontakt. Die skizzenhaften Stadtansichten machten neugierig.



Genussmaenner.de-Chefredakteur Helmut Harff sprach mit der 35jährigen Künstlerin in einem Café im Szenebezirk Friedreichshain unweit ihrer Wohnung.

Als wir uns im Sony-Center das erste Mal begegneten, war ich von ihren skizzenhaften Stadtansichten begeistert. Was fasziniert so an solchen Sujets?
Laura Nieto:
Mich interessieren als Künstlerin vor allem Impressionen des Lebens. Ich male was ich sehe. Meine Hauptthema ist meine Umgebung, die ich immer wieder neugierig beobachter. Ich habe festgestellt, dass die Leute in Berlin sehr unaufmerksam durch ihre Stadt gehen. Ich möchte genau diesen Alltag in meinen Bildern festhalten.

Wie halten Sie diese Alltagseindrücke fest?
Laura Nieto:
Ich bin häufig in der Stadt mit einem Skizzenbuch unterwegs und ich habe immer meine kleine Kamera dabei.

Ihre Bilder erwecken den Eindruck, dass sie mit flottem Strich schnell entstanden sind. Stimmt dieser Eindruck?
Laura Nieto:
Ja, Herr Harff, der stimmt. Ich versuche ein Bild in zwei, drei Stunden zu malen. Das hängt selbstverständlich auch von der Größe des Bildes ab.

Ihre Bilder haben sehr griffige Titel. Wie wichtig ist der für Sie?
Laura Nieto:
Eigentlich ist der Bildtitel nicht so wichtig. Allerdings spiele ich beim Malen gern mit dem Titel.

Gibt es Bilder, die Sie nicht malen würden?
Laura Nieto:
Da muss ich etwas unterscheiden. Nehme ich einen Auftrag an, so male ich das Bild selbstverständlich so, wie der Kunde es haben will. Es wird aber immer ein Nieto bleiben. Was ich nicht mehr mache, sind Touristenbilder, wie ich sie vor einigen Jahren auf dem Kunstmarkt am Berliner Historischen Museum verkauft habe.

Im Sony-Center konnten Sie ihre Arbeiten präsentieren und, wie ich sah, auch einige verkaufen. Wie verkaufen Sie sonst Ihre Bilder?
Laura Nieto:
Ich habe keine Galerie. Die meisten Leute kaufen Bilder von mir, nach dem sie mich persönlich kennen gelernt haben.


Bei der Recherche zu diesem Treffen habe ich mich auch auf ihrem Internetportal umgesehen. Das kann man Nieto-Bilder auch online erwerben. Ist das ein guter Vertriebsweg?
Laura Nieto:
Ja, ein sehr guter. Ich verkaufe viele Bilder über das Internet. Ich habe so Kunden in der ganzen Welt. Das reicht von Singapur bis in die USA.

Viele Künstler haben ein Problem, sich selber zu vermarkten. Das scheint für Sie kein Problem zu sein.
Laura Nieto:
Nein, das nicht. Es ist so, dass ich als Künstlerin auch versuche, ein Produkt zu verkaufen.



Haben Sie da bestimmte Strategien?
Laura Nieto:
Ja, schon. Ich verschicke an meine Kunden jeden Monat ein Bild per Mail. So bleibe ich bei den Kunden in Erinnerung und habe viele Stammkunden. Außerdem verkaufe ich meine Bilder über Onlineshops von Freunden.

Vor allem ihre kleinformatigen Alltagsszenen reizen dazu, diese wieder und wieder zu kaufen.
Laura Nieto:
Ja, das ist in der Tat so. Ich will zukünftig ein Bild pro Tag im Format 20 x 20 Zentimeter malen und verkaufen.

Wie teuer ist so ein Bild und wie teuer kann ein echter Nieto schon mal werden?
Laura Nieto:
So ein kleines Bild gibt es ab 120 Euro. Größere Formate können schon bis zu 3.000 Euro kosten.

Das klingt nicht sehr teuer. Können Sie von Ihrer Kunst leben?
Laura Nieto:
Ja, ich kann von meiner Kunst leben. Das war nicht immer so, aber hier in Berlin bin ich so richtig durchgestartet.

Wie lange leben Sie schon in Berlin und was hat Sie hierher geführt`
Laura Nieto:
Eigentlich wollten mein Mann und ich für sechs Monate nach Berlin. Nun sind wir schon vier Jahre hier und unsere Tochter wurde hier geboren. Wir haben zuvor in Vitoria, einem kleinen Ort im Baskenland gewohnt. Da war uns alles zu klein. Hier in Berlin hat man als Künstlerin einfach mehr Möglichkeiten und die Mieten sind auch niedriger.

Sie haben aber nicht hier in Berlin studiert?
Laura Nieto:
Nein, ich studierte an der Facultad de Bellas Artes de Salamanca und an der Universidad Politécnica de Valencia Malerei, Illustration und Fotografie. Dank eines Aufenthaltsstipendium der mexikanische Regierung konnte ich auch an der Universidad de Guadalajara Malerei und Illustration studieren.

Gibt es schon Pläne für die Zeit nach Berlin?
Laura Nieto:
Ja, ich möchte, nach Asien, chinesisch lernen.

 


Veröffentlicht am: 14.08.2013

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